Alina Heinemann turnt in Berlin vor großem Publikum

Schladen.  Die Schladenerin landet bei den deutschen Meisterschaften im Gerätturnen auf Rang 16.

Alina Heinemann zeigte in Berlin eine Unsicherheit an ihrem Paradegerät, dem Schwebebalken.

Alina Heinemann zeigte in Berlin eine Unsicherheit an ihrem Paradegerät, dem Schwebebalken.

Foto: katrin Hoffmann / regio-press

Bei ihrer ersten Teilnahme setzt Alina Heinemann mit einem 16. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ein Zeichen.

Die Turnerin des MTV Jahn Schladen dürfte ein bisschen mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen, denn gegen die international erfahrene Turnelite Deutschlands hat sich die Gymnasiastin in der Berliner Max-Schmeling-Halle mehr als wacker geschlagen. Ein Platz im kleinen zweistelligen Bereich kann man dabei als guten Erfolg einordnen.

Gleich am ersten Gerät, dem Boden, brachte Alina Heinemann mit viel Eleganz ihre Beweglichkeit zum Ausdruck und den Doppelsalto in den sicheren Stand. Ein paar Abzüge gab es für nicht ganz exakte Ausführungen bei den Schrauben und den hochkarätigen Drehungen.

Insgesamt ein sehr guter Wettkampfauftakt für Heinemann. Die Zuschauer belohnten dies mit einer Menge Applaus. Bei der nächsten Disziplin, dem Sprung, blieb sie erwartungsgemäß weiter hinten im Teilnehmerfeld. Die Konkurrenz hatte oft schwierigere Sprünge mit entsprechend mehr Ausgangswert im Repertoire. Mit einer Kontergrätsche über den oberen Barrenholmen und einem Pak-Salto zum unteren Holmen war ihre Stufenbarrenübung gespickt. Kleine Unsicherheiten und etwas fehlender Schwung zum Ende der kräftezehrenden Übung bedeuteten hier Abzüge von 2,5 Punkten in der E-Wertung und Platz 17 an diesem Gerät.

Zum Schluss ging es an ihr Paradegerät, den Schwebebalken. Den Aufgang, ein spektakulärer Flickflack über den Balken, zeigte sie das erste Mal hier. Ihre Sprünge und akrobatischen Verbindungen absolvierte sie absolut sicher. Dennoch reichte eine Unsicherheit aus, um die Balance auf den 10 Zentimetern zu verlieren und Alina Heinemann musste den Balken unfreiwillig verlassen. Das war der fehlende Punkt zum sonst sicheren Balkenfinale in der großen Halle.

„Das hätte heute ein leicht verdienter Finalplatz sein können. Schade, dass sie wieder mal den Balken nicht durchgeturnt hat“, sagte Annette Lefebre, Trainerin im Landesstützpunkt Hannover, etwas enttäuscht.

Nach dem Wettkampf waren aber Turnerin und Trainerin mit dem 16. Platz in der Gesamtplatzierung mehr als zufrieden. „Es ist schon eine super Atmosphäre in so einer vollen Halle, ich habe diesen Wettkampf wirklich genossen“, freute sich die beste niedersächsische Turnerin über ihr Abschneiden.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder