Kessels Rückkehr auf den Betzenberg

Braunschweig.  Spiele in Kaiserslautern sind für Benjamin Kessel immer etwas Besonders. Eintrachts Verteidiger erwartet einen harten Kampf auf dem Betzenberg.

Eintrachts Vizekapitän Benjamin Kessel spielte in der Jugend für den FCK.

Eintrachts Vizekapitän Benjamin Kessel spielte in der Jugend für den FCK.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Im Sommer 2017 hatte sich Benjamin Kessel das ganz anders vorgestellt. Zuversichtlich war er damals von Union Berlin zum 1. FC Kaiserslautern zurückgekehrt, für den er bereits in der Jugend Fußball gespielt hatte. Doch die Saison in der 2. Liga geriet für den FCK zum Fiasko. Am Ende mussten die Pfälzer als Tabellenletzter erstmals in die Drittklassigkeit absteigen – zusammen mit Eintracht Braunschweig.

Auch wenn Kessel bereits in der vergangenen Saison einmal mit Eintracht in Kaiserslautern spielte, ist die Rückkehr auf den Betzenberg für ihn immer noch etwas Besonderes. „Das ist meine Heimat, viele Freunde und die Familie werden da sein. Deshalb ist es immer wieder schön, zurückzukommen“, sagt Kessel. Daran hat er auch der Zweitliga-Abstieg mit den Pfälzern vor etwas mehr als einem Jahr nichts geändert. „Ich hatte mir meine Rückkehr damals natürlich anders vorgestellt. Es war ein turbulentes Jahr und für uns alle eine schwierige Situation, aber das spielt für mich nun keine große Rolle mehr. Braunschweig ist jetzt wieder meine sportliche Heimat“, sagt der 31-Jährige.

Und bei der Eintracht läuft es für den Rechtsverteidiger wieder richtig gut. Bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison war er ein wichtiger Faktor, dass die Blau-Gelben den Klassenerhalt geschafft haben und in dieser Saison ist der Routinier sogar zum Vizekapitän aufgestiegen. Gleichzeitig war er schon zweimal als Torschütze erfolgreich. Eine starke Quote für einen Abwehrspieler. Kessel will die beiden Treffer aber nicht überbewertet wissen. „Mir ist es egal, wie viele Tore ich erziele. Hauptsache, wir spielen als Mannschaft erfolgreich“, sagt er.

Mit Ausnahme der 0:3-Niederlage gegen Duisburg und Ex-Trainer Torsten Lieberknecht war das in dieser Saison der Fall. Kessel ist zuversichtlich, dass die Löwen durch dieses Spiel nicht aus dem Tritt geraten sind. „Wir haben gegen Duisburg einen Dämpfer bekommen. Doch wir haben das Spiel aufgearbeitet und wissen, wo wir ansetzen müssen“, erklärt er. „Außerdem haben wir vor allem die beiden Auswärtsspiele gut absolviert. Daran wollen wir anknüpfen“, fügt er hinzu.

Wie alle Braunschweiger hat er den Pokal-Erfolg der Lauterer am vergangenen Wochenende gegen Mainz interessiert verfolgt. „Das hat an die alten Zeiten auf dem Betzenberg erinnert“, sagt Kessel über die Atmosphäre im Fritz-Walter-Stadion. „Aber am Sonntag gibt es wieder ein anderes Spiel, und darauf werden wir gut vorbereitet sein“, verspricht er, selbst wenn Mannschaft und Fans des FCK nun euphorisiert sind. „Deshalb gilt es für uns, von der ersten Minute dagegen zu halten, uns zu wehren und unser Spiel durchzuziehen“, gibt Kessel die Marschroute vor.

Vielleicht ist es bei allem Ärger darüber, in dieser Saison nicht im DFB-Pokal dabei zu sein, auch ein Vorteil, dass die Löwen in diesem Wettbewerb zuschauen. „Wir konnten besser regenerieren und die Pause auch so gut nutzen“, sagt Kessel. Die Partie am Betzenberg wird für ihn und seine Kollegen eine Herausforderung, da können sie jedes Prozentchen Kraft gebrauchen.

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