Überall Spitzenreiter: Schmadtke lobt VfL-Nachwuchsarbeit

Wolfsburg  U23, U19 und U17 des VfL Wolfsburg führen ihre Ligen an. Schmadtke lobt: Das spricht für die gute Arbeit im NLZ.

VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Foto: Darius Simka / regios24

Jetzt marschiert auch die U17 vorne weg. Das Team von Trainer Steffen Brauer gewann am Wochenende seine Partie gegen Hannover 96 mit 3:1 und zog damit am bisherigen Tabellenführer Hertha BSC vorbei, der 1:3 gegen Bremen verlor. Das bedeutet: Die U17, die U19 und die U23 des VfL Wolfsburg belegen in ihren Ligen nun die Spitzenplätze. „Das spricht für die gute Arbeit, die in unserem Nachwuchsleistungszentrum abgeliefert wird“, sagt Jörg Schmadtke.

Der Geschäftsführer Sport kennt die Tabellenstände der VfL-Junioren-Teams ganz genau. Das zeigt, dass die Arbeit mit den Talenten auch im Profibereich wahrgenommen wird. „Wir dürfen nicht nur von der Wichtigkeit der Jugendarbeit sprechen, sondern müssen diese mit Leben füllen“, sagt Schmadtke.

So sieht es im Detail bei Wolfsburgs Junioren-Mannschaften aus.

U23 , vier Spiele vor Saisonende: Zwischenzeitlich thronte das Team von Trainer Rüdiger Ziehl mutterseelenallein an der Spitze der Regionalliga Nord, mittlerweile allerdings hat Verfolger VfB Lübeck aufgeschlossen. Der Traditionsklub liegt zwar noch fünf Zähler hinter dem VfL II, hat aber ein Spiel weniger auf dem Buckel. Dass jetzt wieder Spannung im Meisterrennen aufkam, sei „ein Stück weit selbstverschuldet“, sagt Schmadtke. „Aber das kann gut für die Relegationsspiele sein.“ In denen wartet der Meister der Regionalliga Bayern den VfL II – entweder wird’s der VfB Eichstätt oder die U23-Mannschaft des FC Bayern. In diese Partien kann die U23 laut Schmadtke dann „aus einer Dauerspannung heraus und nicht völlig entspannt“ gehen. Weil es in der Liga eben doch noch um etwas ging.

U19, drei Spiele vor Saisonende: „Bei denen sieht es richtig gut aus“, sagt der Wolfsburger Geschäftsführer. Stimmt. Sechs Punkte Vorsprung hat sich die Mannschaft von Trainer Thomas Reis, der seinen Vertrag jüngst verlängert hatte, auf den ärgsten Verfolger FC St. Pauli erarbeitet. Mit John Yeboah Zamora (Platz 1 der Torjägerliste mit 18 Treffern) hat ein Talent sogar schon bei den Profis reingeschnuppert . Der 18-Jährige spielte in Bruno Labbadias Team zweimal in der Liga und einmal im DFB-Pokal. Ab der neuen Saison soll er fest zur Bundesliga-Mannschaft gehören. Zuvor will sich Yeboah aber den deutschen Meistertitel sichern. Der wird dann ausgespielt gegen die beiden Meister der U19-Bundesligen West und Süd/Südwest sowie gegen den besten Zweitplatzierten aller Ligen.

U17 , drei Spiele vor Saisonende: Bei der U17 gilt derselbe Modus: Wird Brauers Mannschaft Staffelmeister, muss sie gegen die Sieger der West- und Süd-/Südwest-Staffel sowie den besten gesamtdeutschen Zweiten ran. Die aktuell sehr starke Form spricht für die Grün-Weißen. „Sie haben sich mit großer Beharrlichkeit nach ganz oben gearbeitet“, sagt Schmadtke.

Mit Blick auf seine Nachwuchs-Könige des Nordens lobt der Geschäftsführer: „Für den Gesamtverein sieht das natürlich richtig gut aus.“ Er versucht, so viele Spiele wie möglich selbst zu schauen, schafft es jedoch wegen des engen Terminplans nicht immer. „Ich würde mir wünschen, häufiger die Spiele bis runter zur U15-Mannschaft sehen zu können, um ein besseres Gefühl für die Teams und unsere Talente zu bekommen“, sagt er. Wahrscheinlich erhält er nach den regulären Saisons noch weitere Chancen, seine Talente zu beobachten. Denn derzeit liegen alle drei Nachwuchsteams auf Kurs Aufstiegsrelegation und Meisterschafts-Play-offs.

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