Felix Dornebusch kehrt ins Tor der Eintracht zurück

Braunschweig.  Der ehemalige Nürnberger erhält gegen seinen Ex-Klub im Eintracht-Tor den Vorzug vor Jasmin Fejzic.

Felix Dornebusch (im Spiel gegen Hannover) wird am Samstag wieder das Eintracht-Tor hüten.

Felix Dornebusch (im Spiel gegen Hannover) wird am Samstag wieder das Eintracht-Tor hüten.

Foto: Darius Simka / regios24

Würde die Aufstellung von Eintracht Braunschweig in einer Abstimmung unter den Fans ermittelt, könnte die Entscheidung, wer am Samstag im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (13 Uhr) im Tor der Löwen steht, vielleicht anders ausfallen. Im Kampf um die Nummer 1 bei den Zweitliga-Fußballern hat bei vielen Anhängern Jasmin Fejzic die Nase vorn. Jedenfalls wurde der 34-Jährige vor zwei Wochen im Heimspiel gegen den VfL Bochum mit euphorischen Sprechchören begrüßt, als er nach dem Platzverweis für Felix Dornebusch dessen Position zwischen den Pfosten übernahm.

Meyer hat sich auf eine Nummer 1 festgelegt

Doch Eintracht-Trainer Daniel Meyer macht seine Entscheidung, welchem Torwart er sein Vertrauen ausspricht, nicht an Sympathiewerten bei den Fans fest. Und da der Coach sich zum Punktspielstart auf Dornebusch als Nummer 1 festgelegt hatte, wird dieser nach dem Ablauf seiner Ein-Spiel-Sperre auch am Samstag gegen den Club, für den er in der vergangenen Saison siebenmal in der 2. Liga auflief, das Löwen-Tor hüten. Meyer hat bereits vor der Partie in Regensburg in Interviews durchblicken lassen, dass er keinen Grund sieht, die Torwart-Reihenfolge bei den Blau-Gelben zu ändern. Die heißt Dornebusch, Fejzic, Engelhardt. Daran soll auch weiterhin nicht gerüttelt werden. „Das ist kein Thema“, sagt Meyer. Dornebusch kehrt damit gegen Nürnberg zwischen die Pfosten zurück, Fejzic muss wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Fejzic kann nicht entscheidend für sich werben

Der Routinier hatte zudem nach seiner Einwechselung gegen Bochum seinen Job zwar ordentlich gemacht. In Regensburg konnte er nun aber nicht wirklich für sich werben, selbst wenn er an den drei Gegentoren keinen entscheidenden Anteil hatte. Aber auch in diesem Spiel traten die Schwächen des Bosniers mit dem Ball am Fuß zutage. Vor allem im Vergleich zu anderen Zweitliga-Torhütern sind diese auffällig.

Auch Dornebusch ist nicht immer sattelfest

Dornebusch hat sich in den bisherigen Spielen bei Rückpässen zwar ebenfalls nicht als besonders sattelfest erwiesen. Aber Meyer sieht in dem Neuzugang die langfristig bessere Alternative. Acht Jahre jünger ist der aus dem Ruhrgebiet stammende Keeper als sein 34-jähriger Konkurrent Fejzic. Da Meyer die beiden Torhüter als in etwa gleichwertig einschätzt, hat er sich für den mit der langfristigeren Perspektive entschieden. Der Eintracht-Trainer möchte Dornebusch zu einem Torwart auf gutem Zweitliga-Niveau aufbauen. Da stört es ihn wenig, dass der ehemalige Bochumer in den ersten Spielen für die Eintracht etwas unsicher wirkte. Bewusst stärkt Meyer dem 26-Jährigen den Rücken, in der Hoffnung, dass dieser das Vertrauen irgendwann zurückzahlt.

Eintracht lässt zu viele Chancen zu

Letztlich lassen sich die zehn Gegentore der Eintracht in fünf Punktspielen sowieso nicht an den Torhütern festmachen. Die Blau-Gelben lassen bisher zu viele Chancen des Gegners zu, vor allem in der Anfangsphase. „Wir haben in drei von fünf Spielen ein frühes Gegentor bekommen. Das müssen wir unbedingt abstellen“, sagt Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann. Dornebusch will dazu am Samstag seinen Beitrag leisten. Und die Eintracht-Fans im Stadion sollten den Keeper bei diesem Vorhaben unterstützen, selbst wenn sie insgeheim größere Sympathien für Konkurrent Fejzic hegen.

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