TSV Barmke ist eine Nummer zu stark

Wendessen .  Zwei frühe Verletzungen bringen den Spielfluss der Wendesser Fußballerinnen durcheinander.

Die Wendesserin Julia Wagner (in Rot) erzielte hier das 1:2. Es blieb das einzige Erfolgserlebnis für die Gastgeber in der ersten Runde des Niedersachenpokal-Spiels gegen den TSV Barmke (in Gelb) aus der Oberliga.

Die Wendesserin Julia Wagner (in Rot) erzielte hier das 1:2. Es blieb das einzige Erfolgserlebnis für die Gastgeber in der ersten Runde des Niedersachenpokal-Spiels gegen den TSV Barmke (in Gelb) aus der Oberliga.

Foto: Olaf Hahn

Im Niedersachsenpokal ist für die Frauenmannschaft des SV Wendessen bereits in der ersten Runde Schluss. Der TSV Barmke, der in der Oberliga kickt, war ein zu großes Kaliber für den Bezirkspokalsieger der vergangenen Serie.

SV Wendessen – TSV Barmke 1:6 (1:4). Tore: 0:1/0:2 Stenzel (16./17.); 1:2 Wagner (26.); 1:3 Bartel (36.); 1:4 Reichpietsch (43.); 1:5 Stenzel (51.); 1:6 Spelly (64.).

Die Gastgeberinnen wurden schon im Vorfeld der Partie von vielen anderen Frauenfußball-Trainern mit einer Klatsche aus dem Pokal verabschiedet. „Andere Trainer haben das Ergebnis noch deutlich höher erwartet, wir haben uns gegen den Oberligisten gar nicht schlecht verkauft“, erzählt Wendessens Trainer Marcel Döring stolz. Die Begegnung begann für die Spielerinnen des SV Wendessen mit einer schlimmen Verletzung von Lea Römer. Sie wurde mit Verdacht auf einen Bänderriss im Sprunggelenk bereits nach sieben Minuten ausgewechselt. „Wir haben dann einen Doppelschlag von Leonie Stenzel kassiert, das hat uns wirklich kurzzeitig geschockt“, berichtet Döring.

In Person von Julia Wagner erzielten die Gastgeber den Anschlusstreffer und waren kurzzeitig oben auf, ehe sich die nächste im Bunde verletzte. Dieses mal zog sich Sarah Fuchs vermutlich eine Oberschenkelzerrung zu und musste ebenfalls ausgewechselt werden. „Nach den Verletzungen musste ich umstellen, das hat Unruhe und Unordnung in die Mannschaft gebracht“, berichtet Döring.

Noch vor der Pause kassierten die Gastgeberinnen das 1:3 und das 1:4. „In der Kabine haben wir uns vorgenommen, dass wir uns nicht weiter abschießen lassen wollen“, sagt Döring. Die Barmker Mannschaft war gegenüber den Wendesserinnen sehr laufstark und ließ den Ball quasi ununterbrochen zirkulieren. „Wir sind eigentlich gar nicht in die Zweikämpfe gekommen, man hat den Klassenunterschied deutlich gemerkt“, so Döring.

Im zweiten Spielabschnitt hielten die Fußball-Frauen des SVW gut dagegen, dennoch musste Torhüterin Nina Goldbach noch zwei weitere male hinter sich greifen. „Wir haben das erfüllt, was wir uns in der Pause vorgenommen haben. Wir sind nicht komplett unter die Räder geraten“, analysierte Döring.

Er und seine Mannschaft sehen das Spiel als Test für die kommenden Aufgaben und wollen aus den begangenen Fehlern lernen. „Es wurde deutlich, dass wir in der Abwehr eine ganz andere Herangehensweise und Einstellung besitzen müssen, um unsere Saisonziele zu erreichen“, erzählt Döring abschließend.

SV Wendessen: Goldbach – Denzin, Fuchs (Krautwurst 27., Skorodumov 56.), Lau, Borchert, Van-Den-Heuvel, Bölsing, Reimann, Heidrich, Wagner, Römer (Gashi 7.).

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