Volkmarode schlägt gegen BSC Acosta doppelt zurück

Braunschweig.  Beim 2:2 im Bezirkspokal hadert Fußball-Landesligist BSC Acosta mit dem Schiedsrichter. Zwei Treffer sorgten für Zündstoff.

Volkmarodes Daniel Sgodzay (in Rot) schießt auf das Tor, BSC-Akteur Alexander Zabel versucht vergeblich seinen Gegenspieler daran zu hindern.

Volkmarodes Daniel Sgodzay (in Rot) schießt auf das Tor, BSC-Akteur Alexander Zabel versucht vergeblich seinen Gegenspieler daran zu hindern.

Foto: Darius Simka / regios24

Zwei Tore in der Schlussphase – da kochten die die Emotionen hoch. Aber vor allem fühlte sich Fußball-Landesligist BSC Acosta nach dem 2:2 im Bezirkspokal gegen den klassentieferen SV Rot-Weiß Volkmarode um den Sieg betrogen. „Ich sage selten etwas über Schiedsrichter, aber hier muss ich es“, schimpfte BSC-Coach Sami Gharbi. Grund für den Ärger: Beide Volkmaroder Treffer waren seiner Ansicht nach irregulär.

Doch wenn man der Chronologie des Spiel folgt, stand zunächst der BSC Acosta im Fokus. Die Hausherren erwischten die bessere erste Hälfte und gingen dank größerer Spielanteile nicht unverdient in Führung. Nach einer guten halben Stunde zog der gerade zuvor eingewechselte Nils Grams aus der Distanz flach ab – 1:0. Ansonsten war der erste Durchgang arm an Höhepunkten. Von Volkmarode war offensiv so gut wie nichts zu sehen.

„Da haben wir viel zu ängstlich gespielt. Das hat unser Trainer in seiner Ansprache kritisiert“, sagte Angreifer Stefan Kleinschmidt, der nach der Pause viel besser im Spiel war. Die Gäste spielten nun mutiger nach vorne, wagten die Pässe in die Tiefe. Kurz darauf stand der Torjäger im Mittelpunkt: Bei einer Flanke patzte BSC-Keeper Angelo Martinez, Kleinschmidt schob nach Vorlage ein. Klar abseits sei es gewesen, fand auch der Torschütze. Doch das Tor zählte.

Wer gedacht hatte, dass die Gastgeber jetzt wieder das Spiel an sich ziehen würden, sah sich getäuscht. Der BSC Acosta entwickelte weder Ideen noch Durchschlagskraft, zu vieles wirkte lethargisch. „Wir sind im Moment weit weg von Landesligatauglichkeit“, monierte Gharbi und vermisste zudem Galligkeit und Einsatz. Kapitän Patrick Mosenheuer beteuerte zwar, dass sich das Team von der ersten Minute voll reingehauen habe. Doch aufgrund vieler konditioneller Einheiten seien die Beine schwer, die Frische fehle. Fazit: „Wir können uns noch steigern“, so Mosenheuer.

Nach dem 1:1 war Volkmarode die etwas bessere Mannschaft, hatte bei Geron Amirpours Lattentreffer Pech. Kurz vor dem Ende schlugen dann noch einmal die Hausherren zu: Mosenheuer brachte einen Freistoß scharf in die Mitte, Filip Schuller hielt seinen Kopf rein – der BSC-Anhang jubelte. Aber dann die Nachspielzeit: Nach einer Szene in der BSC-Hälfte zeigte der Assistent Einwurf für den Landesligisten an. Der Schiedsrichter gab jedoch Freistoß für die Gäste. SV-Verteidiger Ole Probst nutzte die Flanke zum Ausgleich per Kopfball.

„Am Ende haben sicher ein bisschen die Kräfte gefehlt. Aber der Ausgleich zeigt, dass wir eine tolle Moral haben“, meinte Volkmarodes Kleinschmidt, dessen Team zuletzt in der Pokalpartie gegen Helmstedt aus einem 0:2 ein 3:2 gemacht hatte. Diesmal gelang ihr der zweimalige Ausgleich. „Die Jungs haben Spaß und wollen etwas erreichen“, meinte SV-Trainer Sven Scholze und sprach aufgrund der zweiten Hälfte von einem verdienten Punkt – auch wenn die Tore sicher umstritten gewesen seien.

Tore: 1:0 Grams (33.), 1:1 Kleinschmidt (51.), 2:1 Schuller (88.), 2:2 Probst (90.+3).

BSC: Martinez – Wald (46. Subotic), Runschke, Hajdari, Mosenheuer – Rudolf (64. Bülow), Zabel, Heine, Vergien - Ghorbani (32. Grams), Schuller.

Volkmarode: Stengel – Gebhardt, Bussenius, Probst, Nöh – Amirpour, Fiedler, Kramer (46. Subotic), Sgodzay, Kalup – Kleinschmidt (83. Gerstung).

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