Braunschweiger wird letzter bei Schnellschach-DM

Braunschweig.  Als Nachrücker spielte Sven Hagemann bei der Schach-DM in Plochingen. Seine Auftritte waren mutig, ein paar Siege verspielte er jedoch leichtfertig.

Sven Hagemann, Schachspieler vom SV Königsspringer Braunschweig.

Sven Hagemann, Schachspieler vom SV Königsspringer Braunschweig.

Foto: Pressefoto

Als Nachrücker durfte Sven Hagemann als einer von zwei Vertretern aus Niedersachsen bei der deutschen Schnellschachmeisterschaft in Plochingen bei Stuttgart antreten. Sein bescheidenes Ziel: nur nicht Letzter werden. Doch am Ende landete der 35-Jährige eben doch auf Rang 40 von
40 Teilnehmern. Das Fazit des Mannes vom SV Königsspringer Braunschweig fiel trotzdem versöhnlich aus: „Ich bereue es kein bisschen, dabei gewesen zu sein“, meinte er.

Mit der Anreise habe alles gut geklappt, so der Braunschweiger. Auch die Veranstaltung sei sehr gut organisiert gewesen. Nur am karierten Brett wollte es nicht so richtig laufen für Hagemann. Neun Partien standen für ihn an zwei Tagen auf dem Programm, jede dauerte 15 Minuten plus zehn Sekunden pro Spielzug. Nach der Auftaktniederlage gelang dem 35-Jährigen im zweiten Spiel das erste Unentschieden. Spiel drei ging verloren. „In der vierten Partie hatte ich eine Gewinnstellung, die ich hätte nutzen müssen“, ärgerte sich Hagemann über eine verpasste Chance und die weitere Niederlage.

Auch die übrigen fünf Partien gingen verloren. Bitter: In der Abschlusspartie verspielte Hagemann den Sieg , weil er die falsche Zugreihenfolge wählte. „Mindestens zweieinhalb Punkte hätte ich holen können, vielleicht müssen“, haderte der Denksportler etwas mit seinem Abschneiden. Manchmal, gesteht er, sei er einfach zu ehrgeizig. Wie das Fußballteam, das voll auf Sieg spiele und am Ende nicht mal mehr ein Unentschieden erreiche. Trotzdem trug der Braunschweiger das Ergebnis mit Fassung: „Das ist kein Beinbruch.“

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