Niko Kijewski: Ich will offensiv aktiver werden

Braunschweig.  Eintrachts Dauerbrenner Niko Kijewski hat sich diese Saison mehr Tore vorgenommen.

Niko Kijewski hat sich für diese Saison viel vorgenommen.

Niko Kijewski hat sich für diese Saison viel vorgenommen.

Foto: Darius Simka / regios24

Elf neue Spieler hat Eintracht Braunschweig bislang nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga verpflichtet. Sie bildeten am Sonntag in Heidenheim das Grundgerüst der Löwen-Startelf. Nur vier Spieler der Anfangsformation waren bereits in der vergangenen Saison in der 3. Liga dabei. Martin Kobylanski, Robin Ziegele, Danilo Wiebe und Niko Kijewski – Eintrachts Dauerbrenner auf der linken Seite, seitdem Ken Reichel Braunschweig 2018 verlassen hatte.

Vorsprung gegenüber Lasse Schlüter

Vier Trainer hat Kijewski in den vergangenen zwei Jahren bei den Blau-Gelben kommen und gehen sehen. Er war, egal bei wem, immer gesetzt. Und auch unter Daniel Meyer hat der 24-Jährige gegenüber seinem internen Konkurrenten Lasse Schlüter im Moment scheinbar einen kleinen Vorsprung. Sowohl im DFB-Pokal gegen Hertha als nun auch in der Liga gegen Heidenheim spielte Kijewski 90 Minuten.

Lob für seine Verlässlichkeit

„Das freut mich natürlich und macht mich auch ein bisschen stolz. Aber ich weiß, wie schnell es im Fußball gehen kann. Wir haben in unserem Kader einen guten Konkurrenzkampf, deshalb kann sich die Situation auch schnell wieder ändern“, will sich der Außenbahnspieler nicht zu viel auf seinen aktuellen Status einbilden. Zumal er sich für diese Saison nicht nur mit der Mannschaft, sondern auch in der persönlichen Entwicklung einiges vorgenommen hat. Seit er Reichels Erbe auf der linken Abwehrseite bei der Eintracht angetreten hat, wird er für seine Verlässlichkeit gelobt, von einigen Seiten wegen eines ausbaufähigen Offensivspiels aber auch kritisch hinterfragt.

Mehr Tore sind das Ziel

Kijewski nimmt solche Bedenken gegen ihn zur Kenntnis und kann damit auch umgehen. „Kritik gehört im Fußball dazu, und man weiß ja als Spieler auch selber, wo die Stärken und Schwächen liegen“, sagt er. Deshalb ist ihm durchaus bewusst, dass bei ihm mit Blick auf das eine Pflichtspieltor in den vergangenen zwei Jahren noch Luft nach oben besteht. „Ich habe mir als persönliches Ziel für diese Saison vorgenommen, dass ich offensiv besser und aktiver werden will. Ich will mehr Tore machen und auch mehr Vorlagen geben“, sagt Kijewski.

Hoffnung auf mehr Fans

Am besten fängt er damit am Samstag (13 Uhr) im Heimspiel gegen Holstein Kiel an. „Die Vorfreude, jetzt auch in der Liga wieder zu Hause zu spielen, ist groß. Es ist toll, dass ein Teil der Zuschauer bereits zurück ist, aber wir hoffen natürlich, dass es bald noch mehr werden“, sagt das Mitglied von Eintrachts vorläufigem Mannschaftsrat.

Neue Position unter Meyer

Die Voraussetzungen, dass Kijewski in dieser Saison öfters in der Nähe des gegnerischen Strafraums auftaucht, stehen prinzipiell nicht schlecht. Durch den Systemwechsel unter Daniel Meyer von der Viererkette zur Dreierkette in der Abwehr findet sich der gebürtige Osnabrücker auf der Außenbahn in einer veränderten Rolle wieder. „Die Position ist schon sehr anspruchsvoll“, gibt er zu. Und die Partie in Heidenheim hat gezeigt, dass die Eintracht in dieser Formation auch noch lernen muss, um Defensivlöcher bei gegnerischen Kontern zu vermeiden. Insgesamt sieht Kijewski sein Team aber auf einem guten Weg. „Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, aber verloren. Wir müssen vorne mit noch mehr Zug zum Tor spielen“, sagt er. An diese Vorgabe will er sich auch selber halten.

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