Grizzlys Wolfsburg – DEL-Treffen am Montag dramatisch?

Wolfsburg.  Es steht viel auf dem Spiel für die Deutsche Eishockey-Liga. Ein Geschäftsführer-Duo der Grizzlys Wolfsburg ist auch dabei. Die Saison wackelt!

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf vertritt die Grizzlys bei der Gesellschafterversammlung der DEL.

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf vertritt die Grizzlys bei der Gesellschafterversammlung der DEL.

Foto: archiv

Düstere Stimmung herrscht vor der am Montag in Frankfurt/Main stattfindenden Gesellschafterversammlung der Deutschen Eishockey-Liga. Der Regierungsbeschluss, in einer sechswöchigen Testphase bis Ende Oktober eine maximale Auslastung von 20 Prozent der Stadionkapazität der Profisport-Klubs zuzulassen, sorgt für lange Gesichter in der DEL.

Für die Grizzlys nehmen die Geschäftsführer Charly Fliegauf und Hartmut Rickel am Treffen teil. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke äußert sich in der kommenden Ausgabe der Eishockey-News skeptisch darüber, ob die Liga unter den Voraussetzungen am schon mal verschobenen Starttermin 13. November beginnt. Tripcke: „20 Prozent sind zwar besser als 500 Zuschauer, aber wir sind weiterhin weit weg von einer wirtschaftlichen Darstellbarkeit für die allermeisten Klubs.“

Riesiges Liga-Minus droht

Die Grizzlys gelten als einer der wenigen Klubs, die „unbedingt spielen möchten“, wie Fliegauf bereits mehrfach betonte. Auch RB München zählen Insider zu den Vereinen, die trotz des zu erwartenden finanziellen Ausfalls für einen Start plädieren werden. Danach wird es aber schon eng, heißt es.

Tripcke skizziert ein Liga-Gesamt-Minus von 60 Millionen Euro, wenn unter den herrschenden Bedingungen die Saison gespielt würde. Auch die avisierten 800.000 Euro pro Klub aus der Konjunkturhilfe reichten nicht. Eine weitere Verschiebung des Starts erscheint wahrscheinlich. Möglich auch, dass die DEL erst mal keine Beschlüsse fasst, sondern nur Szenarien erarbeitet. Klar ist: In je kürzerer Zeit die Saison ausgetragen wird und je länger sich die Spieler in Kurzarbeit befinden, desto geringer fallen die Kosten für die Klubs aus. Und die Chancen zu spielen steigen.

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