Aufstiegswochenende

Eintracht Braunschweigs Aufstieg 2022 – der Ticker zum Nachlesen

| Lesedauer: 23 Minuten

Braunschweig.  Trotz Niederlage in Meppen: Eintracht Braunschweig steigt direkt in die 2. Liga auf. Konkurrent Kaiserslautern verlor in Köln. Der Liveticker.

Eintracht Braunschweig und der Aufstieg – ohne Drama geht es nicht. Nach einer Niederlage in Meppen hatten es die Löwen zwar noch selbst in der Hand, konnten aber auch aufsteigen, wenn Kaiserslautern patzt. Und das taten die Roten Teufel: 2:0 stand es am Ende – für Viktoria Köln. Damit ist Eintracht Braunschweig aufgestiegen!

Hier könnt ihr alles über die spontane Aufstiegsfeier – im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße und auf dem Bohlweg – nachlesen in unserem Re-Liveticker.

Alles rund um den Aufstieg von Eintracht Braunschweig

Montag, 9. Mai, 8 Uhr: Polizei Braunschweig zieht Bilanz zu Aufstiegsfeierlichkeiten

Alles in allem verliefen Aufstiegsfeierlichkeiten in der Stadt gestern friedlich. Das bestätigt auch Polizeisprecher Dirk Oppermann. Gegen 21 Uhr feierten noch etwa 200 Menschen vor dem „Lindis“ auf dem Bohlweg. Um diese Uhrzeit habe die Polizei eine Kehrmaschine die Straße reinigen lassen. Um 21.45 Uhr wurde der Verkehr auf dem Bohlweg wieder freigegeben und um 22 Uhr waren noch etwa 80 Menschen vor Ort, so Oppermann. Die Polizei habe lediglich kleinere Streitigkeiten schlichten müssen und sprach dazu fünf Platzverweise aus. In einem Fall werde wegen Körperverletzung ermittelt, in einem anderen wegen Sachbeschädigung. Zu Trunkenheit am Straßenverkehr sei es in Bezug zu den Aufstiegsfeierlichkeiten nicht gekommen.

Sonntag, 8, Mai:

20.30 Uhr: Eintracht-Team feiert gemeinsam in einem Restaurant weiter

Nachdem sich einige Spieler auch am Bohlweg haben blicken lassen, geht die Aufstiegsfeier gemeinsam in einem Restaurant weiter. Danach soll die Nacht zum Tage gemacht werden.

Die Stimmung im Team? Ausgelassen und euphorisch. Genau der richtige Zeitpunkt um Wünsche zu äußern übrigens! Robin Krauße und Martin Kobylanski forderten über die Lautsprecheranlage von Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann eine neue Kaffeemaschine für die Mannschaftskabine der Profis.

20 Uhr: Polizei spricht von 3.000 Menschen am Stadion. Party verlagert sich an Bohlweg

Nachdem nach Polizei-Angaben bis zu 3.000 Fans friedlich mit der Mannschaft im Eintracht-Stadion gefeiert haben, verlagern sich nun Teile der Aufstiegsparty in die Innenstadt. Am Bohlweg versammeln sich derzeit etwa 200 Fans friedlich vor dem „Lindi“.

Die Polizei hat die Straße auf Höhe der Bushaltestelle für Autos gesperrt. Straßenbahnen und Gegenverkehr werden nicht beeinträchtigt. Die Polizei bewertet die Lage als durchweg friedlich, auch wenn bereits einige Böller auf der Straße gezündet wurden.

18.20 Uhr: Der Trainer betritt das Stadion

Endlich zeigt sich auch Michael Schiele! Der Trainer betritt die Tribüne. Die Fans jubeln, kurz darauf werden die Schals hochgehalten - Das Stadion stimmt an zu „You’ll never walk alone“ – Gänsehaut!

Auch Frauen und Kinder der Spieler feiern mit. Neben Manager Vollmann zeigt sich auch Präsidentin Nicole Kumpis auf der Tribüne und jubelt mit dem Team.

17.49 Uhr: Keine polizeiliche Lage

Kurzer Anruf bei Dirk Oppermann, Pressesprecher der Polizei Braunschweig: „Momentan haben wir hier eine ausgelassene Feier und keine polizeiliche Lage.“ Das Geschehen spiele sich vor allem am Eintracht-Stadion ab, man schätzt, dass rund 2000 Fans vor Ort sind. Alles sei friedlich, dennoch sei die Polizei vor Ort, um ein friedliches Feiern zu ermöglichen. „Wir haben ein Auge auf die Gesamtsituation“.

17.25 Uhr: Fejzic als Vorsänger

Eintracht-Urgestein Jasmin Fejzic macht den Vorsänger bei „Zwischen Harz und Heideland“, doch vergisst am Ende den Text. Das werden ihm die Fans wohl verzeihen. Wir natürlich auch. Aber wir frischen kurz auf:
„Zwischen Harz und Heideland
da gibt’s nen Club der ist bekannt
in den Farben Blau und gelb
den schönsten Farben dieser Welt
ein roter Löwe auf der Brust
jedem Fan wird jetzt bewusst
das kann doch nur einer sein
Braunschweiger Turn- und Sportverein
Eintracht, Eintracht, Eintracht, Eintracht“

16.57 Uhr: Feier im Eintracht-Stadion

Im Stadion feiert die Mannschaft mit immer mehr Fans. Der Rasen ist gut gefüllt, hunderte Menschen sind da, vielleicht auch über 1000. Es herrscht Heimspielatmosphäre. „Eintracht ist mein Verein und er wirds immer sein“ erklingt, „Nie mehr dritte Liga“ und „Hey Eintracht Braunschweig, besoffen randalieren“.

16.46 Uhr: Am Bohlweg ein Mini-Korso und wenige Fans

Ein Autokorso aus rund zehn Fahrzeugen fährt immer wieder die Runde, davon ab sind rund 150 Menschen vor Ort, die den Aufstieg feiern. Die Polizei ist mit einer Mini-Präsenz vor Ort, auch die Trams und Busse fahren wie gewohnt. Deutlich mehr Fans haben sich im Eintracht-Stadion eingefunden, wo gemeinsam mit der Mannschaft gefeiert wird.

Mehr zum Aufstieg:

16.17 Uhr: Eintracht-Stadion geöffnet

Um 17 Uhr wird gefeiert: Im Eintracht-Stadion sind bereits zahlreiche Fans angekommen, die auf den Rasen strömen. Hier findet nachher die erste spontane Aufstiegs-Sause statt. Und die ersten feiern bereits.

Sonntag 15.54 Uhr: Eintracht steigt in die 2. Liga auf!

Lautern verliert 0:2 in Köln, damit steht Eintracht Braunschweig als direkter Aufsteiger fest!

Sonntag, 15.40 Uhr: Lautern liegt zurück

Blickt man in die aktuelle Blitztabelle, dann ist Eintracht Braunschweig aufgestiegen. In einer heiß umkämpften Partie liegt Lautern in Köln mit zwei Toren zurück. Trotz diverser Chancen gelingt den Roten Teufeln der Anschlusstreffer nicht. Bleibt der Spielstand so, dann steigt Eintracht Braunschweig „auf dem Sofa“ auf.

Erste Eindrücke: Im Moment ist noch Sonnensonntag am Bohlweg. Heißt: Die Leute genießen ihr Eis, schlürfen ihren Kaffee. Ein bisschen was ist los am „Lindi“, halb so viel wie gestern. Keine Polizei. Straßenbahnen fahren noch.

Unsere Reporter sind bereits am Stadion und in der Innenstadt unterwegs. Kommt es zu einer spontanen Aufstiegs-Vorfeier, dann berichten wir hier im Ticker.

22 Uhr: Abschlussstatement der Polizei Braunschweig

Braunschweigs Polizeisprecher Dirk Oppermann zieht ein zufriedenes Fazit nach dem blau-gelben Fußballtag. Er erwartet einen verhältnismäßig ruhigen Abend ohne größere Vorkommnisse: „Ergebnisbedingt sind keine weiteren Ereignisse mehr zu erwarten, die über das normale Geschehen an einem Auswärtsspiel hinausgehen.“

21 Uhr: Sonderzug ist zurück in Braunschweig

Der Sonderzug mit Eintracht-Fans ist zurück. Nach einem langen Tag haben die BTSV-Anhänger den Braunschweiger Hauptbahnhof erreicht. Weil der Abgang von den Gleisen zum Bahnhofstunnel gesperrt ist, werden die Fans umgeleitet. Die Gesänge sind immer noch nicht verstummt.

18.30: Brian Behrendt: Wir haben wie gelähmt gewirkt

Besonders vor dem Seitenwechsel stand der Tabellenzweite einem SV Meppen, für den es sportlich um nichts mehr ging, gegenüber wie das Kaninchen vor der Schlange. „Ich denke, wir haben über weite Strecken wie gelähmt gewirkt. Das hat sich auch genauso angefühlt. Du nimmst dir vor, das als normales Spiel anzugehen. Das ist es aber eben nicht“, sagte Verteidiger Brian Behrendt, fügte aber an: „Daraus gilt es jetzt, die Lehren zu ziehen.“ Die wichtigsten Stimmen zum Spiel lesen Sie hier.

17.30: Die Noten der Profis

Bei der 2:3-Niederlage beim SV Meppen erreichte kaum ein Braunschweiger Normalform. Wie sich die Spieler von Eintracht Braunschweig schlugen, lesen Sie hier.

16.10: Frust bei mitgereisten Fans

Die mitgereisten Eintracht-Fans werden nach dem Spiel aus dem Gästeblock zu den Bus-Shuttles geführt. Die Stimmung: extrem ernüchtert bis frustriert.

16.05: Das Motto bei Eintracht-Fans in Braunschweig: Aufgestiegen wird zuhause!

In Braunschweigs Kneipen und Biergärten, darunter auch im im Löwengarten, ist die Enttäuschung mit den Händen zu greifen. Trotzdem heißt es: „Auf ein Neues!“

In der „Wahren Liebe“ an der Hamburger Straße herrscht Schockstarre bei den Fans. Viele hatten nach dem Abpfiff die Hände vorm Gesicht zusammengeschlagen.

Doch mittlerweile heißt es von vielen: „Aufgestiegen wird zuhause!“

15.56: Abpfiff!

Das Spiel ist aus, hängende Köpfe bei den Braunschweigern. Das Spiel endet 3:2. Verloren ist trotzdem noch nichts. Ein Sieg nächstes Wochenende gegen Viktoria Köln und der Aufstieg ist perfekt.

15.51: Nachspielzeit läuft

Eintracht liegt 3:2 zurück. Wird der Aufstieg verschoben? 5 Minuten Nachspielzeit. Es braucht zwei Tore für den Aufstieg.

15.28: TOOOOR! Der Ausgleichstreffer!!!

Braunschweig schafft den Ausgleich. In der 68. Spielminute trifft Jan-Hendrik Marx zum 2:2. Peña Zauner schießt aus zwölf Metern, trifft den Ball nicht richtig. Marx hält die Fußspitze rein und trifft. Weiter geht’s!

14.49 Uhr: Halbzeit

Zum Halbzeit-Pfiff steht es weiterhin 2:1 aus Sicht der Hausherren. In Braunschweigs Movie verspricht der Wirt ein Fass Freibier, wenn die Löwen am Ende doch als Sieger aus der Partie hervorgehen. Ob es helfen wird? Wir würden gern auch eine spontane Aufstiegsfeier in der Braunschweiger Innenstadt in diesem Ticker begleiten. Hoffen wir, dass die Schiele-Elf in der Pause den richtigen Dreh bekommt, um das Spiel am Ende zu gewinnen.

Viele Fans, die in Braunschweigs Kneipen zuschauen, bleiben zuversichtlich. Vom Fanklub „BTSV Mäuse“ vor der „Movie“-Bar heißt es: „Die Nummer geht 3:2 für Braunschweig aus!“ – nehmen wir!

14.37 Uhr: ANSCHLUSSTREFFER!

Die Löwen werden gefährlicher. Marx flankt von rechts wunderschön rein, Multhaup verpasst den Ball, aber Lion Lauberbach ist da – und verwandelt am zweiten Pfosten. Die Eintracht ist wieder im Spiel!

14.24 Uhr: Die gestrandeten Fans des Block K stehen jetzt unter den Sitzplätzen direkt am Zaun und machen es sich gemütlich. Man holt Bier geholt und stimmt in die Gesänge des Gästeblocks ein. In Braunschweig unterdessen: Fassungslosigkeit im Löwengarten bei rund 200 Eintracht-Fans, die völlig konsterniert sind.

14.18 Uhr: 0:2-Rückstand – Fans noch nicht im Block

Und es klingelt wieder, leider wieder im falschen Tor. Die Löwen liegen 0:2 zurück. Unterdessen sind einige Fans noch immer auf einer Odyssee zum Block. Sie haben Karten für den Gästeblock, sollten dann innerhalb des Stadions einmal außen herum zum Block geleitet werden, sind irgendwann gestrandet – und der Heimstehblock auf der Nordtribüne ist voll mit Meppenern, obwohl zahlreiche Tickets auch an Braunschweiger gelangt sind.

14.05: Eintracht gerät in Rückstand

Erster Angriff der Meppener, Tackling im Strafraum - Elfmeter. Und an dem ist Fejzic zwar fast dran, aber am Ende liegt der Ball im Netz. Eintracht gerät in der ersten Aktion des Spiels in Rückstand. Lakonischer Kommentar des Sportredakteurs in der Redaktion: „Jetzt haben wir immerhin noch 90 Minuten, um das aufzuholen“.

14.03: ANPFIFF

Das Spiel läuft! Jetzt geht es für die Löwen um den Aufstieg!

14.02 Uhr: Eintracht-Choreo an Diskussion um Wolters-Logo angelehnt.

Kurzer Rückblick: In der vergangenen Woche kündigte die Wolters-Brauerei an, ihr Logo verändern und modernisieren zu wollen. Es regte sich großer Widerstand - ist die Biermarke doch ein ähnlich wichtiges Identifikationsmerkmal wie Eintracht Braunschweig. Am Ende ruderte Wolters zurück. Dennoch setzten die Fans beim Auswärtsspiel nochmal ein Zeichen.

13.59 Uhr: Polizei kesselt Fans ein

Eine Minute vor Anpfiff ist auch der Gästeblock dicht, die Polizei lässt keine Fans ein, trotz gültiger Tickets. Laut unserem Reporter vor Ort hat die Polizei einige Fans vor dem Gästeblock eingepfercht.

13.52 Uhr: Die Spannung steigt, Eintracht macht Lärm

Keine zehn Minuten vor Anpfiff postet Eintracht ein Video von einem motivierten und lauten Gästeblock bei Twitter. Wenn es heute mit dem Aufstieg (noch) nicht klappt – an der Unterstützung dürfte es nicht gescheitert sein. Unterdessen gibt es ein wenig Ärger im Gästeblock, wo trotz gültiger Tickets der EInlass gestoppt ist - zum großen Frust der Fans, die zusehends lauter werden.

13.40 Uhr: Statement der Polizei

Laut Polizeisprecher Christoph Degner von der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bad Bentheim gab es bisher keine Festnahmen, es wurden auch keine Problemfans herausgezogen. Fans die in den Heimbereich wollen, werden darauf hingewiesen, ihre Eintracht-Utensilien auszuziehen, damit es nicht zu Rangeleien kommt.

Der Puffer zum Auswärtsblock sei ausreichend. Neben dem Puffer sollen Gästefans auch im Heimbereich sitzen. Zur Zahl der Einsatzkräfte macht der Polizeisprecher keine Angaben. Die Rückfahrt soll laufen wie die Hinfahrt: Eintracht-Fans sollen direkt mit Bussen zum Bahnhof gebracht werden. Eine Feier in der Meppener Innenstadt werde man nicht tolerieren, heißt es.

Mitgereiste Eintracht-Fans, die keine Eintrittskarte haben, müssen auf dem Parkplatz vor dem Gästeblock bleiben.

13.30 Uhr: Noch eine halbe Stunde bis Anpfiff - und in gut zwei Stunden wissen wir dann, ob die Eintracht in der kommenden Saison wieder in der zweiten Liga mitspielen darf. Die Mannschaft ist jedenfalls da (schonmal gut) und macht sich warm.

13.22 Uhr: Ansage der Polizei: es wird gerade geklärt wie Eintracht-Fans, die Tickets für Heimbereich haben, zu ihren Plätzen kommen . Es sollen alle reinkommen, auch wenn noch unklar ist, wie mit erkennbaren Eintracht-Anhängern und Fan-Utensilien umgegangen werden soll.

13.01: In Meppen geht es weiter

Nun rollen die Busse mit den Auswärtsfahrern durch Meppen. Vom Bahnhof geht es direkt zum Stadion. In jedem Bus fahren Polizeibeamte in voller Montur mit. Begleitet mit Blaulicht geht es im Konvois in Richtung Stadion. Vom Zug bis zum Bus hat die Polizei alles abgeriegelt, es gab keine Möglichkeit, auf eigene Faust nach Meppen zu gelangen.

12.56 Uhr: Fans in Braunschweig bereit

12.44 Uhr: Stau vor den Bussen

Die Eintracht-Fans werden mit Bussen zum Stadion gebracht. Um 12.45 Uhr fährt der erste Bus ab, aber es braucht natürlich mehr. Die Fans vertreiben sich die Zeit mit Gesängen. Von „Sv Meppen ficken und vergessen“ über “Eintracht ist mein Verein und er wird’s immer sein“ bis zu Schmähgesängen gegen die Polizei.

Die Stimmung wird zusehends hitziger weil kein neuer Bus kommt und es nicht weitergeht.

Samstag, 12.19 Uhr: Ankunft in Meppen

Der Entlastungszug mit den Eintracht-Fans ist in Meppen angekommen. Einen Empfang gibt es nicht, der Bahnhof ist leer, abgesehen von einigen wenigen Polizisten, die in voller Montur auf die Gästefans warten.

11.39 Uhr: Auswärtsfahrten und die Bahn-Regeln

Im Zug wird die eigentlich geltende Maskenpflicht nahezu komplett ignoriert. Es wird geraucht, teils mit Konfetti geworfen, hier und da ist Bier daneben gegangen, zahlreiche Eintracht-Aufkleber sind verklebt. Aber: Alles im Rahmen. Verglichen mit dem Auftritt, den Auswärtsfahrer aus Halle Ende April hingelegt haben, haben wir hier eine zivilisierte Auswärtsfahrt.

Und Humor haben wir Braunschweiger ja sowieso: In einem der Doppelstockwaggons wird im Wechsel gesungen: „Hallo Obberrang!“ - „Hallo Unterrang!“ - „Hallo Mittelgang!“. Die Stimmung im Zug ist entspannt, gut, positiv. Fehlt eigentlich nur noch der Aufstieg.

10.45 Uhr: Zwischenstopp in Bünde

Der Sonderzug stoppt nun doch in Bünde, um der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen. Details ersparen wir uns an dieser Stelle. Bei der Weiterfahrt steigt die Stimmung weiter, einige Fans singen sich so sehr in Stimmung, dass fraglich ist, ob sie noch Kraft haben wenn sie ankommen - oder ob die Stimme dann bereits weg ist.

Im Zug wird gerätselt wie in der Praxis mit den Eintracht Fans im Heimbereich umgangen wird. „Ohne uns ist das Stadion leer“ ist der Tenor. Zwar wurde im Vorfeld seitens Meppen zugelassen, dass auch Eintracht-Fans in den Gästebereich können, allerdings, so die Regel, ohne Fan-Utensilien und auch ohne Fan-Gesänge. Das wären Gründe, die Braunschweiger nicht hereinzulassen. Es wird sich später zeigen, wie gut das klappt.

10.34 Uhr: Stimmung im Zug steigt

Je näher der Entlastungszug nach Meppen kommt, desto mehr steigt die Stimmung im Zug. Pausen zum Austreten sind für Kirchlengern und Ibbenbühren angesagt - und kurz vor Kirchlengern schallt „Wir wir wir sind die Eintracht“ durch den Zug.

9.50 Uhr: Durchfahrt in Hannover ohne Vorkommnisse

Vereinzelte „Scheiß Hannover“-Rufe ertönen bei der Fahrt durch die Stadt mit dem Fußballverein, der ein Jahr nach Eintracht Braunschweig gegründet wurde und den mit Eintracht eine leidenschaftlich gepflegte Fehde verbindet.

Ansonsten gibt es keine Vorkommnisse. Für Animositäten ist auch später noch genug Zeit: Macht das Team von Eintracht Braunschweig den Aufstieg perfekt, dann dürfte es in der kommenden Saison nämlich wieder zu Derbys gegen die Landeshauptstadt kommen.

9.38 Uhr: Was passiert in Hannover?

Ansage im Zug: Es wird eine Pinkelpause geben, dazu wird der Zug extra anhalten. Im Zug hofft man natürlich darauf, dass der Zwischenhalt in Hannover stattfinden soll. Als die Bahn sich der Landeshauptstadt nähert, werden auch Gesänge und Stimmung im Zug lauter.

9.21 Uhr: Entspannte Stimmung im Zug und in der Stadt

Von draußen: Unspektakuläre Abfahrt, kaum Gesänge, keine Ereignisse oder Zwischenfälle, nur Vorfreude. Der weitere Spielverlauf dieses Tages wird entscheidend sein. Das daheimgebliebene Braunschweig rüstet sich mit Frühstück für die anstehende Fußballübertragung in Sportsbars und Kneipen oder auf dem Sofa. Im Zug rege Gespräche, das Bier fließt, die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. Als der Zug um 9.22 Uhr in Peine hält, steigen kaum mehr Menschen zu.

Während der Entlastungszug rund 1000 Menschen aufnehmen kann, wollten 2500 Fans mit nach Meppen fahren. Im Zug selbst gilt: Im vorderen Teil ist alles komplett voll. Hinten wiederum sind sogar noch Sitzplätze frei.

8.45 Uhr: Der Entlastungszug fährt ein

Pünktlich ist der Sonderzug der Westfalenbahn da. Die Fans am Bahnsteig skandieren „Auswärtssieg“ und „Nie wieder 3. Liga!“. Abfahrt ist um 9.02 und dann geht es nach Zwischenhalten in Vechelde und Peine direkt durch nach Meppen. Um 9.05 Uhr rollt der Zug los.

Samstag, 08.43 Uhr: Gute Stimmung bei den Fans am Braunschweiger Hauptbahnhof

Bereits um kurz nach 8 Uhr sind schon einige Fans der Eintracht am Bahnhof versammelt. Die Stimmung ist gut, es läuft Elektro-Musik aus einer mitgebrachten Box. Einige gehen schnurstraks zu Gleis 6, womöglich um einen früheren Zug nach Meppen zu erwischen.

Der eigentliche Fan-Zug fährt aber von Gleis 7. Die Polizei ist mit einem kleinen Aufgebot in der Bahnhofshalle vertreten.

19.00: Braunschweiger Polizei ist auf alles vorbereitet

Die Polizei in Braunschweig ist auf alle Eventualitäten vorbereitet: Egal, ob um kurz nach 9 Uhr morgens bei der Abfahrt des Entlastungszuges vom Hauptbahnhof – Gesamtkapazität 1000 Plätze –, bei ihrer Rückkehr nach der Tagesschau, ganz gleich, ob tagsüber am Stadion oder auf dem Bohlweg, man ist darauf eingestellt, dass idealerweise ziemlich gute Laune herrscht. Sollten Ereignisse eintreten, die diese trüben könnten, werde man vorbereitet sein, so ein Polizeisprecher.

15.30: Kaiserslautern-Fans versprechen SV Meppen Bier für Schützenhilfe

Kaiserslautern hofft auf einen Patzer von Eintracht Braunschweig. Als Ansporn für Braunschweigs Gegner Meppen hat sich ein Kaiserslauterer Fanclub Gedanken gemacht: „Sollte die Mannschaft gegen Eintracht Braunschweig nicht verlieren, spendet unser Fanclub dafür Fritz-Walter-Bier“, schreiben die „Teufelskerle Süd 2007“ auf ihrer Website. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.30: Verhaltenes Fan-Aufkommen beim Abschlusstraining, Eintracht unterwegs nach Meppen

Als die Eintracht-Fußballer nach einer knappen Stunde am Freitagnachmittag ihre Übungseinheit auf dem Platz hinter dem Stadion an der Hamburger Straße beendeten, brandete spontaner Applaus auf. Etwa 80 Fans hatten sich beim öffentlichen Training am Freitagmittag, dem letzten vor dem Auswärtsspiel in Meppen (Samstag, 14 Uhr), eingefunden, um den Löwen ihre Unterstützung für diese womöglich entscheidende Partie im Aufstiegsrennen der 3. Liga zu signalisieren. Kurz nach dem Training hat sich die Mannschaft gemeinsam auf den Weg nach Meppen gemacht.

Freitag 12.15 Uhr: Herzlich willkommen zu unserem Liveticker! Wir starten mit einem Blick auf die Ausgangslage: Eintracht Braunschweig ist derzeit Tabellenzweiter der 3. Liga, mit einem Punkt Vorsprung vor dem 1. FC Kaiserslautern – und ist laut Fußball-Magazin „Falsche Neun“ das formstärkste Team in den deutschen Profiligen. Tatsächlich hat die Braunschweiger Eintracht nur eins ihrer letzten zehn Spiele verloren. Und zwar im März gegen Saarbrücken. Wenn das kein Selbstvertrauen gibt für das heutige Spiel gegen den SV Meppen – die in diesem Kalenderjahr bislang nur einmal drei Punkte einfahren konnten.

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

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