MTV darf zwei Teams ins Rennen schicken

Wolfenbüttel.  Die Landesligen in Niedersachsen werden neu organisiert. Auch Schladen hat Chancen auf die Qualifikation.

Jana Ballschuh (MTV Wolfenbüttel) wurde 2018 mit ihrem Team Zweite der Verbandsliga.

Jana Ballschuh (MTV Wolfenbüttel) wurde 2018 mit ihrem Team Zweite der Verbandsliga.

Foto: katrin Hoffmann

Neu, attraktiver, fairer– so sollen die neuen Landesligen in 2019 das Gerätturnen in Niedersachsen für Aktive und Zuschauer beleben. Die wichtigste Neuerung: kein direkter Einstieg in die 4 neuen Ligen über die Bezirksqualifikation. Nur eine Mannschaft pro Turnbezirk steigt in die unterste Landesliga 4 auf.

Zwischen den Ligen steigen jeweils zwei Teams am Saisonende auf und ab. Die jährliche Qualifikation über den Bezirk entfällt für die Landesliga-Mannschaften. Attraktiver wird es durch die höheren Anforderungen: In den Ligen 3 und 4 müssen Kürübungen gemäß der Leistungsklasse 2 geturnt werden, in der Landesliga 2 müssen zusätzlich am Stufenbarren, Balken und Boden B-Abgänge, wie etwa der Schraubensalto, gezeigt werden.

In der höchsten Landesliga werden die Übungen der Leistungsklasse 1 gefordert. Das bedeutet am Boden akrobatische Verbindungen mit zwei verschiedenen Salti oder am Stufenbarren Elemente mit Handstand, Flugteile und natürlich die schwierigeren Abgänge. Kürübungen nach Leistungsklasse 3 und Pflichtübungen gibt es nicht mehr. Fairer wird die Landesliga, weil die besten Mannschaften aufsteigen müssen. Bisher turnten einige Teams lieber eine Liga tiefer, anstatt sich mit der stärkeren Konkurrenz zu messen.

Die Verbands- und Oberliga fällt damit weg, ebenso wie die Landesklasse, in der bisher das Pflichtprogramm der AK-Aussteiger geturnt wurde.

Erstmals spannend wird es schon vor dem Ligastart, denn am 9. und 10. Februar kämpfen 46 Mannschaften erstmal um die 34 Startplätze in den vier Landesligen. Zwei Tage lang wird in Bad Iburg geturnt. Und erst am Sonntagabend werden die Ligen für die Saison 2019 feststehen.

Die wohl stärksten Teams des Turnbezirks Braunschweig kommen aus dem Landkreis Wolfenbüttel. Und so sind auch die Erwartungen aus Fan- und Fachkreisen hoch, was die Positionierung der drei Mannschaften in diesem Wettkampf angeht.

Der MTV Wolfenbüttel darf sogar zwei Mannschaften ins Rennen schicken. Die im letzten Jahr so erfolgreichen Youngster treten ohne Yella Wagenschein an, die erstmals in diesem Jahr für die KTG Hannover II in der Regionalliga starten wird. Dafür haben sie sich mit Sophie Peter, Neuzugang vom SV Veltheim, verstärkt. Trainerin Anke Kahmann zu ihren Großen: „Da wir in unserem ehemaligen Verbandsligateam auf drei Turnerinnen verzichten müssen, haben wir mit einigen Turnerinnen der Leistungsklasse 3 aufgestockt.“

Auch der MTV Jahn Schladen hat aus zwei, eins gemacht: „Da zwei Leistungsträger nach schweren Verletzungen immer noch nicht einsatzbereit sind, starten die drei Landesklassen-Sieger vom letzten Jahr mit den Routiniers der Kür zusammen,“ berichtet Annett Balzer.

Beide Vereine halten bei den Prognosen den Ball flach. Gerade durch die neuen Zusammensetzungen und zum Teil neuen Übungen sollen sich die Teams einfach nur in einer der neuen Landesligen wiederfinden.

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