Caroline Hajok im Dauereinsatz

Karlsfeld  Das Börßumer Tischtennis-Talent spielt in Kürze mit der deutschen Schüler-Nationalmannschaft in Spanien.

Als Belohnung für ihre starken Leistungen darf die Börßumerin Caroline Hajok beim internationalen Turnier in Spanien antreten.

Als Belohnung für ihre starken Leistungen darf die Börßumerin Caroline Hajok beim internationalen Turnier in Spanien antreten.

Foto: Klaus Zopp

Die Medaillenträume von Caroline Hajok gingen bei den deutschen Tischtennis-Jugendmeisterschaften, die in Karlsfeld (bei München) stattfanden, nicht in Erfüllung. Damit konnte die drittbeste A-Schülerin der Republik allerdings auch nicht rechnen. Zu groß war die Leistungsdichte der bis zu drei Jahre älteren Gegnerinnen.

Trotzdem unterstrich die 14-jährige Börßumerin ihr großes Talent. Im Doppel erreichte die Schüler-Nationalspielerin an der Seite ihrer Klassenkameradin Amelie Rocheteau – beide besuchen das Sportgymnasium Hannover – unerwartet das Viertelfinale. „Darüber hat sich Caro riesig gefreut“, berichtete deren Vater Bernd Hajok stellvertretend.

In der ersten Hauptrunde schaltete das eingespielte Duo Sarah Mantz und Katharina Binder (Baden-Württemberg) locker in drei Sätzen aus. Im Achtelfinale setzten sie sich gegen die deutlich älteren Katja Brauner und Melanie Huremovic (Westdeutschland) ebenso klar durch (11:7, 11:5, 11:4).

Das Weiterkommen in die Medaillenränge verhinderten anschließend Vivien Scholz (Hamburg) und Natalie Wulf (Berlin). Sie profitierten bei ihrem knappen Fünfsatzerfolg gegen Hajok und Rocheteau insbesondere im Entscheidungssatz mehrfach von Netz- und Kantenbällen. „Caro und Amelie lagen bereits 1:5 zurück, holten dann aber auf und glichen zum 9:9 aus. Ihre Aufholjagd wurde aber wegen der Glücksbälle ihrer Gegnerinnen nicht belohnt“, berichtete Bernd Hajok. Den Titel gewannen letztlich Theresa Kraft und Yuko Imamura.

Im Einzel hatte sich Caroline Hajok den Einzug ins Hauptfeld als Ziel gesetzt. Allerdings musste sie sich in ihrer Gruppe mit der besten deutschen A-Schülerin Lili Eise auseinandersetzen. „Leider reichte es nicht. Sie verlor gegen Lili in vier Sätzen und auch gegen die deutlich ältere Gruppensiegerin Teresa Ströher“, berichtete Bernd Hajok. Auf der Habenseite stand lediglich ein 11:9, 11:1, 11:9-Erfolg gegen Hannah Herschel (Rheinland).

Die Pause nach diesem stressigen Turnier fiel nur kurz aus, weil Caroline Hajok ihre Schule seit Mittwoch in Berlin beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ vertritt. Dort will die Mannschaft zumindest das Finale erreichen.

Eine freudige Botschaft kam in dieser Woche auch vom Deutschen Tischtennisbund. Die Börßumerin darf die deutschen Farben mit der Nationalmannschaft bei den hochklassig besetzten internationalen Spanish Junior und Cadet Open in Platja d`Aro (Spanien) vertreten. „Auch diese Nominierung ist für Caro eine großartige Sache“, teilte Bernd Hajok mit.

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