Releford kehrt nicht zu den Löwen zurück

Braunschweig.  Basketballer suchen nach dem überraschenden Abgang von Trevor Releford zwei weitere Aufbauspieler.

Trevor Releford war drittbester Werfer der Löwen.

Trevor Releford war drittbester Werfer der Löwen.

Foto: Jan Huebner/Bremes / Jan Huebner

Wozu er imstande ist, hat Trevor Releford in der vergangenen Saison immer wieder mal aufblitzen lassen. Unvergessen aber bleibt sein Auftritt zwei Tage vor Heiligabend in Frankfurt, als er ein bei 17 Punkten Rückstand im dritten Viertel schon verloren geglaubtes Spiel seiner Basketball Löwen im Alleingang drehte. Nach 14 Releford-Punkten in Folge war die Bundesliga-Partie wieder offen, am Ende gewannen die Gäste nach Verlängerung – und Releford war mit 28 Zählern der Mann des Spiels.

Trotz Heldentaten wie dieser wird der drittbeste Punktesammler (13,1) und beste Vorlagengeber (5,3) der Vorsaison, der erst wenige Tage vor der Auftaktpartie zum Team von Trainer Pete Strobl gestoßen war, nicht zurückkehren. Und das trotz eines eigentlich unterzeichneten Zweijahresvertrages. „Aufgrund vertraglicher Differenzen“ sei der Vertrag mit dem 28-jährigen US-Amerikaner beendet worden, teilten die Löwen am Montag mit. Man darf wohl davon ausgehen, dass Gespräche über Corona-bedingte Gehaltskorrekturen zu keinem Ergebnis geführt hatten.

Relefords Abschied hatte sich zuletzt angedeutet, war der Guard doch der einzige aus dem Vorjahr verbliebene Spieler, der noch nicht wieder an die Oker zurückgekehrt war. Sportdirektor Oliver Braun möchte das Vertragsende nicht kommentieren und blickt stattdessen in die Zukunft. „Einen Spieler wie Trevor brauchen wir und suchen wir“, kündigt er an.

Neben einem korbgefährlichen Aufbau, der auf beiden Guard-Positionen agieren kann, soll außerdem noch ein reiner Shooting Guard verpflichtet werden. Da die Löwen planen, mit vier Ausländern in die Saison zu starten, dürfte es sich bei beiden ausstehenden Neuzugängen um Importspieler handeln. Der in einem Online-Forum derzeit mit den Löwen in Verbindung gebrachte Lamont Jones, der schon bei drei Bundesligisten – zuletzt in Frankfurt – aktiv war, wird aber wohl nicht dabei sein. „Ich hatte bis jetzt noch keinen Kontakt zu ihm“, beteuert Löwen-Geschäftsführer Braun jedenfalls glaubhaft.

Acht Testspiele in der Vorbereitung

Am Montag gaben die Basketballer außerdem ihren Fahrplan für die Saisonvorbereitung bekannt. Nach dem heutigen offiziellen Trainingsstart sollen bis zum Beginn des BBL-Pokals (17./18. Oktober) acht Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolviert werden. Die Gegner heißen Alba Berlin (16. 9.), BG Göttingen (17. 9.), Baskets Oldenburg (20. und 27. 9.), Phoenix Hagen (30. 9.), Uni Baskets Paderborn (3. 10.), Rasta Vechta (9. 10.) und Hamburg Towers (11. 10.).

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