Erst Pokal-Halbfinale, dann Ligaalltag

Wolfenbüttel.  WSV-Wasserballer empfangen heute Hellas Hildesheim. Coach Waldmann schielt in der Oberliga auf Rang drei.

Die WSV-Wasserballer (in Schwarz) Leon Bischoff (4), Maurice Pfeiffer (11) und Keeper Florian Steinmann (rot) kämpfen im letztjährigen Pokalfinale um den Ball. Dieses Jahr wird bereits im Halbfinale gegen Hellas Hildesheim ein ähnlicher Kampf nötig sein.

Die WSV-Wasserballer (in Schwarz) Leon Bischoff (4), Maurice Pfeiffer (11) und Keeper Florian Steinmann (rot) kämpfen im letztjährigen Pokalfinale um den Ball. Dieses Jahr wird bereits im Halbfinale gegen Hellas Hildesheim ein ähnlicher Kampf nötig sein.

Foto: Olaf Hahn

Für die Oberliga-Wasserballmannschaft des Wolfenbütteler Schwimmverein 1921 (WSV 21) geht die Saison nach der Sommerpause wieder los, denn für sie steht am heutigen Donnerstag um 20.30 Uhr das Landespokal-Halbfinale an. Gegner wird dabei der Drittligakonkurrent Hellas Hildesheim II sein. Im Vorjahr gab es schon das Pokalfinale zwischen dem WSV und der Mannschaft von Hellas , das die Gäste aus der Domstadt mit 12:9 gewannen. Nun also das Wiedersehen im Pokalhalbfinale. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel, es wird sehr intensiv werden“, analysierte WSV-Coach Peter Waldmann die Lage vor dem Spiel.

In der Liga hat der WSV bis Mitte Juni fünf Saisonspiele eher durchwachsen abgeschlossen, denn die Lessingstädter siegten nur in einer Partie. „Ich bin niemals wirklich enttäuscht von meiner Mannschaft, außer wenn die Einstellung im Wasser nicht stimmt“, berichtet Waldmann. Laut ihm habe war dies nur beim Auswärtsspiel in Bremen der Fall. „Das hat mich auf die Palme gebracht“, schildert der Coach seine Gefühlslage nach dem Spiel.

Der WSV hat ligaintern die wenigsten Spiele absolviert, dies hat allerdings auch einen nahe liegenden Grund. „Wir dürfen uns selber aussuchen, wann wir unsere Spiele austragen. Die Saison geht bis Anfang Oktober und ich habe alle Spiele so legen lassen, dass wir keine große Lücke zwischen der jetzigen und der nächsten Saison haben“, erzählt Waldmann.

Für seine Mannschaft gab es über die selbstauferlegte Sommerpause viele intensive Trainingseinheiten, welche den Erfolg bringen sollen. So wurde am Selbstvertrauen der Spieler gearbeitet, der Torabschluss trainiert und Trainingseinheiten im Fümmelsee abgehalten.

„Das größte Manko war das fehlende Selbstvertrauen in den Punktspielen. Da wurde der Ball lieber nochmal quer gelegt, als aufs Tor geworfen. Daran haben wir gearbeitet, denn die Jungs haben einen sehr guten Torwurf. Jetzt gilt es das erlernte in den Punktspielen umzusetzen“, so der Wolfenbütteler Trainer. Das Pokalspiel kommt für die Wolfenbütteler genau zum richtigen Zeitpunkt, denn sie befinden sich in absoluter Topform.

Wie es beim Gegner aus Hildesheim aussieht weiß niemand und wird sich wohl erst beim Spiel ergeben. „Wir wollen im Spiel über unsere hervorragende Kondition kommen. Letzte Saison haben wir unser Auswärtsspiel in Hildesheim gewonnen, das stimmt mich sehr optimistisch für das Spiel in unserer Halle“, so Waldmann. Als Ziel für die Liga wird beim WSV der dritte Platz anvisiert, welcher vermutlich den Aufsteig zu Folge haben würde.

Die Mannschaften aus Laatzen und Hildesheim können nämlich nicht aufsteigen, da die erste Mannschaft in der nächsthöheren Liga spielt.

„Der Aufstieg in die zweite Liga wäre überwältigend für mich“, träumt Waldmann schon. Doch erstmal gilt es für ihn und seine Mannschaft, in das Pokalfinale einzuziehen, ehe sich der WSV auf den Ligaalltag konzentrieren kann. „Ich hoffe, dass wir eine Vielzahl von Spielern am Start haben werden“, legt der WSV-Trainer seine Hoffnungen offen. Die Personaldecke ist, laut Coach Waldmann, bei Heimspielen stets höher, als bei langen Auswärtsfahrten.

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