Feuerwerk der Turnkunst ins Frühjahr 2021 verschoben

Braunschweig.  Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das Feuerwerk der Turnkunst. Für die Veranstaltungen gibt es sogar einen Plan C

Das Duo Angeles aus Kuba ist Teil des Ensembles beim Feuerwerk der Turnkunst 2021, der Hard Beat-Tournee.

Das Duo Angeles aus Kuba ist Teil des Ensembles beim Feuerwerk der Turnkunst 2021, der Hard Beat-Tournee.

Foto: Veranstalter / feuerwerk der turnkunst

Jedes Jahr im Winter strömen knapp 20.000 Menschen in die Braunschweiger Volkswagen-Halle, um sich in drei Shows vom „Feuerwerk der Turnkunst“ unterhalten zu lassen. Nicht so in diesem Winter. Die Verantwortlichen haben sich aufgrund der Corona-Pandemie für eine Verlegung der Deutschlandtour mit insgesamt
31 Auftritten in 19 Städten entschieden. Die Show mit dem Titel „Hard Beat“ wird jetzt im März und April 2021 zu sehen sein – wenn es das Infektionsgeschehen zulassen wird.

In Braunschweig soll das Spektakel jetzt kurz nach den Osterferien am 16. (19 Uhr) und 17. April
(14 und 19 Uhr) über die Bühne gehen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Sollte der Ausweichtermin dem Besucher nicht passen, erhält er sein Geld zurück.

„Es sind für Braunschweig schon einige Tausend Tickets verkauft. Die Nachfrage ist da, die Menschen wollen die Show sehen“, sagt Michael Bauer vom veranstaltenden Niedersächsischen Turnerbund (NTB). „Für uns und die gesamte Veranstaltungsbranche ist die Situation nicht einfach, aber wir sind guter Dinge, dass wir mit der Verschiebung endlich wieder Leben in unseren nahezu brachliegenden Veranstaltungs- und Kulturbetrieb bringen können“, erklärt Wolfram Wehr-Reinhold, Geschäftsführer der Turn- und Sportfördergesellschaft des NTB.

Wichtig für die Zuschauer: Alle Künstler werden wie angekündigt dabei sein. Lediglich die beiden Starturner Andreas Toba und Marcel Nguyen werden wegen ihrer Vorbereitung auf die ebenfalls auf 2021 verlegten Olympischen Spiele nicht mitwirken können.

Für die Organisatoren bedeutete die Verschiebung einen enormen Aufwand. In allen Städten musste nach möglichen Ausweichterminen gesucht, diese mit den auftretenden Künstlern abgestimmt und schließlich ein neuer Tourplan erstellt werden. Am Ende gelang das Vorhaben gut. Mit Kassel, Mannheim und Wetzlar gelang es nur in drei Fällen nicht, passende Ausweichtermine zu finden. Die Stationen sollen jetzt zum Jahreswechsel 2020/21 bespielt werden

Aber natürlich könnte eine nochmalige Verlegung auf diesen Zeitraum auch der ganzen Tour drohen. Denn klar ist: Bei einer Hallenauslastung von 50 Prozent oder weniger ist die Tour nicht wirtschaftlich und deshalb nicht finanzierbar. „Deshalb werden wir die Tournee nur in der gewohnten Form fahren“, sagt Wolfram Wehr-Reinhold. Heißt: Alle Plätze werden besetzt. Ob das bereits im Frühjahr realistisch ist, bleibt abzuwarten.

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