Fußball-Kreisliga

3:2 – Wesendorf-Stürmer Lasse Bomball ballert Müden runter

| Lesedauer: 3 Minuten
Lass dich drücken! Lasse Bomball (Nummer 23) war der Matchwinner für den Wesendorfer SC.

Lass dich drücken! Lasse Bomball (Nummer 23) war der Matchwinner für den Wesendorfer SC.

Foto: Jens Neumann / regios24

Hillerse.  Der Siegtreffer für den Wesendorfer SC im Relegationsspiel um den Klassenerhalt gegen TuS Müden-Dieckhorst fällt in der Nachspielzeit.

Was war das zum Abschluss bitte noch einmal für eine Achterbahnfahrt der Gefühle! Die Kreisliga-Fußballer des Wesendorfer SC führten im Relegationsspiel um den Klassenerhalt gegen den TuS Müden-Dieckhorst zur Pause mit 2:0, kassierten dann einen Doppelschlag zum Ausgleich – und jubelten in der zweiten Minute der Nachspielzeit in Hillerse über den 3:2-Siegtreffer.

Lasse Bomball war es, der Müden runter ballerte! Ein letzter langer Ball von Routinier Stefan Pikzak, und der WSC-Stürmer eilte allen davon, ließ sich auch von Müdens Jürgen Wolfram nicht mehr zu Boden reißen und vollstreckte überlegt zum 3:2. Sekunden später lag gefühlt ganz Wesendorf auf ihm – und mit dem Abpfiff war der Angreifer erneut das Ziel Nummer 1 der Fans.

Lasse Bomball bringt Wesendorf in der 9. Minute in Führung

Lasse Bomball war es auch gewesen, der die Müdener vor 400 Zuschauern eiskalt erwischt hatte. Ein kluger Steckpass, und der Stürmer tauchte frei vor TuS-Schlussmann René Conrad auf und markierte das frühe 1:0 (9.). In der Folgezeit waren die Müdener fußballerisch zwar die bessere Mannschaft, doch gejubelt wurde erneut auf der anderen Seite. Justus Kelm krönte seinen Sololauf nach einer halben Stunde mit dem zweiten WSC-Treffer.

Kurz nach Wiederanpfiff hätten die beiden „Hauptdarsteller“ dann den Sack zumachen können: Kelm (47.) und Bomball (53.) zogen im Eins-gegen-Eins mit Conrad den Kürzeren und verpassten somit das 3:0. Und das sollte sich postwendend rächen: Eine Flanke segelte durch den WSC-Strafraum, Robert Plinke war zur Stelle, verkürzte per Kopf zum 1:2 (55.). Nur 100 Sekunden später hieß es 2:2, als Edwin Berg von Jürgen Wolfram bedient wurde und nicht mehr aufzuhalten war.

Müden hat mehr Spielanteile

Nun war Müden obenauf, hatte klar mehr vom Spiel. Viel Zwingendes gab es aber auf beiden Seiten nicht mehr. „Ich hatte mich schon auf die Verlängerung eingestellt. Es war ein Herzschlagfinale“, räumte Wesendorfs Coach Christian Müller ein. Doch dann kam noch dieser eine letzte lange Ball...

„Müden hat schon in der ersten Halbzeit mehr Anteile gehabt. Wir haben unsere Chancen aber eiskalt genutzt“, konstatierte Müller und schob nach: „Mir tut es leid für Müden und Sven-Arne Börner. In der zweiten Halbzeit hätten wir das 3:0 machen müssen. Nach dem Doppelschlag waren wir komplett von der Rolle.“

Müllers Gegenüber Sven-Arne Börner meinte: „Es war alles dabei. Wir spielen eine schlechte erste Halbzeit, kommen gut aus der Pause, machen den Doppelschlag zum Ausgleich. Und dann ist es am Ende wieder das alte Leid. Es ist nicht das erste Mal, dass wir in dieser Saison solche Gegentore kassiert haben.“ Doch dieser Gegentreffer, er war eben doppelt bitter, denn er besiegelte den Abstieg des Kreispokalsiegers. „Alle sind niedergeschlagen. Wir müssen das erst einmal sacken lassen“, erklärte Börner.

Tore: 1:0 Bomball (9.), 2:0 Kelm (31.), 2:1 Plinke (55.), 2:2 Berg (57.), 3:2 Bomball (90.+2).

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