„Debüt mit Bravour gemeistert“: Viel Lob für Lacroix

Wolfsburg.  Der französische Neuzugang des VfL Wolfsburg legt in der Fußball-Bundesliga beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen gleich einen starken Auftritt hin.

Zeigte ein vielgelobtes Bundesliga-Debüt: Maxence Lacroix (Mitte) kommt aus der 2. französischen Liga und überzeugte gleich zum Auftakt gegen Leverkusen.

Zeigte ein vielgelobtes Bundesliga-Debüt: Maxence Lacroix (Mitte) kommt aus der 2. französischen Liga und überzeugte gleich zum Auftakt gegen Leverkusen.

Foto: Darius Simka / regios24

Oliver Glasner war hinterher voll des Lobes: Auch wenn sein VfL bei der Rückkehr der Fans in der VW-Arena zum siebten Mal in Folge nicht im eigenen Stadion gewinnen konnte, war der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. Vor allem ein Akteur wurde hinterher mit Lob überhäuft: Neuzugang Maxence Lacroix.

Der junge Franzose, der in seiner Heimat in der 2. Liga spielte, hatte im Grunde keine Anpassungsprobleme an das Niveau im deutschen Oberhaus. Der 20-Jährige war voll und ganz auf der Höhe, leistete mit einer wichtigen Rettungstat einen großen Beitrag, dass der VfL ohne Gegentreffer blieb. „Er hat es super gemacht! Es hat mich gewundert, dass er sich gleich so an dieses Niveau anpassen konnte“, meinte Keeper Koen Casteels. Auch Glasner stimmte mit ein: „Er hat sein Debüt mit Bravour gemeistert, aber die gesamte Kette hat sehr gut verteidigt, obwohl sie so noch nie zusammengespielt hat.“

„Er hat es super gemacht“: Steffen überzeugt hinten rechts

Die Wolfsburger Verteidigungslinie bildeten am Sonntagabend der eigentlich offensive Renato Steffen, Lacroix, John Anthony Brooks als Vertreter des gesperrten Kapitäns Josuha Guilavogui und Jérôme Roussillon. Auch Steffen erhielt ein Sonderlob von Guilavogui-Stellvertreter Casteels, der bei Sky meinte: „Wenn Renato mal rechts hinten spielen muss, dann weiß er, was er zu tun hat. Es hat super funktioniert, er hat es super gemacht.“ Steffen selbst, der es mit Bayer-Turbo Moussa Diaby zu tun hatte, befand: „Ich fühle mich weiter vorne sicher ein bisschen wohler. Aber ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Hinten rechts war für mich kein Neuland. Wenn ich so spiele, mit dem Vertrauen, das mir auch die Mannschaft schenkt, dann spiele ich auch hinten rechts gern.“

Gegen ein Topteam aus der Bundesliga war es zum Auftakt nicht ganz einfach, auch wenn Leverkusen mit den Abgängen der Offensiven Kai Havertz und Kevin Volland sicherlich einen großen Aderlass zu verzeichnen hatte. „Ein großes Kompliment an die Mannschaft für eine sehr gute Leistung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt, drei Tage nach dieser Reise nach Albanien“, meinte Glasner mit Blick auf die Reisestrapazen unter der Woche wegen der Europa-League-Quali. Der Coach sagte weiter: „Wir haben defensiv als Mannschaft sehr gut verteidigt, haben Leverkusen aus dem Spiel heraus fast nicht zum Abschluss kommen lassen.“

Vorne haperte es beim VfL mit dem letzten Pass

Auch offensiv zeigte Wolfsburg gute Ansätze, allein ein Treffer wollte nicht fallen. Und so wartet die Mannschaft weiter auf den ersten Heimsieg seit dem 23. Februar (4:0 gegen den FSV Mainz 05). Casteels haderte: „Der letzte, vorletzte Pass hat gefehlt. Wenn wir die Konter besser ausspielen, hätte es für uns auch einen Sieg geben können.“ Ähnlich sah es Steffen: „Hätten wir es etwas besser ausgespielt, wären vielleicht auch drei Punkte drin gewesen.“ Doch, so befand der Schweizer Außenbahn-Turbo weiter: „Man weiß vor dem ersten Spiel nie genau, wo man steht, es war eine Standortbestimmung. Dafür, dass es Leverkusen war, war es sicher gut für das erste Spiel.“

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