„Klappe halten“: BVB-Boss Watzke kontert VfL-Kritik

Wolfsburg.  Der VfL Wolfsburg ärgert sich über das 0:4 von Borussia Dortmund gegen 1899 Hoffenheim. Doch BVB-Boss Watzke hält dagegen.

Kontert die Kritik des VfL Wolfsburg: Hans-Joachim Watzke, der Vorstandschef von Borussia Dortmund.

Kontert die Kritik des VfL Wolfsburg: Hans-Joachim Watzke, der Vorstandschef von Borussia Dortmund.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Der VfL Wolfsburg hat seine eigenen Hausaufgaben nicht gemacht. Durch die 0:4-Pleite zu Hause gegen den FC Bayern sind die Grün-Weißen auf Platz 7 in der Bundesliga abgerutscht, auch weil zeitgleich 1899 Hoffenheim mit demselben Ergebnis bei Borussia Dortmund gewann. Beim VfL kam der leblose BVB-Auftritt gar nicht gut an. Doch dessen Boss Hans-Joachim Watzke konterte die Kritik.

Der VfL hatte es gegen die Bayern selbst in der Hand, mit einem Sieg hätte die TSG ihn nicht mehr von Rang 6 verdrängen können. Das klappte aber nicht, und zur selben Zeit ließen sich die Dortmunder von Hoffenheim abschießen. Die Art und Weise sorgte zumindest für Verwunderung in Wolfsburg. „Es ist schade, dass wir nur Siebter sind. Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, dass Dortmund so spielt. 0:4, was soll man dazu noch sagen?“, stellte VfL-Mittelfeldspieler Maximilian Arnold rhetorisch in Frage.

Ligaweit sorgte der leblose Auftritt des eigentlich heimstarken Vizemeisters für Kopfschütteln. Auch bei Jörg Schmadtke, dem Geschäftsführer der Wolfsburger. Er sagte: „Ich glaube, der letzte Spieltag hat nochmal enorm Aussagekraft über jede einzelne Mannschaft.“ Zwischen den Zeilen schwingt deutliche Kritik an der Mentalität der Borussia durch. Auf Nachfrage, ob er damit die Leistung des BVB meine, erklärte Schmadtke lapidar: „Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse daraus...“

BVB-Boss Watzke: „Klappe halten“

Rund um das Dortmunder Team, dessen Leistung häufiger mal zwischen Genie und Wahnsinn pendelt, ist der Vorwurf nicht neu, dass die Einstellung nicht immer so ist, wie sie sein müsste. Vielleicht auch deshalb reagierte Watzke, der Vorstandsvorsitzende des BVB, darauf dünnhäutig. Bei „Sport1“ sagte er dazu: „Wer selbst 0:4 verliert, sollte die Klappe halten. Wenn sie gegen uns gewonnen hätten, wäre sie auch durch gewesen. Haben sie aber nicht geschafft, also sollen sie lieber ruhig sein.“

In der Tat: Platz 6 und damit den direkten Sprung in die Gruppenphase der Europa League hat der VfL nicht unbedingt am letzten Spieltag gegen die Bayern gespielt. Sondern eher in den Heimspielen gegen Bremen, Hertha, Frankfurt oder Freiburg. Es wäre sehr gut möglich gewesen – auch ohne Schützenhilfe des BVB.

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