Arnhardt und Ahlbrecht zeigen im Doppel Nerven

Sven Arnhardt (links) und Arnd Ahlbrecht brachten in ihrem Doppel eine 8:0-Führung nicht ins Ziel.

Sven Arnhardt (links) und Arnd Ahlbrecht brachten in ihrem Doppel eine 8:0-Führung nicht ins Ziel.

Foto: Klaus Zopp

Wolfenbüttel.  Zwar hat der MTV Wolfenbüttel zum Auftakt der Tischtennis-Oberliga gegen den Titelaspiranten SC Marklohe eine hohe 3:9-Niederlage kassiert, das Ergebnis spiegelt aber nicht den Verlauf der dreistündigen und teilweise äußerst spannenden Partie wider.

Tischtennis-Oberliga: MTV Wolfenbüttel – SC Marklohe 3:9. Besonders in der Anfangsphase fehlte den Lessingstädtern in der gut gefüllten Sporthalle am Rosenwall das Glück. So brachten Sven Arnhardt und Arnd Ahlbrecht das Kunststück fertig, gegen das Einser-Duo der Gäste Florian Buch/Nikolai Marek ein 8:0-Polster noch aus der Hand zu geben. „Wir haben einfach zu defensiv gespielt“, räumte Ahlbrecht ein, „und wurden dann auch nervös.“ Kapitän Florian Haux scheute sich nicht vor harscher Kritik: „Das darf einfach nicht passieren. Das war Unvermögen.“

Am Nachbartisch erging es dem MTV-Gespann Nick Holland/Klaus-Peter Specht fast ähnlich. Allerdings lag das Links-Rechts-Duo im Entscheidungssatz mit 4:10 zurück und punktete – begleitet von 80 begeisterten Fans – siebenmal in Folge. Dann vergab Holland allerdings den sicher geglaubten Matchpunkt zum 12:10. „Der Ball hat das Netz touchiert und ist von dort leider über den Tisch gegangen“, ärgerte sich der 30-jährige Angreifer.

Für den totalen Fehlstart sorgten Haux, der mit Nachwuchshoffnung Pawel Jerominek an seinem früheren Mannschaftskameraden Thilo Marschke und dessen Partner Andre Kamischke in drei Sätzen scheiterte. „Wir hätten durchaus nach den Doppeln 2:1 führen können“, bedauerte Haux, der in seinem ersten Einzel dem Angriffsdruck der neuen Nummer eins der Gäste, Florian Buch, nicht gewachsen war.

Dafür hatte sich Arnhardt von der Doppelpleite erholt und drehte gegen seinen früheren Mannschaftskameraden Marek einen 9:11, 7:11-Rückstand noch in einen 11:3, 11:1, 11:7-Triumph. Als Holland seinem ehemaligen Doppelpartner Marschke in vier Sätzen das Nachsehen gab, keimte sogar Hoffnung auf, zumal auch Specht dem früheren Jugend-Nationalspieler Matthias lange Paroli bot.

Das Aufflackern war jedoch nur von kurzer Dauer. Der Rückstand vergrößerte sich in der ersten Halbzeit auf 2:7. Nur Haux betrieb gegen Marek noch ein bisschen Ergebniskosmetik, die jedoch trotz einer 10:5-Führung im vierten Satz noch zu scheitern drohte und schließlich glücklich mit 14:12 endete.

„Natürlich wäre ein 9:5 oder 9:6 das gerechtere Ergebnis gewesen, aber Marklohe war einfach die ausgeglichenere Mannschaft. Ich bin mit unserer Leistung zufrieden“, sagte Haux trotz der Niederlage.

Punkte für den MTV:

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