Zwei starke Spielzeiten fordern nun ihren Tribut

Bortfeld.  Den Drachen fehlt bei Auswärtsspielen in der Handball-Landesliga ein wenig die Frische.

Maximilian Duschek hatte im Sommer eine längere Regenerationszeit und wirke laut Trainer Martin Kays deshalb in den Spielen sehr frisch.

Maximilian Duschek hatte im Sommer eine längere Regenerationszeit und wirke laut Trainer Martin Kays deshalb in den Spielen sehr frisch.

Foto: Henrik Bode

Stolz sind die Landesliga-Handballer der SG Zweidorf/Bortfeld auf ihre Heimstärke. In den letzten zwei Spielzeiten kassierten sie jeweils nur eine Niederlage. Und da es auch auswärts optimal klappte, spielten sie um die Meisterschaft mit. Doch das ist heute anders. Zu Hause sind die Drachen zwar noch eine Macht, doch auswärts ist der Wurm drin. Diese Diskrepanz versucht der vor der Saison verpflichtete Trainer Martin Kays nun zu erklären.

Der Drachencoach gibt eine mögliche Begründung ab: „Die letzten zwei Jahre, in denen die Mannschaft oben mitspielte und zweimal kurz vor dem Aufstieg stand, haben bei den Spielern eine gewisse Hypothek hinterlassen. Vor allem was die Verletzungen angeht.“ In der Endphase einer Meisterschaft würden die Spieler alles geben, powern sich aus und achten wenig auf ihre Gesundheit. „Zwischen der alten und neuen Spielzeit ist die Zeit einfach zu kurz, sich zu regenerieren. Und irgendwann ist der Akku leer“, erläutert Trainer Martin Kays seine Hypothese.

So habe es der Übungsleiter zumindest empfunden, als er zu Saisonbeginn die Mannschaft übernahm. „Die Zeit der Vorbereitung war einfach zu kurz, so dass einige Spieler angeschlagen die neue Saison bestritten. Und jetzt fordert der Körper dafür Tribut“, empfindet der Drachencoach aber Respekt, dass sich die Spieler immer wieder aufraffen und ihr bestes geben. Vor allem in den Heimspielen in der neuen Bortfelder Sporthalle ist das so, um die eigene Fans nicht zu enttäuschen. Und das, obwohl auch die Rückrundenpause zur Rekonvaleszenz nicht ausgereicht habe.

Dass es auch anders laufen kann, zeige das Beispiel Maximilian Duschek. Der Außenspieler fehlte während der Vorbereitungszeit häufiger als andere und sei daher frischer als der Rest des Teams, was er stets in den Spielen beweist.

Gegen Moringen, immerhin Dritter in der Tabelle, wollen die Drachen die unglückliche erste Heimniederlage gegen Warberg wieder wettmachen. „Alles andere als ein Sieg kann nicht unser Anspruch sein. Ich habe einen Plan und hoffe, dass er aufgeht. Wir werden zumindest alles in die Waagschale werfen“, verspricht Martin Kays.

Allerdings muss er auf Torwart Jan Pursche verzichten und möglicherweise auch auf seinen Spielmacher Gerrit Büüs, der sich vor einer Woche in Northeim verletzte. Der Gast aus Moringen hat ähnliche Probleme wie die Drachen und gewann in diesem Jahr noch keine Partie. „Und das soll auch nach ihrem Gastspiel bei uns so bleiben“, meint SG-Leiter Sigurt Grobe und verweist auf den Umstand, dass seine Mannschaft bei 15:15 Punkten nur noch fünf Zähler Vorsprung zum Relegationsplatz hat.

Handball-Landesliga, Männer:

SG Zweidorf/Bortfeld – MTV Moringen

(Sonntag, 17 Uhr Sporthalle Bortfeld)

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