Knappe Niederlage zum Saison-Abschluss

Wolfenbüttel.  Die Sickter bleiben wohl auf Platz 3 der Badminton-Bezirksliga. Germania Wolfenbüttel muss die letzten Partien absagen.

Jochen Bartels vom TSV Sickte gewann zum Abschluss Einzel und Doppel gegen Meine souverän.

Jochen Bartels vom TSV Sickte gewann zum Abschluss Einzel und Doppel gegen Meine souverän.

Foto: Joerg ScheibeJörg Scheibe / Archiv

Für den TSV Sickte endet die Saison in der Badminton-Bezirksliga mit einer Niederlage gegen die SG Meine. Morgen entscheidet sich, ob das Team Dritter oder Vierter in der Gesamtabrechnung wird.

Für Germania Wolfenbüttel standen noch zwei Partien am kommenden Wochenende auf dem Programm. Die Germanen mussten diese Spiele allerdings krankheitsbedingt absagen und beenden die Saison trotz null Punkten auf dem siebten Rang, der für den Klassenerhalt reichen würde.

Die Sickter waren bei ihrer 3:5-Niederlage bei der SG Meine/Röttgesbüttel/Wedes/Wedel immerhin nah dran am Remis. Hoffnung bestand insbesondere im Mixed, das Bernd Fricke und Claudia Stanzick aber in zwei Sätzen verloren. Die Sickter Punkte besorgten Jochen Bartels und Thomas Oppermann in ihren Einzeln und zusammen im Doppel. „Dass ich mein Einzel gewinne, war eher eine Überraschung. So kamen wir überhaupt noch mal zur Chance auf das Unentschieden“, sagt TSV-Kapitän Oppermann. Dass Bartels sein Einzel gewinnen würde, sei dagegen keine Überraschung. Der ehemalige Zweitliga-Spieler siegte klar und deutlich in zwei Sätzen.

Auf den Damen-Positionen sei Meine aber klar besser besetzt gewesen. „Die haben die besten Damen der Liga“, berichtet Oppermann. Da waren die Sickterinnen chancenlos.

Morgen spielt Meine zum Abschluss gegen Fallersleben, die Sickte noch vom dritten Platz verdrängen könnten. „Ich gehe aber davon aus, dass Meine das gewinnt“, sagt Oppermann.

Mit dem Verlauf der ersten Saison nach dem Abstieg aus der Verbandsklasse sei die Mannschaft halbwegs zufrieden. „Für einen Aufstieg sind wir derzeit insgesamt nicht gut genug besetzt“, sagt Oppermann. Es fehle dem Team an Nachwuchs. In der Bezirksliga stelle der TSV das im Schnitt älteste Team. Die meisten Spieler sind über 50 – Stefan Moses mit 49 ist der Jüngste im Kader. Moses und Bartels mit ihrer Zweitligaerfahrung und die gesamte Qualität der Mannschaft reichen dennoch aus, um in der Bezirksliga oben mitzuspielen.

Für die deutlich jüngeren Germanen ist die Saison in der Bezirksliga nun vorzeitig beendet. Für sie war es das erste Jahr nach dem Aufstieg aus der Bezirksklasse. „Bei uns greift die Grippe um sich. Wir bekommen keine Mannschaft für das Wochenende zusammen“, sagt BVG-Kapitän Björn Müller. Da es gegen den unangefochtenen Spitzenreiter ASC Göttingen und den im Mittelfeld positionierten SK 56 Göttingen gegangen wäre, hat die Absage keinen prägnanten Einfluss auf die Tabellensituation. „Es ist zwar sportlich unschön, aber die pragmatische Lösung“, so Müller.

Die Germanen beenden die Saison somit ohne einen Punkt auf dem Konto. Eigentlich wären sie als Letzter der Liga abgestiegen. Doch vor gut zwei Wochen wurde die fünfte Mannschaft des BV Gifhorn abgemeldet und muss in der kommenden Saison Bezirksklasse spielen.

Dort würden die Wolfenbütteler auch gerne antreten, um mal wieder Erfolgserlebnisse feiern zu dürfen. „Wir hatten zwar in dieser Saison einen großen Erfahrungszuwachs und jeder von uns konnte profitieren, aber insbesondere im unteren Paarkreuz haben wir fast nur verloren. Das geht irgendwann auf die Motivation“, berichtet Müller.

Das Team will sich bald beraten, wo die Reise hingehen soll. Ob Germania überhaupt freiwillig absteigen darf, ist unklar. Darüber müsste dann der Spielausschuss entscheiden, erklärt Müller.

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