Wolfenbütteler Teams bleiben ohne Sieg

SG-Spieler Niklas Fritz (von links, in rot) agierte auf der Spielmacherposition, Marcel Grabowski im rechten Mittelfeld.

SG-Spieler Niklas Fritz (von links, in rot) agierte auf der Spielmacherposition, Marcel Grabowski im rechten Mittelfeld.

Foto: Bernd-Uwe Meyer

Wolfenbüttel.  In der Fußball-Bezirksliga-Staffel 3 sind die Wolfenbütteler Teams am 6. Spieltag allesamt ohne Sieg geblieben. Der BV Germania und die SG Roklum/Winnigstedt verloren verdient, während der MTV II auswärts nicht über ein Remis hinauskam.

SV Emekspor Langelsheim – BV Germania Wolfenbüttel 4:1 (0:0). Tore:

BVG-Trainer Bilal Kötüz hatte im Vorfeld vor der starken Offensive des Aufsteigers gewarnt und sah sich bestätigt: „In der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keinen Zugriff. Es stand zwar 0:0, Emekspor war aber die bessere Mannschaft.“ Was den Coach aber noch viel mehr ärgerte, war, dass seine Spieler nicht das machten, „was wir uns vorgenommen haben.“

So waren die Blau-Gelben nach der Gelb-Roten Karte gegen den SV zwar 10 bis 15 Minuten lang ein bisschen am Drücker, stellten sich aber nicht clever an, weil sie das Spiel über die Außen vermissen ließen und viel zu harmlos waren.

Zudem patzten die Germanen in der Defensive: Beim 0:1 ging das entscheidende Luftduell verloren, beim 0:2 ließ sich Viktor Losing tunneln, bevor Torwart Niklas Pillasch seinen Gegenspieler im Sechzehner abräumte. Nach Judi Hamkos Anschlusstor machten die Wolfenbüttler auf und wurden ausgekontert. Kötütz’ Fazit: „Ein Punkt wäre nicht verdient gewesen.“

BVG:

SG Roklum/Winnigstedt – FC Heeseberg 1:3 (0:1). Tore:

Trotz der Niederlage im Freundschaftsderby gegen den FC Heeseberg war SG-Trainer Pascal Krafft mit der Einstellung seines Teams zufrieden: „Kampf und Teamgeist waren da.“ Die drei Gegentore seien dagegen zum Haareraufen gewesen, „weil wir defensiv ansonsten nicht viel zugelassen haben.“

Daran hatte auch der Schiedsrichter seinen Anteil. Beim Führungstor des FCH sei der Ball laut Krafft eher nicht hinter der Linie gewesen, zumal Torhüter Luc Hölemann beim Abfangen der Flanke das Netz nicht berührte. Komplett kurios wurde es zehn Minuten später: Niklas Wilkert erhöhte per Strafstoß auf 2:0, der Unparteiische hatte aber einen Lattentreffer gesehen und gab das Tor nicht.

Tim Grund, der für den gelb-rot-gefährdeten Peter Rumlich in die Partie kam, verkürzte für die Hausherren, die sich aber auch beim 1:3 nicht gut anstellten, als sich Hölemann und ein Verteidiger gegenseitig behinderten. „Heeseberg hat es clever gemacht und viele Diagonalbälle gespielt. Der Sieg geht in Ordnung“, räumte Krafft ein.

SG:

TSV Münchehof – MTV Wolfenbüttel II 0:0. Tore:

Beim Drittletzten TSV Münchehof verschenkte der MTV II zwei Punkte. „Das war ärgerlich, genauso wie der späte Ausgleich zum 2:2 gegen Roklum“, sagte MTV-Trainer Rusgar Yusuf. „Vor zwei Jahren hätten wir uns über das Unentschieden noch gefreut. Das Positive ist, dass wir uns jetzt darüber ärgern. Das zeigt die Qualität der Mannschaft.“

Die musste nicht nur mit einem hart aufgepumpten Gummiball, sondern auch einem katastrophalen Platz klarkommen. Dennoch waren die Siegchancen da. Erst verweigerte der Schiedsrichter den Gästen nach einem glasklaren Foul an Malik Ali den Elfmeter, dann ballerte Philipp Grötschel aus drei Metern über das Tor. Yusuf: „Den musst du machen.“ Grötschel: „Der ist so komisch aufgesprungen.“

MTV II:ds

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