Rad-Bundesliga: Sven Redmann wird bester Nachwuchsfahrer

Braunschweig.  Sven Redmann durchlebt zum Saisonabschluss ein schwieriges Rennen in der Rad-Bundesliga – doch das Ende entschädigte.

Sven Redmann (2. von links) im Nachwuchs-Siegertrikot der Rad-Bundesliga.

Sven Redmann (2. von links) im Nachwuchs-Siegertrikot der Rad-Bundesliga.

Foto: Privat / oh

Es war eigentlich ein Tag zum Vergessen, aber einer mit einem versöhnlichen Ende. Beim letzten Rennen der Rad-Bundesliga, die am vergangenen Wochenende gleichzeitig als deutsche Meisterschaft am Berg galt, wurde Sven Redmann nur 40. – ein Ergebnis, das ihn enttäuschte. Allerdings behielt der aus Salzgitter stammende Rennrad-Profi vom Kölner Team Dauner Akkon in der Nachwuchswertung die Nase vorn.

Sven Redmann – Beim RSV 1923 ausgebildet

Der Lohn: Der ehemalige Fahrer des RSV 1923 Braunschweig durfte das violette Trikot des führenden der jüngsten Fahrer behalten und sicherte sich Platz sieben im Gesamtklassement aller Fahrer. Es war ein schöner Erfolg im letzten Wettkampf der Saison, die die erste in der Profi-Laufbahn Redmanns war und die angesichts der Corona-Pandemie unter besonderen Voraussetzungen vonstatten ging.

Der finale Streich vor der mehrwöchigen Erholungspause hatte es allerdings in sich. Gegen 188 Kontrahenten auf dem Kurs mit 3300 Höhenmetern kam Redmann nicht gut vom Start weg. Eine 20 Mann starke Ausreißergruppe musste er gewähren lassen und befand sich lange dahinter. Er ging allein auf Angriff. „Da ich mit Abstand nicht zufrieden war und zeigen wollte, was ich kann“, erklärte der junge Radprofi.

Sven Redmann kämpft sich heran – und hat neue Ziele

Doch es half nichts. Als er sich herangekämpft hatte, verließen ihn so ein bisschen die Kräfte, und er verlor auf den letzten drei Kilometern viel Zeit. Bergab ließ er es rollen und wurde überholt. „Ein echt miserables Ergebnis, mit dem ich zu einhundert Prozent nicht zufrieden mit mir bin“, haderte Redmann.

Dass es dennoch für das Nachwuchstrikot reichte, freute ihn allerdings sehr. Schließlich waren die Ergebnisse in den vorangegangenen Rennen gut gewesen. Redmann bezeichnete es als große Ehre, dieses Trikot erfahren zu haben. Der Ansporn, künftig konstanter abzuliefern, ist gegeben. Doch nun sind erstmal zwei bis vier Wochen Erholung angesagt. „Doch ich bin heiß“, sagt der junge Fahrer, der in seiner ersten Saison durchaus für Furore gesorgt hat. „Ich will unbedingt auf ein neues Level zurückkommen und Richtung des deutschen U23-Titels schauen.“ Die nächsten Ziele sind also gesteckt.

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