Neustart in den Trainingsalltag

Wolfenbüttel.  Die Oberliga-Fußballer des MTV Wolfenbüttel trainieren erstmals seit zwei Monaten auf dem grünen Rasen.

Co-Trainer Marcus Kammel (links) leitet hier eine Übungseinheit mit dem nötigen Abstand der einzelnen Spieler.

Co-Trainer Marcus Kammel (links) leitet hier eine Übungseinheit mit dem nötigen Abstand der einzelnen Spieler.

Foto: Udo Starke / regio-press

Der Ball rollt wieder beim Fußball-Oberligisten MTV Wolfenbüttel – wie bei zahlreichen weiteren Vereinen aus dem gesamten Landkreis, die sich jetzt an den Trainings-Alltag annähern. Die ersten Trainingseinheiten absolvierte das Dotzauer-Team am Dienstagabend auf der Sportanlage an der Halberstädter Straße. Man spürte dabei vor allem die große Lust der Kicker, endlich wieder mit dem Ball zu üben. Das letzte Training hatten die Spieler auf den Tag genau vor zwei Monaten.

Dotzauer begrüßte seine Mannschaft, die mit 18 Mann eifrig die Übungsteile ausführte. Derzeit steht der Oberligist auf dem letzten Tabellenrang, allerdings zum Teil mit vier Spielen im Rückstand.

„Während des Shutdowns haben alle Spieler für sich individuell gearbeitet. Auf dem Programm in der fußballlosen Zeit standen unter anderem auch zwei bis drei Läufe pro Woche. Sie haben sich fit gehalten, das freut mich besonders. Das kann man von den Spielern in unserer Liga schon voraussetzen, das ist selbstverständlich und eigenverantwortlich“, erklärte der Trainer im Gespräch.

Dotzauer sagte weiter, er glaube nicht an eine Fortsetzung der noch nicht abgeschlossenen Saison. Das dauere seiner Meinung einfach schon viel zu lange. Obwohl er sich das wünsche, denn „die Spiele fehlen mir und der Mannschaft schon sehr“. Aber Niedersachsen treffe ja bisher keine Entscheidung über Abbruch oder Fortsetzung. Dahinter stehe ein großes Fragezeichen. Den derzeitigen letzten Tabellenplatz bereitet dem Coach kein Kopfzerbrechen. „Wenn wir wieder spielen sollten, winken uns immerhin noch neun Heimspiele, 20 Begegnungen sind ja erst gespielt. Den Klassenerhalt könnten wir aus eigener Kraft schaffen“, legt Dotzauer Optimismus an den Tag.

Um bei einem Restart fit zu sein, geht nun der Trainingsalltag weiter. Die nächste Einheit steht bereits am Freitag auf dem Programm. Bevor am Dienstag der Übungsbetrieb startete, begrüßte der Trainer sein Team – alle standen mit dem vorgegebenen Abstand auf dem Platz. So gab es eine extra Torwart-Truppe, die individuell trainiert wurde. Zudem wurden weitere kleine Teams in Sechsergruppen eingeteilt. Angesagt waren dabei das „Auftanken“ von technischen Einheiten (Slalom mit Ball), Passspiel und auch Torschuss.

„Alles muss allmählich wieder akklimatisiert werden“, begründete Dotzauer sein lockeres Programm. Ziel sei es zunächst, zweimal die Woche auf dem Platz zu stehen, bis eine Entscheidung auf Verbandsebene getroffen werde. „Egal wie es kommt, wir müssen damit leben und umgehen“, weiß der Übungsleiter. Die beste Lösung für die noch nicht abgeschlossene Saison sieht der Coach darin, dass es beim Abbruch zwei Aufsteiger geben würde und keine Absteiger. „Oben ist eigentlich alles klar. Wenn wir am grünen Tisch absteigen müssten, wäre das mehr als unfair. Immerhin haben wir die wenigsten Spiele absolviert“; betont Dotzauer.

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