Eintracht Lionpride peilt die Play-offs an

Braunschweig.  Die Braunschweiger Zweitliga-Basketballerinnen starten am Sonntag in Opladen in die neue Spielzeit.

intrachts Team für die Saison 2020/21: Sina Geilhaar (von links), Melody Haertle, Franka Wittenberg, Lina Falk, Veronika Slazyk, Merit Brennecke, Harriet Ottewill-Soulsby, Nina Rosemeyer, Stefanie Grigoleit, Morgana Sohn, Arianna Zampieri und Sydney Kopp.

intrachts Team für die Saison 2020/21: Sina Geilhaar (von links), Melody Haertle, Franka Wittenberg, Lina Falk, Veronika Slazyk, Merit Brennecke, Harriet Ottewill-Soulsby, Nina Rosemeyer, Stefanie Grigoleit, Morgana Sohn, Arianna Zampieri und Sydney Kopp.

Foto: Verein

Die Saisonvorbereitung mit Erfolgen gegen Erstligisten und die jüngsten Auftritte im Pokalwettbewerb lassen hoffen, dass die Zweitliga-Basketballerinnen von Eintracht Lionpride erneut vor einer erfolgreichen Spielzeit stehen. In der abgelaufenen Serie sah es bis zum vorzeitigen Abbruch wegen der Corona-Pandemie richtig gut aus. Die Blau-Gelben lagen auf Tabellenrang eins. Die Meisterschaft schien durchaus möglich.

„Wir haben es hinbekommen, wieder eine äußerst konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen“, sagt Coach Christian Steinwerth und ergänzt: „Wir wollen es in die Play-off-Runde schaffen.“ Die Personalplanungen waren allerdings alles andere als einfach. Denn den Löwinnen ist der Hauptsponsor abgesprungen, laut Manager Sven Rosenbaum coronabedingt. Ein mittlerer fünfstelliger Betrag fiel daher weg. „Die Situation ist schwieriger geworden“, sagt Rosenbaum, was die Akquise von Geldern betrifft.

Gerüst aus deutschen Talenten

Das Gerüst der deutschen Leistungsträgerinnen ist geblieben. Nina Rosemeyer und Merit Brennecke wirkten in der Vorbereitung sehr stabil, sollten den nächsten Sprung gemacht haben. Eine große Rolle ist auch für Lina Falk vorgesehen. Sie verletzte sich jedoch in der ersten Pokalrunde und fällt einige Wochen aus wie die bereits verletzten Aufbauspielerinnen Melody Haertle und Franka Wittenberg. Daher muss die neue amerikanische Spielmacherin Sydney Kopp momentan ohne große Verschnaufpausen auskommen. Geblieben ist auch die britische Centerspielerin Harriet Ottewill-Soulsby, die nun einen deutschen Pass besitzt.

Für Kopp ist es das erste Profijahr. Sie ist die Nachfolgerin von Toshua Leavitt, die zum Konkurrenten TG Neuss gewechselt ist. Daher verpflichtete Eintracht noch zwei routinierte Spielerinnen. Viel Erfahrung bringt die italienische Flügelspielerin Arianna Zampieri mit. Die 32-Jährige wurde beim Pokal-Aus gegen den Bundesligisten SV Halle mit 15 Punkten beste Werferin. Und mit Stefanie Grigoleit hat Eintracht einen Transfer-Coup gelandet. 2017 war die Allrounderin Nationalspielerin und konzentrierte sich seitdem mehr auf das Spiel 3x3. Zwei Rückkehrerinnen ergänzen das Team: Morgana Sohn spielte eine Saison in Krofdorf. Veronika Slazyk war zuletzt für die eigene Reserve aktiv.

Reduzierter Play-off-Modus

Ein reduzierter Play-off-Modus – die Liga möchte wegen Corona möglichst wenig Spiele nach der Hauptrunde – erschwert das Abschneiden. Statt acht ziehen jeweils nur vier Teams aus der Nord- und Südstaffel in die Meisterrunde ein. Zunächst spielen dann der Erste gegen den Vierten sowie der Zweite gegen den Dritten der Staffel nur ein Entscheidungsspiel aus. Mit einem weiteren Entscheidungsspiel geht es dann für die Gewinner gegen die zwei verbliebenen Südteams weiter. „Das birgt Gefahr. Ein schwaches Spiel kann die Saison beenden. Mit zwei Play-off-Siegen steigt man allerdings in die Bundesliga auf“, sagt Steinwerth. So einfach war der Gang in die höchste Spielklasse noch nie. Eine Play-off-Serie wäre ihm aber lieber gewesen.

Rheinland Lions sind Favorit

Großer Favorit sind die Rheinland Lions. Die Mannschaft bietet mehrere internationale Topspielerinnen wie die frühere Braunschweigerin Eva Rupnik aus Slowenien und in Romy Bär (33 Jahre, 79 Länderspiele) eine der besten deutschen Spielerinnen der vergangenen zehn Jahre auf. Auch die Rotenburg Hurricanes gelten als sehr stark. „Die Liga ist diese Saison so stark wie wir sie eigentlich vorige Saison erwartet haben,“ verdeutlicht der Coach. Mit dem Abstiegskampf sollten seine Löwinnen aber nichts zu tun bekommen.

Nächstes Spiel: BBZ Opladen – Lionpride, Sonntag, 16.30 Uhr.

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