200 Zuschauer begleiten das Projekt

BAC-Boxer Melis Abdulaev (in blau) musste sich nach drei Runden geschlagen geben.

BAC-Boxer Melis Abdulaev (in blau) musste sich nach drei Runden geschlagen geben.

Foto: Olaf Hahn

Wolfenbüttel.  Mit dem ersten Kampftag in Wolfenbüttel begann das vom Vorstand des Boxverbandes Hannover-Braunschweig-Lüneburg (HBL) ausgerufene Projekt „Die Region boxt für Demokratie“.

Der Sportwart des HBL und Präsident des Box-Athletic-Clubs Wolfenbüttel (BAC), Ulrich Hackbarth, wies zu Beginn hin, wie wichtig Demokratie im Sport und vor allem die Zusammenarbeit mit Sportlern aus anderen Geburtsländern seien. Zudem hielt Hackbarth alle Gäste dazu an, darüber nachzudenken, wie es ohne die vielen Spitzensportler mit Migrationshintergrund um den Deutschen Sport bestellt wäre.

Zuschauer sind überrascht

Pünktlich um 18 Uhr konnten die 15 sehr ausgeglichenen Wettkämpfe beginnen. Sportler aus Lüneburg, Schöningen, Goslar, Seelze, Wunstorf, Celle, Salzgitter, Hildesheim, Delmenhorst, Peine, Braunschweig, Nienburg, Hannover und natürlich Wolfenbüttel waren angereist, um ihre Solidarität mit der Demokratie zu beweisen.

Die zum Teil vollkommen neuen Gesichter in den Reihen der Zuschauer seien laut Hackbarth verblüfft gewesen, dass Sportler, deren Länder sich nicht wohl gesonnen seien, ihre zum Teil sehr harten Kämpfe bestritten, sich nach der Urteilsverkündung kritiklos in den Arm nahmen und ihrem Gegner gratulierten.

Ein BAC-Boxer reißt alle mit

Nicht so gut lief es für drei der vier eingesetzten BAC-Boxer. Melis Abdulaev unterlag nach starker Anfangsphase seinem Gegner Enrico Rahlmeier aus Hildesheim nach Punkten. Nooryli Azizi verlor gegen den starken Braunschweiger Rob Sarkisian, „weil er sich zu sehr auf einen Schlagabtausch einließ und somit die boxerische Linie vernachlässigte“, wie Hackbarth bemängelte. Robert Ostermann (Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm) wollte zu viel mit Kraft erreichen, vernachlässigte dadurch seine Deckung und musste sich somit knapp nach Punkten geschlagen geben.

Den schönsten Kampf des Abends bestritten Mert Yikilmaz, türkischer Herkunft von den Tigers Salzgitter, und Jonathan Marques da Silva, brasilianischer Herkunft vom BAC Wolfenbüttel. „Sie boten den Zuschauern drei technisch hochklassige Runden, bei denen die Zuschauer noch einmal richtig mitgerissen wurden“, sagte Hackbarth. Am Ende musste jedoch der Salzgitteraner dem BAC-Boxer zugestehen, dass dieser immer eine Hand mehr im Ziel hatte. Somit wurde der Sportler aus Wolfenbüttel einstimmiger Sieger nach Punkten.

Am Wochenende geht es weiter

Um 21.30 Uhr war die Veranstaltung vorbei, doch schon am kommenden Samstag folgt um 16 Uhr in der Ostertal-Sporthalle in Salzgitter der zweite Teil des Projektes „Die Region boxt für Demokratie“.

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