Dennis Schröder holt nächsten alten Bekannten zu den Löwen

Braunschweig.  Kostas Papazoglou kehrt als Assistenztrainer zurück zu Braunschweigs Basketballern. Sportchef Braun und Schröder wollen mehr Erfahrung auf der Bank.

Er ist zurück: Assistenztrainer Kostas Papazoglou (blaues Hemd) jubelt mit den Braunschweiger Spielern Thad McFadden (von links), Nick Schneiders und Nils Mittmann über einen wichtigen Dreier. Damals auf dem Feld: Der heutige NBA-Star und Löwen-Gesellschafter Dennis Schröder.

Er ist zurück: Assistenztrainer Kostas Papazoglou (blaues Hemd) jubelt mit den Braunschweiger Spielern Thad McFadden (von links), Nick Schneiders und Nils Mittmann über einen wichtigen Dreier. Damals auf dem Feld: Der heutige NBA-Star und Löwen-Gesellschafter Dennis Schröder.

Foto: imago sportfotodienst

Geschäftsführer Oliver Braun, Mentor Liviu Calin, Ex-Mitspieler Lukas Meisner und nun noch ein ehemaliger Weggefährte: Löwen-Gesellschafter Dennis Schröder und Braun holen Co-Trainer Kostas Papazoglou zurück zu Braunschweigs Basketballprofis. Der 36 Jahre alte Grieche war schon in der Saison 2012/13 Assistenzcoach an der Oker, als der 19-jährige Schröder bei den damaligen Phantoms unter der Regie von Cheftrainer Kostas Flevarakis den Durchbruch schaffte und damit die NBA auf sich aufmerksam machte. Er hat sich also offensichtlich damals das Vertrauen des Stars erarbeitet.

Erfahrenere Assistenten für Strobl

Man setzt auf Bewährtes und eine gewisse Routine bei den Löwen. Papazoglou hat mittlerweile zehn Jahre Expertise auf internationalem Niveau, auch in europäischen Wettbewerben, und komplettiert das Trainerteam von Pete Strobl. Dem Amerikaner, der gerade mal eine Dreiviertel-Saison als Cheftrainer hinter sich hat, sollen bewusst routiniertere Assistenten zur Seite gestellt werden als es der impulsive David Gomez und Torben Steinberg zuletzt waren.

„Nach diversen Gesprächen und Analysen glauben wir, dass dem Trainerteam in der vergangenen Saison insgesamt ein wenig Erfahrung gefehlt hat“, urteilt Braun. Mit Papazoglou, der für zwei Jahre unterschrieben hat, und Calin auf der Bank, hofft der Sportdirektor wohl, dass das Team mehr enge Spiele gewinnt. Die Entscheidung habe er mit Schröder und Strobl gemeinsam getroffen, sagt Braun.

„EIn Basketballverrückter“

Aus der gemeinsamen Saison 2012/13 wisse er, dass der Grieche „ein akribisch arbeitender Trainer ist, der sich voll und ganz dem Basketball verschrieben hat.“ Er sei ein absolut Basketballverrückter, hatte Braun den Co-Trainer damals charakterisiert. „Den kann man 24 Stunden am Tag anrufen, fachsimpeln, oder sich von ihm ein Video über irgendeinen Spieler schneiden lassen.“ Nun sei Papazoglou „charakterlich und fachlich eine gute Ergänzung“ zu Strobl. Athletiktrainer Àlvaro de Pedro bleibt im Amt.

Kostas Papazoglou hat, an der Seite von Flevarakis, nicht nur in Braunschweig, sondern auch bei namhaften griechischen Klubs wie AEK Athen und Paok Thessaloniki gearbeitet, aber auch in Polen, Astana/Kasachstan und bei der schwedischen Nationalmannschaft. Zwischendurch hatte er kurze Engagements als Headcoach. 2019 trennte sich das über mehr als zehn Jahre so unzertrennlich wirkende Duo. Flevarakis wechselte zum ungarischen Erstligisten Sopron, Papazoglou trat den Assistentenjob mit einem neuen Chef bei seinem Heimatklub Paok Saloniki an. Der Erfolg blieb aus, das Team gewann nur fünf Spiele in der griechischen Liga und beendet die Gruppenphase der Champions League als Letzter.

Noch Freunde in Braunschweig

Nun sei er glücklich, wieder in der BBL zu arbeiten, betont Papazoglou, der in der vorletzten August-Woche eintreffen wird. Und dass es in Braunschweig mit einem Engagement geklappt habe, sei besonders schön. „Ich habe hier in der Geschäftsstelle und außerhalb Freunde und erinnere mich an viele Fans, auf deren Wiedersehen ich mich freue“, sagt der kommunikationsfreudige Grieche, der in seiner Freizeit zur Entspannung gerne segelt. Er bedankt sich laut Pressemitteilung der Löwen bei Dennis Schröder und Oliver Braun: „Ihr Vertrauen in mich ist eine besondere Ehre.“

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