Ganz gut gespielt, aber „billige Gegentore“

Gifhorn.  Fußball-Oberliga: Ohne Chance war der MTV Gifhorn bei seiner 0:3-Niederlage bei Germania Egestorf-Langreder.

Wenige Tage nach dem Sieg im NFV-Pokal mussten sich Cedric Schröder (links) und der MTV Gifhorn dem 1. FC Germania Egestorf Langreder geschlagen geben.

Wenige Tage nach dem Sieg im NFV-Pokal mussten sich Cedric Schröder (links) und der MTV Gifhorn dem 1. FC Germania Egestorf Langreder geschlagen geben.

Foto: Darius Simka / regios24

Ein paar gute Phasen waren für den MTV Gifhorn beim Auswärtsspiel gegen Germania Egestorf-Langreder am Sonntagnachmittag zu wenig. Mit null Punkten, null geschossenen Toren, aber drei Gegentoren im Gepäck musste der MTV die Heimreise antreten. Durch das 0:3 (0:1.) bleiben die Mühlenstädter in der unteren Tabellenhälfte stecken.

Rotation retour: Hatte Coach Michael Spies am Mittwoch beim 1:0-Sieg gegen Egestorf seine Startelf auf sechs Positionen im Vergleich zum Spiel gegen Arminia Hannover (2:1) umgebaut, so gab es diesmal nur einen Wechsel im Vergleich zum letzten Punktspiel. Noah Moreno Silva begann im 4-2-3-1-System im rechten Mittelfeld anstatt von Lasse Denker.

Beide Teams waren nach gut einer Viertelstunde jeweils mit einem Distanzschuss gefährlich. Danach war es nur noch Egestorf-Langreder, das für Gefahr sorgte. In der 33. Minute war es dann so weit: Am eigenen Strafraum ließen die Gifhorner die Gastgeber unbedrängt kombinieren. Eine schlaue Flanke aus dem Rückraum auf den zweiten Pfosten verwandelte Lennart Novotny volley zur Führung für Germania. Das hatte sich angebahnt. Mit diesem gerechten Zwischenergebnis ging es auch in die Pause.

Für die zweite Hälfte hatte sich Gifhorn etwas vorgenommen – und hatte den Torschrei in der 59. Minute schon auf den Lippen. Doch Germanias Schlussmann Ole Schöttelndreier verhinderte mit einer überragenden Glanztat den Ausgleich durch Cedric Schröder, der eine eigentlich unhaltbare Direktabnahme auf das Tor abgefeuerte hatte. Statt des 1:1 bekamen die Zuschauer wie aus dem Nichts, mitten in der Gifhorner Drangphase, den zweiten Treffer der Heimmannschaft zu sehen: Freistoß auf den zweiten Pfosten, dort stieg Robin Gaida hoch und nickte ein (65.). Das 0:3 aus Gifhorner Sicht ließ auch nicht lange auf sich warten. Einen klasse Konter über Marko Ilic schloss Novotny ab – das 3:0, der Deckel war drauf.

Der MTV hatte sogar Glück, dass es nicht noch deutlicher wurde. Nach einem Fehler von Innenverteidiger Marc Upmann war Ilic frei vor Krull, scheiterte aber. Der Nachschuss Novotny klatschte nur an den Innenpfosten.

So blieb es beim in der Höhe verdienten 3:0 für die Germania. MTV-Trainer Michael Spies zog Bilanz: „Gefühlt waren wir besser im Spiel als am Mittwoch. Aber die Gegentore waren zu billig. Wir hatten die Riesenchance zum Ausgleich – und das wäre zu diesem Zeitpunkt auch verdient gewesen. Das Tor zum 0:2 hat uns dann aber voll die Luft genommen.“

MTV Gifhorn: Krull -– F. Schröder, Kemnitz, Upmann, Hashagen – Petry (82. Dünow), Igbinoba – Silva (62. Denker), Weinhauer (78. Wolf), Martinowski – C. Schröder.

Tore: 1:0 Novotny (33.), 2:0 Gaida (65.), 3:0 Novotny (72.).

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