Hoffnungsschimmer für Grizzlys Wolfsburg und fürs Eishockey

Wolfsburg.  Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) zieht eine Aussetzung des Abstiegs in Betracht. Politik will zudem in den nächsten zwei Wochen beraten.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Grizzlys-Wolfsburg-Kapitän Sebastian Furchner hatte es kürzlich schon gefordert: eine Aussetzung des von der kommenden Saison an eigentlich erstmals wieder geltenden Abstiegs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Aufgrund der ohnehin schon großen finanziellen Sorgen der Klubs solle auf die Weise ein Wettrüsten zwischen den Standorten verhindert werden. Auf jeden Fall zieht nun offenbar auch die DEL die Möglichkeit in Betracht, ohne Absteiger zu spielen, aber einen Aufsteiger aus der DEL 2 wie vertraglich vereinbart zuzulassen.

Laut eines Berichts des Fachblatts Eishockey-News laufen im Hintergrund bereits die Gespräche. „Wir haben Verträge. Wir werden sowohl intern als auch mit unseren Partnern diese Thematik im Rahmen der bestehenden Verträge beizeiten besprechen“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Mehrheit für Absage?

Die Bereitschaft, trotz zu erwartender hoher Einnahmeausfälle eine Saison zu spielen, bröckelte mehr und mehr, wie aus Insider-Kreisen immer mal wieder zu hören war. Die Mehrheit der Klubs sei aus finanziellen Gründen (und sicher auch aus Angst vor dem Abstieg) zuletzt für eine Absage gewesen.

Ein großes Problem in der Corona-Zeit sind nach wie vor die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Regelungen für Profisport. Vor allem Bayern legt die Regeln sehr streng aus. Mit Straubing, Ingolstadt, München, Augsburg und Nürnberg kommen aber gleich fünf Klubs aus diesem Bundesland.

Söder macht Hoffnung

Immerhin: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gab bekannt, dass der Amateursport vom 19. September an mit maximal 400 Zuschauern im Freien und 200 in der Halle beginnen darf. Mit Blick auf die Profi-Ligen sagte er zudem: „Wir werden uns in den nächsten zwei Wochen noch mal mit allen Bundesländern zusammensetzen und versuchen, eine belastbare Planung zu machen.“

Dabei gehe es nicht nur um Fußball, sondern ausdrücklich auch um Basketball und Eishockey. „Wir brauchen eine einheitliche Lösung.“ Was für die 1. Liga tauge, müsse auch für die 3. Liga taugen. Die Zeit wird knapp für die DEL, die am 13. November starten will.

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