Heidrich netzt doppelt, Wagner dreifach ein

Wendessens Abwehrchefin Franziska Lau (rechts) bringt FSG-Spielerin Jana Schirmer zu Fall. Den Freistoß nutzen die Gäste zum 1:4.

Wendessens Abwehrchefin Franziska Lau (rechts) bringt FSG-Spielerin Jana Schirmer zu Fall. Den Freistoß nutzen die Gäste zum 1:4.

Foto: Daniel Strauß / regio-press

Wolfenbüttel.  Durch einen klaren 6:1-Sieg gegen die FSG Eisdorf/Hattorf haben die Landesliga-Fußballerinnen des SV Wendessen ihre Ambitionen unterstrichen. Auch Bezirksligist SG RSV/Sickte/Hötzum feierte den dritten Sieg in Serie.

Landesliga Frauen: SV Wendessen – FSG Eisdorf/Hattorf 6:1 (3:0). Tore:

In den ersten 30 Minuten passierte jedoch nicht viel, weil die Gastgeberinnen viel zu langsam und ungenau spielten und Finja Heidrich in der Sturmspitze kaum Unterstützung erhielt. „Die Partie war ziemlich zerfahren, auch weil die Gegnerinnen ziemlich robust aufgetreten sind“, erklärte SVW-Trainer Marcel Döring direkt nach Abpfiff.

Einziger Höhepunkt in der Anfangsviertelstunde war ein Solo von Heidrich, deren Flachschuss Gästetorhüterin Lara Schirmer mit einer tollen Fußabwehr entschärfte. Das Führungstor fiel dann praktisch aus dem Nichts. Emily Bölsing fand mit ihrem Querpass die einstartende und bis dahin unauffällige Lina Heidrich, die ins lange Eck abschloss. Kurz darauf stand es 2:0. Nach Dribbling von Finja im Strafraum war es erneut ihre Schwester, die zunächst mit links abzog und den Abpraller dann mit rechts reindrückte.

„Die Führung hat uns dann den Schwung gegeben“, sagte Döring. Shari Scheer setzte das Leder nach toller Bewegung an die Oberkante der Latte, ehe sich der Seitentausch zwischen Lina und Julia Wagner bezahlt machte. Letztere zirkelte die Kugel mit ihrem starken linken Fuß mithilfe des linken Innenpfostens ins Netz und ließ nach der Pause noch den Dreierpack folgen. Torhüterin Nina Goldbach konnte sich dreimal auszeichnen, allerdings offenbarten die Rot-Weißen auch Abstimmungsfehler und Unsicherheiten. Beim Freistoßtor zum 1:4 durfte die FSG etwa den Ball ungehindert in den Sechzehner spielen.

SVW:

Bezirksliga Frauen: BSC Acosta II – SG RSV/Sickte/Hötzum 3:4 (2:1). Tore:

Obwohl die Gäste mit guter Besetzung antraten, war es im ersten Durchgang ein spielerisch dünner Vortrag. SG-Trainer Olaf Haake wusste, warum: „Die BSC-Spielerinnen sind uns auf dem engen Kunstrasenplatz auf den Füßen gestanden.“ Und gingen in Minute 32 nach einem verunglückten Abwehrschlag durch eine tolle Direktabnahme zum zweiten Mal in Führung – zuvor hatte Lena Kiel mit einem strammen 18-Meter-Schuss zum 1:1 ausgeglichen.

Als siegbringend erwies sich Haakes Entscheidung, die technisch starke und bewegliche Kira Curland von der Rechtsverteidigerposition auf Rechtsaußen zu stellen. Beim 2:2 setzte sie sich auf ihrer Seite hervorragend durch und traf ins lange Eck. Die weiteren Treffer entsprangen demselben Muster. So ging etwa Sarah Bost auf links an drei Gegenspielerinnen vorbei. „In der zweiten Halbzeit waren wir schon deutlich überlegen“, so der SG-Coach.

Trotzdem mussten seine Mädels nach einem Freistoßtor noch einmal zittern, Torhüter Luise Reitmann hielt aber den Sieg fest.

SG:ds

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder