Biankadi: Rückkehr zu Eintracht Braunschweig war kein Thema

Braunschweig.  Aufstiegsheld Biankadi will bei Braunschweigs nächstem Gegner 1. FC Heidenheim Fuß fassen. Für die Eintracht hat er besondere Wünsche.

Merveille Biankadi im Trikot von Eintracht Braunschweig

Merveille Biankadi im Trikot von Eintracht Braunschweig

Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Die Hoffnungen, den schnellen Flügelspieler Merveille Biankadi auch über die Leihdauer von knapp sechs Monaten bei Fußball-Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig zu halten, waren groß bei den Verantwortlichen der Löwen.

Doch es klappte nicht. Stattdessen steht der 25-Jährige den Löwen mit dem 1. FC Heidenheim am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) als Gegner gegenüber. Im Interview sprach er über den Aufstieg, sein neues Team und die Erwartungen an die Eintracht.

Merveille Biankadi, vor zwei Monaten haben Sie als wichtige Säule des Teams mit Eintracht Braunschweig den Aufstieg in die 2. Liga geschafft. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?

Es war der größte Erfolg, den ich in meiner Fußball-Karriere bislang erleben durfte. Etwas Einzigartiges, auch wegen der Situation rund um die Corona-Pandemie, das wohl immer im Gedächtnis bleiben wird.

Wenn Sie ein Fazit zu Ihrer Zeit bei Eintracht Braunschweig ziehen müssten, wie würde es lauten?

Für meine Entwicklung war das halbe Jahr in Braunschweig sehr gut. Ich konnte viel spielen, mit dem Aufstieg ist es top gelaufen, und ich habe auch Kontakte knüpfen können – nach so einer wilden, gemeinsamen Zeit verliert man sich nicht aus den Augen.

Die Eintracht soll sich um eine Weiterverpflichtung bemüht haben. Warum kam diese nicht zustande?

Es gab Gespräche, aber für mich und den FCH war schnell klar, dass es diesmal nicht für alle Seiten gepasst hat, was eine Leihe angeht – im Gegensatz zum vergangenen Winter. Dementsprechend war das dann kein Thema.

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft in dieser Saison zu?

Wir hatten einen großen Umbruch. Viele Stammspieler sind gegangen. Für uns gilt es, eine sorgenfreie Saison zu spielen. Es wäre vermessen zu sagen, wir knüpfen sofort an die vergangenen zwei überragenden Saisons an.

Ihre Mannschaft hat in Ihrer Abwesenheit aufgrund zweier Unentschieden die Relegation gegen Werder Bremen verloren und den Aufstieg in die 1. Liga verpasst. Viele Teams fielen nach so einem Erlebnis in ein Loch. Sind Sie mit dem Aufstieg im Rücken in dieser Situation besonders gefordert, um positiv voranzugehen?

Mir hat der Aufstieg mit der Eintracht sicherlich Selbstvertrauen gebracht, aber ich bin immer noch ein Neuling in der 2. Bundesliga. Wir haben viele erfahrene Spieler. Ich bin auch in einem Alter, in dem ich Verantwortung übernehmen muss, aber erstmal gilt es für mich, dauerhaft in dieser Liga Fuß zu fassen.

Nun kommt es gleich am ersten Spieltag der neuen Saison zum Duell mit Ihrem Ex-Team. Was haben Sie sich vorgenommen?

Ich hoffe, dass wir am Sonntag gewinnen und die Eintracht danach mit dem Punkten anfängt.

Für Sie und den 1. FC Heidenheim gab es mit dem Aus im DFB-Pokal gegen Wiesbaden einen frühen Dämpfer. Ist Ihr Team für den Liga-Start gerüstet?

Wir sind im Pokal nach einer guten Vorbereitung unter unseren Möglichkeiten geblieben. Alle sind jetzt erst recht motiviert, diese Niederlage wettzumachen.

Was trauen Sie der Eintracht in dieser Saison zu?

Die Eintracht ist zwar ein Aufsteiger, aber ich traue ihr eine sorgenfreie Saison zu. Die Mannschaft wurde gut verstärkt, und die Spieler, die aufgestiegen sind, sollten Selbstvertrauen besitzen. In dieser engen Liga ist mehr möglich als nur der Klassenerhalt.

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