Chandra-Treffer erlöst Lehndorfer TSV gegen SCW Göttingen

Braunschweig.  Der Sieg des Lehndorfer TSV gegen den SCW Göttingen stärkt die Chancen auf den Verbleib in der Landesliga.

Lehndorfs Benedict Chandra (links) erlöste sein Team spät und wahrt so die Hoffungen auf den Verbleib in der Landesliga.

Lehndorfs Benedict Chandra (links) erlöste sein Team spät und wahrt so die Hoffungen auf den Verbleib in der Landesliga.

Foto: Peter Michael / Peter Michael/BestPixels.de

In einer chancenarmen, aber umso spannenderen Landesligapartie hat der Lehndorfer TSV drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Das 2:1 über den SCW Göttingen erzielten die Fußballer erst in der Nachspielzeit.

93 Minuten waren am Blitzeichenweg gespielt. Ein letztes Mal arbeiteten sich die Lehndorfer Kicker über die linke Seite nach vorne. Der eingewechselte Matthias Fuhrmann schirmte den Ball zunächst gekonnt ab und schlug dann eine Flanke in den Strafraum, die an allen Spielern vorbei segelte, ehe Benedict Chandra am zweiten Pfosten noch an den Ball kam und die Kugel über die Linie drückte.

„Wir waren alle völlig platt. Normalerweise hätte ich mich vor der Flanke mehr in die Mitte orientieren müssen, aber ich konnte nicht mehr und stand dann genau richtig“, scherzte der Torschütze .

Lehndorf war früh durch Tobias Hartmann in Führung gegangen (4.), spielte im ersten Durchgang souverän, zumal die Gäste mental noch nicht richtig auf dem Feld zu sein schienen. „In solchen Phasen müssen wir dann auch mal das 2:0 machen, sonst geht es nicht gut aus“, kritisierte Trainer Kai van der Vorst.

Und so wäre es auch beinahe gekommen. Göttingen wurde nach dem Seitenwechsel mutiger. Torhüter Antonio Rosselli musste gegen Steffen Claassen alles riskieren um den Vorsprung zu verteidigen (67.). Wenig später war er machtlos. Nach einer Ecke sprang Patrick Schulz der Ball an die Hand. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter. Schulz monierte von hinten gestoßen worden zu sein. Er verletzte sich bei der Aktion und musste ausgewechselt werden. Den fälligen Elfmeter konnte Rosselli gegen Julian Kratzert parieren, doch die Lehndorfer schliefen, der Schütze setzte schnell nach und drückte den Ball doch noch zum 1:1 über die Linie (77.).

„So etwas darf uns einfach nicht passieren. Den Elfmeter kann man geben, muss man nicht. Aber wir müssen da nachgehen, den zweiten Ball verteidigen“, schimpfte van der Vorst. Die letzten zehn Minuten entwickelte sich dann ein Schlagabtausch beider Mannschaften. Fünf Minuten vor Schluss donnerte Kevin Neef einen Freistoß aus 16 Metern in den linken Winkel. Doch der Lehndorfer Jubel wurde vom Pfiff des Schiedsrichters unterbrochen – Offensivfoul.

Und so mussten sich die Zuschauer bis in die Nachspielzeit und zum letzten Angriff des Spiels gedulden. „Normalerweise hätten wir in der Rückrunde so ein Spiel nicht gewonnen. Heute war Glück dabei, was wir uns erarbeitet haben. Der Klassenerhalt ist somit greifbar nah“, sagte der Trainer erleichtert.

Tore: 1:0 Hartmann (4.), 1:1 Kratzer (77.), 2:1 Chandra (90.+3.).

Lehndorf: Rosselli – Ritterbach, Allerkamp, Roth, Schulz (81. Fuhrmann) – Meyerhof, Chandra, Neef, Schmidt (73. Job), Rohland (70. Künne) – Hartmann.

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