Zu selten das Maximum rausgeholt

Salzdahlum.  Der MTV Salzdahlum kann die starke Vorsaison in der Fußball-Bezirksliga nicht bestätigen.

Eine von insgesamt sechs Heimniederlagen kassierte der MTV Salzdahlum gegen den FC Wenden beim 0:1 im April diesen Jahres.

Eine von insgesamt sechs Heimniederlagen kassierte der MTV Salzdahlum gegen den FC Wenden beim 0:1 im April diesen Jahres.

Foto: Jens Bartels / regio-press

Die Saison begann verheißungsvoll für die Bezirksliga-Fußballer des MTV Salzdahlum: Nach dem Weiterkommen im Bezirkspokal in Othfresen sorgte die Elf von Spielertrainer Jens Hueske zum Liga-Auftakt für einen echten Paukenschlag. Der MTV setzte sich auswärts beim absoluten Top-Favoriten BSC Acosta, der seiner Rolle im Laufe der Spielzeit bekanntlich gerecht wurde, mit 3:2 durch. Danach verloren die Salzdahlumer nur knapp gegen den Tabellenzweiten Schöningen, holten starke 15 Punkte aus den ersten sieben Partien.

„Obwohl die Vorbereitung durchwachsen war, haben wir die ersten Spiele sehr gut gestaltet“, erinnert sich Hueske. Zwischendurch gab es für Salzdahlum ein weiteres Highlight: In der zweiten Runde des Bezirkspokals gastierte der amtierende Landesliga-Meister Freie Turner Braunschweig im König-Sportpark. Dabei holten die Blau-Gelben zweimal einen Rückstand auf und mussten sich den Turnern erst im Elfmeterschießen (3:6) geschlagen geben. „Das war definitiv eines der geilsten Spiele der Saison“, schwärmt der Spielertrainer.

Doch spätestens ab Ende September zog sich die fehlende Konstanz wie ein roter Faden durch die Saison des MTV. Auffällig: Gegen die vermeintlich stärksten Teams aus dem oberen Tabellendrittel taten sich die Salzdahlumer deutlich leichter als gegen Mannschaften von unten. Besonders gegen Kralenriede und Ölper ließ der MTV Punkte liegen. Folglich kritisiert der Spielertrainer: „Für die einen war es vielleicht ein Motivationsproblem, es hat aber auch etwas mit Fokus zutun.“

Zusätzlich plagten Salzdahlum während der Saison immer wieder Personalsorgen. Leistungsträger wie Kapitän Sebastian Franczak, Björn Struck und Patrick Gilbert fielen länger aus. Timon Bartsch und Ahmed Sayed konnten aufgrund schwerwiegenderer Verletzungen kein einziges Saisonspiel absolvieren. Zudem war Hueske in den vergangenen Jahren aufgrund eines (noch) fehlenden Unterbaus im Nachwuchs stets auf externe Zugänge angewiesen: „Wir haben das bisher immer ganz gut gemacht. In dieser Saison konnten wir aber generell zu selten unser Maximum abrufen.“ Dies zeigt sich deutlich auch im statistischen Vergleich zur Vorsaison: Zehn Punkte weniger eingefahren, satte 29 Treffer weniger geschossen.

Auch wenn das Endergebnis mit Tabellenplatz sieben immer noch in der oberen Tabellenhälfte liege, fällt das Resümee des Spielertrainers verhalten aus: „Wir hätten mehr rausholen können und werden das Ganze noch einmal analysieren. Insgesamt haben wir Spiele trotz guter Leistung zu leicht hergegeben und um die Früchte der Arbeit gebracht.“

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