Eintracht-Kapitän Bernd Nehrig ist schon wieder verletzt

Braunschweig.  Eintracht Braunschweig muss im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen auf Bernd Nehrig verzichten. Der Kapitän hat einen Muskelfaserriss in der Wade.

Ohne Kapitän Bernd Nehrig müssen Braunschweigs Drittliga-Fußballer das Heimspiel gegen den KFC Uerdingen bestreiten.

Ohne Kapitän Bernd Nehrig müssen Braunschweigs Drittliga-Fußballer das Heimspiel gegen den KFC Uerdingen bestreiten.

Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Und wieder fehlt der Kapitän. Bernd Nehrig wird Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig im Heimspiel am Samstag (14 Uhr, Eintracht-Stadion) gegen den KFC Uerdingen nicht zur Verfügung stehen. Der Mittelfeldspieler hat sich am Donnerstag im Training einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen.

Damit ist die Verletzungshistorie des Routiniers in dieser Saison um ein Kapitel länger geworden. Seit seiner Achillessehnenverletzung im März muss der 33-Jährige immer wieder gesundheitliche Rückschläge verkraften und kann deshalb nur noch sporadisch 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit abrufen. „Das ist für alle, aber vor allem für Bernd, eine sehr unbefriedigende Situation. Er stellt sich immer wieder zur Verfügung und will der Mannschaft helfen, rauscht aber momentan von einer Verletzung in die nächste“, sagte Eintracht-Trainer Marco Antwerpen am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Er hatte aber auch eine gute Nachricht zu verkünden. Marc Pfitzner und Danilo Wiebe stehen wieder zur Verfügung. Einer von beiden könnte dabei die Lücke füllen, die Nehrig im zentralen Mittelfeld der Löwen hinterlässt. Wahrscheinlich ist es Pfitzner, der für den Kapitän in die Startelf rutscht. Er hatte bereits im vergangenen Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern von Anfang an gespielt und eine gute Leistung gezeigt. Bei der bitteren 1:3-Niederlage in Würzburg hatte er dann aber wegen Adduktorenproblemen gefehlt. „Wir sind froh, dass Pfitze wieder dabei ist. Wir haben gegen den FCK gesehen, wie wichtig er für uns sein kann. Er hatte großen Anteil daran, dass wir in diesem Spiel stabil gestanden haben“, sagt Antwerpen.

Doch Pfitzner wird nicht allein die Probleme der Eintracht beheben können. In Würzburg lieferten die Blau-Gelben eine ganz schwache Leistung ab, das unterstrich auch Antwerpen noch einmal. „Es war eine extrem schlechte Partie von uns“, sagte der Coach. Ihn hatte die Wucht des Rückschlags nach dem zarten Aufwärtstrend in den beiden Spielen zuvor ebenfalls überrascht. Deshalb fordert er von seiner Mannschaft gegen Uerdingen nun vor allem eines: „Wir müssen Herz und Leidenschaft auf den Platz bringen, gleichzeitig aber auch technisch und taktisch besser Fußball spielen.“

In Würzburg hatten zwei individuelle Fehler die Eintracht-Niederlage eingeleitet. Beim ersten Gegentor patzte Torwart Jasmin Fejzic, beim zweiten Innenverteidiger Felix Burmeister. Doch das war für Antwerpen nicht entscheidend. „Fehler können passieren, aber auf die Reaktion darauf kommt es an“, erklärt er und nennt Fejzic als gutes Beispiel. Dieser habe nach seinem Bock zum 0:1 anschließend klasse gehalten und eine höhere Niederlage verhindert. In Würzburg hat das zwar nicht geholfen, aber vielleicht kann das die richtige Einstellung sein, damit die Braunschweiger gegen Uerdingen wieder ein anderes Gesicht zeigen.

Unterstützt wird die Eintracht heute von etwa 16.000 Zuschauern. Die werden diesmal im Stadion noch alles beim Alten finden. Im folgenden Heimspiel am 14. März gegen Viktoria Köln soll es dann aber erstmals testweise einen Wechsel der Fanszene aus Block 9 in Block 7 geben. Über die Aktion wird beim Uerdingen-Spiel an zwei Ständen im Bereich der Südkurve informiert.

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