Eintracht Braunschweig: Meyer legt den Finger in die Wunde

Braunschweig.  Braunschweigs Trainer Daniel Meyer glaubt, dass Eintrachts Routinen nun besser greifen. Mit Heidenheims Trainer Frank Schmidt verbindet ihn etwas.

Eintracht Braunschweigs Cheftrainer Daniel Meyer sieht den kommenden Gegner Heidenheim als Paradebeispiel für Kontinuität im Fußball.

Eintracht Braunschweigs Cheftrainer Daniel Meyer sieht den kommenden Gegner Heidenheim als Paradebeispiel für Kontinuität im Fußball.

Foto: Darius Simka / regios24

Die Defizite aus dem 5:4-Sieg im DFB-Pokal gegen Bundesligist Hertha BSC hatte Daniel Meyer schnell ausgemacht. Vor dem 1. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Heidenheim am Sonntag (13.30 Uhr) legte der neue Cheftrainer von Eintracht Braunschweig verstärkt Wert auf die Defensive. „Es war offensichtlich, dass die Abläufe hinter unseren äußeren Mittelfeldspielern nicht gepasst haben und das verschieben der Dreierkette nicht immer funktioniert hat“, erklärte der 41-Jährige, dem im Videostudium jedoch auch gute Momente aufgefallen waren.

Eintracht Braunschweig: Daniel Meyer fordert maximale Stabilität

Um die Probleme aus dem Auftakt zu beheben, „legen wir immer wieder den Finger in die Wunde, damit wir Denkmuster in die richtige Richtung lenken“. Meyer weiß: „Es geht um maximale Stabilität.“ Nicht nur gegen Heidenheim.

Der Vorjahresdritte, der in der Relegation zur Bundesliga wegen zwei Remis an Werder Bremen gescheitert war, hat einen mittelgroßen Umbruch zu verzeichnen. Und trotz der 0:1-Schlappe im Pokal gegen Drittligist Wiesbaden rechnet der Eintracht-Coach mit einem Gegner, der unangenehm und sehr physisch auftritt. Man sehe die DNA, die Heidenheims Trainer Frank Schmidt, mit dem Meyer die A-Lizenz absolviert hatte, seinem Heimatverein gegeben hat und die die Süddeutschen aus der Oberliga fast bis ins Oberhaus geführt hätte. „Man sieht dort, wie wichtig Kontinuität im Profifußball ist. In dieser Hinsicht ist Heidenheim ein Paradebeispiel“, lobt Meyer vor der Partie, der bis zu 3000 Zuschauer beiwohnen dürfen. Dennoch sieht der gebürtige Hallenser auch deshalb gute Chancen gegen das Team des dienstältesten Trainers im deutschen Profifußball. „Eine gewisse Berechenbarkeit ist da“, glaubt Meyer, dem in Heidenheim Patrick Kammerbauer (Sehnenriss im Arm) und Matthias Heiland (Muskelfaserriss) nicht zur Verfügung stehen werden.

Daniel Meyer sieht Eintracht Braunschweig gegen Heidenheim gut gerüstet

In den Einheiten hatten zudem einige Akteure erkältet gefehlt, sind aber wieder einsatzfähig – in welchem Maße, das entscheidet sich am Sonntag. Die lange Trainingswoche gab der Eintracht die Chance, Spieler auch mal herauszunehmen und dennoch den Fokus intensiv auf den kommenden Gegner zu legen. „Wir haben ein ziemlich klares Bild trotz vieler personeller Änderungen und glauben, dass wir auch auf Variationen Antworten haben“, erklärte Meyer, der es nicht als Vorteil erachtete, dass die Heidenheimer mit einem Negativerlebnis aus dem Pokal in die Liga starten werden. „Es ist schwierig da reinzuschauen, und für uns eher komfortabel, dass wir nicht wissen, was in Heidenheim diese Woche los war“, glaubt Meyer, der trotz der eigenen Gala im Pokal lieber auf sein eigenes Team gucken mag – über das sagt er: „Keiner hat uns euphorisch erlebt, wir sind total fokussiert.“

1. FC Heidenheim – Eintracht,
Sonntag (13.30 Uhr/Sky).

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder