Oberliga ade – MTV steigt ab

Wolfenbüttel/Jever.  Nach 20 Jahren in den höchsten Ligen Niedersachsens geht es in die Verbandsliga.

Erfolgserlebnis: Sven Arnhardt (vorn) und Arnd Ahlbrecht haben zum Abschluss gegen das beste Oberliga-Doppel aus Lutten gewonnen.

Erfolgserlebnis: Sven Arnhardt (vorn) und Arnd Ahlbrecht haben zum Abschluss gegen das beste Oberliga-Doppel aus Lutten gewonnen.

Foto: Klaus Zopp / regio-press

Das wars: Der MTV Wolfenbüttel ist aus der Tischtennis-Oberliga abgestiegen. Mehr als 20 Jahre gehörte das Haux-Sextett zum Oberhaus in Niedersachsens. Besiegelt wurde der Abstieg bereits durch die knappe 7:9-Niederlage gegen den hohen Favoriten TuS Lutten. Aber selbst ein Sieg hätte die Lessingstädter nicht mehr retten können, da die SG Schwarz-Weiß Oldenburg zeitgleich Schlusslicht SC Hemmingen-Westerfeld mit 9:6 besiegte. So konnte der künftige Verbandsligist ohne jegliche mentale Belastung zum Saisonfinale zum Namensvetter Jever reisen, wo die Lessingstädter allerdings 2:9 ins Hintertreffen gerieten.

MTV Wolfenbüttel – TuS Lutten 7:9. Trotz der misslichen Ausgangslage starteten die Gastgeber so bravourös wie schon lange nicht mehr. Florian Haux und Klaus-Peter Specht gaben gegen Audrius Kacerauskas/Christian Schrand die Vorgabe zur Doppel-Führung, die das defensive Duo Sven Arnhardt/Arnd Ahlbrecht gegen Agnius Kacerauskas/Rimas Levis sogar sensationell zum 2:0 verlängerten. Die beiden jungen Litauer Nationalspieler kassierten damit auch ihre erste Niederlage in dieser Disziplin. Es war sogar eine Totalausbeute möglich, aber Nick Holland und Pawel Jerominek ging auf der Ziellinie des Entscheidungssatzes die Luft aus. Zur Verzweiflung trieb der ehemals beste Abwehrspieler Niedersachsens, Arnhardt, Rimas auch im Einzel. Mit Schnittwechseln luchste der 37-Jährige seinem 20 Jahre jüngeren Widersacher in fünf hochklassigen Sätzen einen Punkt ab. Als auch noch Kapitän Haux dem besten Spieler in der Mitte, Kristof Sek, den Schneid abkaufte und Ahlbrecht auf 5:2 erhöhte, schien sich sogar eine Sensation anzubahnen. Knappe Niederlage von Holland und Specht gegen Sohn und Vater Kacerauskas ließen den Vorsprung jedoch wieder schmelzen.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste die Regentschaft, obwohl sich Arnhardt, Holland und Haux gegen das litauische Trio über weite Strecken tapfer wehrten. „Das war schade. Wir haben uns teuer verkauft. Flo und Klaupe haben im vierten Satz noch 8:5 geführt und dann leider nach einem Timeout auch den Entscheidungssatz gegen Kacerauscas/Lesiv verloren“, bedauerte Arnhardt.

MTV Jever – MTV Wolfenbüttel 9:2. Gegen Jever verlief der Auftakt weniger erfreulich – 0:3 nach den Doppeln. „Wir hatten allerdings Chancen, zumindest zwei zu gewinnen“, betonte Arnhardt, der seine ansteigende Form auch gegen den polnischen Abwehrstrategen Adrian Dugiel in fünf Sätzen erfolgreich unter Beweis stellte.

Für die zweite Ergebniskosmetik sorgte Haux, der Florian Laskowski 3:1 bezwang. Erneut gute Noten verdiente sich auch Nachwuchshoffnung Jerominek trotz seiner unglücklichen 9:11-Schlappe im Finaldurchgang gegen Patrick Kaulrautz.

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