Eintracht testet gegen Hoffenheim – Fokus liegt auf Abwehr

Braunschweig.  Es ist der letzte Test der Vorbereitung. Am Samstag trifft Eintracht Braunschweig auf den Fußball-Bundesligisten Hoffenheim.

Eintracht-Trainer Christian Flüthmann (links) mit Marc Pfitzner.

Eintracht-Trainer Christian Flüthmann (links) mit Marc Pfitzner.

Foto: Susanne Hübner

Für die Fußballer von Eintracht Braunschweig kommt es am Samstag (15.30 Uhr in Mosbach-Sattelbach) zum letzten Härtetest vor dem Drittligaauftakt beim 1. FC Magdeburg in genau einer Woche. Gegen Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim nutzt Trainer Christian Flüthmann die Chance, sein Team unter Wettkampfbedingungen unter die Lupe zu nehmen. Eigentlich wollten die Löwen gegen einen anderen hochkarätigen Gegner antreten, doch der sagte kurzfristig ab. „Alle hatten schon ihre Vorbereitung geplant, wir mussten kurzfristig eine Alternative finden“, erklärt Flüthmann.

Dass es nun überhaupt zu diesem Duell kommt, hat Eintracht Ex-Nationalspielerin Nia Künzer zu verdanken, die Mitte Juni die erste DFB-Pokalrunde ausgelost hatte. Ursprünglich wollte die TSG nämlich gegen Braunschweigs Ligakonkurrenten Würzburger Kickers testen, doch eben genau jene Paarung zog die Weltmeisterin von 2003 aus dem Topf und die Ansetzung wurde aus naheliegenden Gründen abgesagt.

Für den erstklassigen Gegner nehmen die Löwen eine knapp fünfstündige Anreise in Kauf – 430 Kilometer trennen das Eintracht-Stadion und die kleine Sportanlage des SV Alemannia Sattelbach an der Muckentaler Straße, wo das Spiel stattfindet. Für Flüthmann ist das kein Problem. „Wir reisen einen Tag vorher an. Das ist gut, um solche Abläufe für die Saison reinzubekommen“, sagt der Trainer, der sich auf einen „starken Gegner mit Bundesligaformat“ freut.

Im letzten Testspiel bekam sein Team gegen einen Bundesligisten gnadenlos die Schwächen aufgezeigt. Bei der 1:4-Niederlage gegen Hertha BSC am vergangenen Sonntag kassierten die Löwen drei der vier Gegentreffer binnen weniger Minuten. „Der Zeitpunkt der Gegentore und wie schnell sie hintereinander gefallen sind – das geht so nicht“, erklärte Flüthmann, der das Spiel gegen den Hauptstadtklub aber keinesfalls überbewerten will. „Wir arbeiten weiter nach unserem Plan. Das Spiel ist kein großes Thema mehr.“

Dennoch sollen seine Spieler gegen Hoffenheim dafür sorgen, dass die Abwehr besser steht als gegen Hertha. „Wir wollen die Defensive stabilisieren und die Räume eng machen. Darauf wird der Fokus liegen.“

Und gegen die TSG mit ihrer offensiven Ausrichtung, die Trainer Alfred Schreuder von seinem Vorgänger Julian Nagelsmann weiterführen wird, wird das auch nötig sein. Im ohnehin schon topbesetzten Angriff mit den Stürmern Ishak Belfodil, Andrej Kramaric, Joelinton Adam Szalai und U21-Vize-Europameister Nadiem Amiri tummeln sich nun auch noch zwei Neuzugänge, die sich für einen Stammplatz empfehlen wollen: die Flügelspieler Ihlas Bebou (Hannover 96) und Sargis Adamyan (SSV Jahn Regensburg).

Für die Kraichgauer, bei denen auch Ex-Löwe Ermin Bicakcic unter Vertrag steht, ist das Aufeinandertreffen mit Eintracht jedoch das erste Testspiel der Vorbereitung. Insofern dürfte beim Tabellenneunten der Vorsaison noch nicht alles glatt laufen. Nichtsdestotrotz wird das Duell mit den Baden-Württembergern ein echter Prüfstein für die Eintracht-Fußballer, die sich vor dem Spiel in Magdeburg Selbstvertrauen und Routine holen wollen.

TSG Hoffenheim – Eintracht,

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder