Eintracht Braunschweig: Dominik Wydra scheut Kaiser-Vergleich

Braunschweig.  Dominik Wydra ist Eintracht Braunschweigs neuer Abwehrchef. Für eine Facette seines Spiels erhält er von Trainer Daniel Meyer eine Erlaubnis.

Der Österreicher Dominik Wydra spielt den zentralen Part in der Dreierkette von Eintracht Braunschweig.

Der Österreicher Dominik Wydra spielt den zentralen Part in der Dreierkette von Eintracht Braunschweig.

Foto: Darius Simka / regios24

Das Regiment in Eintracht Braunschweigs Dreier-Abwehrreihe führt seit dieser Saison ein Österreicher. Dominik Wydra ist beim Fußball-Zweitligisten der zentrale Part in der hintersten Kette – und dazu einer, der sich auch nach vorne einschaltet. Beim 5:4-Sieg im DFB-Pokal gegen Hertha BSC bekamen die knapp 500 Menschen im Eintracht-Stadion eine Kostprobe von den Offensivqualitäten des 26-Jährigen, der seine Karriere hinter den Spitzen begonnen hatte.

Dominik Wydra will bei Eintracht Braunschweig mit nach vorn gehen

„Ich werde jetzt nicht zehn Mal pro Halbzeit im gegnerischen Fünfer auftauchen, aber ich versuche schon, mich in den Zonen hinter den Stürmern zu zeigen“, erklärt der gebürtige Wiener mit dem charmanten Dialekt. „Wenn ich sehe, dass ich den Raum hab, dann werde ich es versuchen, nach vorn zu gehen. Aber ich weiß auch, dass ich gefühlt als letzter Mann auf dem Platz stehe und die Defensive meine Hauptaufgabe ist.“

Doch auch Eintrachts Cheftrainer Daniel Meyer gibt dem Führungsspieler die Lizenz für Vorstöße. „Auf diesem Niveau beobachtet der Gegner alles. Und alles was bei uns außerhalb der Statik läuft, macht uns stärker. Wir wollen diesen Mut. Und deshalb hat er die volle Unterstützung dabei“, erklärt der 41-Jährige, der in den Positionswechseln eine besondere Qualität Wydras sieht.

Eintracht Braunschweigs Dominik Wydra sieht Hoffenheims Vogt als guten Verteidiger

Ein Vorbild hat er für seine Herangehensweise nicht: „Im modernen Fußball würde mir keiner einfallen, der das jetzt längere Zeit so spielt, dass ich sagen würde, der macht das so gut, dass ich es auch so spielen will“, erklärt der moderne Libero der Eintracht, der jedoch Hoffenheims Kevin Vogt als Spieler hervorhebt, der das Spiel in dieser Rolle richtig gut beherrscht.

Dennoch flachsen Wydras Teamkollegen wegen der nach vorne orientieren Spielweise auf seiner Position schon mal und vergleichen ihn mit Franz Beckenbauer – das sieht er nicht so, auch wenn er es ganz lustig findet. Die Parallelen – der aufrechte Laufstil, die anmutige aber kompromisslose Spielweise, die Ausflüge nach vorn – sind ja auch nicht so ganz von der Hand zu weisen. Wydra bleibt aber lieber er selbst. Auch wenn Beckenbauers Namensgeber, der echte Kaiser Franz, ja auch ein Österreicher war.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder