U19-Regionalliga: Saisonstart für Eintracht und Freie Turner

Braunschweig.  Die U 19-Fußballer von Eintracht und den Freien Turnern starten Samstag in die Regionalliga-Saison.

In der vergangenen Spielzeit trafen die U19 Teams der Freien Turner und Eintrachts zweimal aufeinander. Einmal spielten die Mannschaften 1:1, einmal gewannen die Blau-Gelben 3:1. Von den Akteuren im Bild ist jetzt nur noch Simon Toprakli (links) dem Kader der Freien Turner erhalten geblieben.

In der vergangenen Spielzeit trafen die U19 Teams der Freien Turner und Eintrachts zweimal aufeinander. Einmal spielten die Mannschaften 1:1, einmal gewannen die Blau-Gelben 3:1. Von den Akteuren im Bild ist jetzt nur noch Simon Toprakli (links) dem Kader der Freien Turner erhalten geblieben.

Foto: Florian Kleinschmidt / BestPixels.de

Nur zwei Siege aus 16 Partien – die vergangene Saison lief für die U19-Fußballer der Freien Turner alles andere als gut. Nach der Quotientenregel landete das Team letztlich auf dem drittletzten Rang. In der am Wochenende beginnenden Regionalliga-Spielzeit soll nun einiges besser werden – vor allem will Trainer Sascha Wiegleb aus charakterlich starken Einzelspielern eine Einheit mit viel Teamgeist ins Rennen um den Klassenerhalt in der zweithöchsten Spielklasse schicken.

Über die abgelaufene Saison möchte Wiegleb gar nicht mehr viele Worte verlieren. Zumal er erst im November Sebastian Mundruc als Coach ablöste. Fakt ist: Wiegleb vollzog im Sommer einen harten Schnitt. Nur noch drei Spieler der vergangenen Saison gehören weiter zum Kader. Sieben sind in den Oberliga-Herrenkader der Turner hochgerückt. Auch Wieglebs Assistenten wechselten. Fortan arbeitet der Chefcoach mit Bastian Krienke und Muhammed Grosonja zusammen.

„Wir haben alles dafür getan, einen möglichst guten Kader zusammen zu stellen“, erklärt Wiegleb. Die Mischung stimme, alle Positionen seien in dem 24 Mann starken Aufgebot doppelt besetzt. Allerdings: Der Trainer arbeitet mit einem sehr jungen Kader, nur sechs seiner Schützlingen sind dem älteren 2002er-Jahrgang zuzurechnen.

Der größte Teil der Spieler ist aus der U17 aufgerückt – aus jener Mannschaft, die Wiegleb bis zur Übernahme des U 19-Traineramts selbst geführt hatte. Nicht alle schafften den Sprung. „Einigen mussten wir leider auch klar machen, dass wir für die U 19 nicht mit ihnen planen, meint der Trainer. Acht Akteure holte der 42-Jährige von anderen Klubs – darunter acht Spieler von Germania Wolfenbüttel, die bereits früher in der Turner-Jugend gespielt hatten.

Dass die kommende Saison schwer werden wird, wissen bei den Turnern alle. Vor allem die Abstiegsregelung verspricht einen langen Kampf: Am Ende werden 6 der insgesamt 17 Mannschaften absteigen und den Gang in die Oberliga antreten müssen. Anders als sonst wird es keine Hin- und Rückrunde geben. Jedes Team spielt nur einmal gegen die Konkurrenz. Im letzten Spiel vor der Winterpause werden die Turner am 6. Dezember zum Stadtduell bei Eintracht Braunschweig antreten.

Dort fiel der Wechsel nicht ganz so extrem aus wie beim Prinzenpark-Klub. Rund die Hälfte des bisherigen U 19-Kaders ist dort verblieben. Hinzu kamen acht Akteure aus der bisherigen U 17. Außerdem verpflichteten die Blau-Gelben fünf Spieler von externen Klubs: Ilhan Kizilhan (SC Paderborn), Kevin Klee, Leandro Almeida (beide SC Borgfeld) sowie Jona Renner und Luca-Alexander Wagner, beide vom VfL Wolfsburg.

Trainer Uwe Grauer, zuvor U17-Coach, bereitet das Team bereits seit Juli auf die neue Spielzeit vor. „Wir wussten nicht, wann es losgehen würde. Jetzt ist die Zeit mit neun Wochen sehr lang geworden, deshalb haben wir zwischendurch eine Pause eingelegt“, berichtet er.

Mit den Leistungen in den Testspielen ist der Ex-Profi insgesamt zufrieden. „Da steckt einiges an Wucht in der Truppe. Unser Ziel ist, ballsicher und aggressiv nach vorne zu agieren“, sagt Grauer. In der Offensive sieht der 50-Jährige noch am meisten Korrekturbedarf. „Da führen wir unsere Aktionen noch zu selten zu einem erfolgreichen Ende“, stellt Grauer fest.

In dieser Angelegenheit wird vor allem Grauers Assistent Ridha Kitar gefordert sein, der als Spezialist für offensive Übungsformen gilt. Darüber hinaus stößt mit Ex-Profi Marc Pfitzner ein weiterer Nachwuchscoach hinzu. „Er wird sich vor allem um die Defensivarbeit kümmern. Außerdem gehört die Videoanalyse ebenfalls zu Marcs Aufgabengebiet“, erklärt Grauer.

Der Chefcoach hält die Regionalliga für eine ausgezeichnete Spielklasse, um junge Akteure gut auszubilden. „In der Bundesliga ist es für einen Verein wie Eintracht immer ein Kampf, über dem Strich zu landen“, meint Grauer. Da sei auf Defensivarbeit ausgerichtet, die Offensive käme zu kurz. Insofern ist für die Blau-Gelben der Aufstieg kein Muss. Die vergangene Saison beendeten sie auf Platz sieben.

Eine Einschätzung zu den Favoriten in der Liga abzugeben, fällt nicht nur im Corona-Jahr schwer. Durch die stetige Fluktuation in den Jugendkadern ändert sich das Leistungsniveau innerhalb der Mannschaften von Saison zu Saison teils rasant. In der abgelaufenen Spielzeit schaffte der VfL Osnabrück den Sprung ins U19-Oberhaus. Mit dem Eimsbütteler TV schloss sich ein Überraschungsteam an.

Eintracht – JFV RWD Rehden, (Samstag, 13 Uhr, NLZ),

Freie Turner – SV Eichede, (Samstag, 14.30 Uhr, Prinzenpark).

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