TV Jahn: Pesickas Top-Auftritt reicht nicht

Wolfsburg.  Im dritten Spiel der Oberliga-Saison verlieren die Tennis-Männer des TV Jahn Wolfsburg mit 3:6 gegen Hannover.

Wolfsburgs Marek Pesicka zeigte einen starken Auftritt, sein Einzelsieg reichte aber nicht, der TV Jahn unterlag mit 3:6.

Wolfsburgs Marek Pesicka zeigte einen starken Auftritt, sein Einzelsieg reichte aber nicht, der TV Jahn unterlag mit 3:6.

Foto: Helge Landmann / regios24

Trotz der Siege in den Top-Einzeln reichte es für die Tennisspieler des TV Jahn Wolfsburg auch in der dritten Oberliga-Partie der Saison nicht zu einem Punktgewinn. Die Wolfsburger unterlagen DTV Hannover mit 3:6.

Immerhin hat sich der TV Jahn nach einem 0:9 zum Auftakt und dann einem 2:7 erneut gesteigert. „Wir werden eine Niederlage nie schönreden, aber wollen trotzdem das Positive mitnehmen: Wir konnten die Begegnung offen gestalten“, betonte Jahn-Coach Milan Pesicka.

Besonders stark waren die laut Rangliste besten drei Wolfsburger. Marek Pesicka, Niklas Schulz und Oliver Wagner überzeugten. Pesicka hatte es an Position 1 mit Marco Mokrzycki zu tun, einem erfahrenen Turnierspieler, der schon höher gespielt hat. Gegen den aufschlagstarken DTV-Einser entwickelte sich eine Service-Schlacht, die Pesicka mit 7:5, 7:6 für sich entschied.

Im Tiebreak des zweiten Satzes lag der Wolfsburger bereits aussichtslos mit 2:6 zurück, wehrte drei Satzbälle ab und kam auf 5:6 heran. Den 6:6-Ausgleich musste sich Pesicka doppelt hart erkämpfen. Mokrzycki hatte zwei Mal die Möglichkeit, den Satz per Schmetterball zuzumachen, doch Jahns Topspieler grub die Bälle aus und rettete sich in die Tiebreak-Verlängerung. „Das waren irre Ballwechsel“, sagte Pesicka. Nach vier abgewehrten Satzbällen war der Wolfsburger obenauf und holte den Sieg. „Das war eines meiner besten Punktspiele der letzten zwei, drei Jahre“, so Pesicka.

Unerwartet sicher trat Schulz auf. Nach monatelanger Auszeit meldete sich der Kapitän mit einem 6:3, 6:3 gegen Artjom Agamov zurück. „Niklas hat gespielt, als habe er nie ausgesetzt“, sagte Teamkollege Pesicka. Auch eine 90-minütige Regenpause bei 6:3, 3:0-Führung brachte Schulz nicht aus dem Tritt.

In den Vorwochen noch knapp gescheitert, klappte es für Oliver Wagner nun endlich mit dem ersten Satzgewinn. Der 18-Jährige spielte bei seinem 7:5, 2:6, 0:6 gegen Linus Puhl stark auf. „Oli war eineinhalb Sätze lang der bessere Spieler“, berichtete Jahns Trainer.

Ausgeglichener als noch an den ersten beiden Spieltagen verliefen die Matches an den Positionen 4 bis 6. Erik Patorra (4:6, 3:6) spielte einen starken ersten Satz. Fabian Höflich (2:6, 4:6) hatte es schwer gegen einen sicher spielenden Gegner. Und Philip Müller (5:7, 3:6) hatte vor allem im ersten Durchgang Chancen auf mehr.

In den Doppeln mussten die Wolfsburger alles riskieren, nur der Gewinn aller drei Paarungen hätte noch den Sieg gebracht. Zum Matchgewinn reichte es jedoch nur für Pesicka/Müller (6:1, 6:2). Schulz/Patorra (2:6, 3:6) und Wagner/Höflich (3:6, 2:6) verloren.

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