Sobolewski schockt MTV spät

Dominik Rittel (rechts) im Zweikampf mit Heeslingens Rechtsverteidiger Sidney-Philipp Wix. Linksaußen Niklas Kühle (links hinten) durfte mal wieder in der Startelf ran, blieb aber weitestgehend blass.

Dominik Rittel (rechts) im Zweikampf mit Heeslingens Rechtsverteidiger Sidney-Philipp Wix. Linksaußen Niklas Kühle (links hinten) durfte mal wieder in der Startelf ran, blieb aber weitestgehend blass.

Foto: Daniel Strauß / regio-press

Wolfenbüttel.  Erst hatte Rico-René Frank die Riesenchance auf den Siegtreffer, im Gegenzug sorgte Marco Sobolewski für große Ernüchterung: Durch zwei ganz späte Tore verlor der Fußball-Oberligist MTV Wolfenbüttel gegen den Heeslinger SC und ging zum ersten Mal seit dem 21. Mai 2017 (1:3 gegen den 1. SC Göttingen 05) daheim mit einer Niederlage vom Platz.

MTV Wolfenbüttel – Heeslinger SC 1:3 (0:1). Tore:

Den ersten Schock für die Meesche-Kicker gab es schon in Minute zwei. Im Anschluss an eine kurze Ecke brachten die Gäste den Ball an den langen Pfosten, wo sich kein MTV-Akteur für Janis Müller zuständig fühlte. Auf sehr gut bespielbarem Rasen machten die Heeslinger in den ersten Minuten über die rechte Seite und den schnellen Malik Gueye viel Dampf und ließen das Spielgerät flach und präzise in den eigenen Reihen laufen.

Die Hausherren, bei denen Frank und Rechtsaußen Joscha Plünnecke hin und wieder die Positionen tauschten, ließen hingegen die nötige Körpersprache vermissen und kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe, wie Trainer Michael Nietz nach Abpfiff monierte. „Ihr müsst mal langsam ins Spiel finden, Jungs! Viel präsenter!“, forderte Co-Trainer Habil Turhan lautstark, nachdem Niklas Kühle bei einem Konter mit seiner Flanke Frank im Zentrum nicht gefunden hatte (25.).

Glück hatten die Lessingstädter in Minute 34, als HSC-Rechtsverteidiger Sidney-Philipp Wix die Kugel aus halbrechter Position mit gefühlten 120 km/h an die Latte nagelte.

Die Korrektur, die Nietz nach gut einer Stunde vornahm, zeigte Wirkung. Der Coach nahm Kühle und Dominik Rittel vom Feld, brachte die Offensivkräfte Ron Friedrichs und Jonas Klöppelt und stellte auf ein 4-4-2 mit Plünnecke im linken Mittelfeld um. „Die Wechsel haben uns gutgetan“, sagte Nietz, der das Auftreten seiner Jungs im zweiten Spielabschnitt absolut positiv fand: „Da waren wir richtig präsent.“

Ex-Germane Klöppelt profitierte bei seinem Fernschusstreffer zum Ausgleich davon, dass der Ball noch von einem Heeslinger Abwehrbein abgefälscht wurde. Vor 331 Zuschauern im Meesche-Stadion, die ihren Unmut über die Leistung des Schiedsrichters mehrfach kundtaten, besaß der MTV noch zwei dicke Gelegenheiten, „die wir leichtfertig vergeben haben“, so Nietz. Erst vergaß Frank nach einem kapitalen Querpass des HSC das Leder, als er Gästetorwart Arne Exner umkurven wollte, dann scheiterte – wie eingangs erwähnt – nach Sololauf von André Linek im Sechzehner.

Das rächte sich brutal. Zwar entschärfte der starke MTV-Keeper Philipp Steinke den Versuch von Gueye aus spitzem Winkel, der Nachschuss von Sobolewski saß aber. Ein Eigentor von Timur Abali sorgte für den Endstand.

MTV:

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder