Grizzlys-Manager Fliegauf ist gegen noch späteren DEL-Start

Wolfsburg.  1. oder erst 14. November? Die Frage zum DEL-Start beantworten Liga und DEB in dieser Woche. Die Grizzlys Wolfsburg haben bereits eine Meinung.

Gegen einen noch späteren DEL-Start: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf.

Gegen einen noch späteren DEL-Start: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf.

Foto: archiv

In dieser Woche fällt die Entscheidung, ob die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) nach der Corona-Zwangspause Anfang November oder doch erst zwei Wochen später Mitte November in die Saison startet. Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys Wolfsburg, hat bereits eine klare Vorstellung. „Meine Meinung ist, dass die DEL am 1. November beginnen sollte“, sagt er.

Zuletzt hatten einige Medien darüber berichtet, dass die DEL erst nach dem Deutschland-Cup der Nationalmannschaft beginnen soll. Das Turnier soll vom 5. bis 8. November in Krefeld ausgetragen werden. „Es ist noch nichts entschieden“, berichtet Fliegauf. Dass es die zwei Szenarien gibt, bestreitet der Grizzlys-Manager jedoch nicht.

Enger Terminkalender als Nachteil?

Fliegaufs Hauptbedenken für einen noch späteren Start liegen vor allem im ohnehin schon engen Terminkalender begründet. „Wenn wir erst nach dem Deutschland-Cup starten, müssen wir noch zwei weitere Spiele in den Spielplan quetschen“, sagt er. „Man muss auch schauen, ob das für die Belastung der Spieler sinnvoll ist.“

Skepsis ruft bei Fliegauf zudem hervor, ob es sinnvoll für die deutschen Nationalspieler ist, ohne echte Wettkampfpraxis in den Deutschland-Cup zu gehen. In dem Punkt stimmt er Stefan Schaidnagel zu. Der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) wird unter anderem in der Bild wie folgt zitiert: „Es wäre natürlich besser, wenn die Spieler zum Deutschland-Cup mit mehr Liga-Spielen in den Beinen anreisen könnten.“

Nicht-Nationalspielern droht Pause

So sieht es auch Fliegauf. Zudem werde die Pause zwischen dem geplanten DEL-Vorbereitungsturnier und dem Saisonstart zu groß. Nur die Nationalspieler blieben so im Rhythmus. „Alle anderen hätten wieder bis zu drei Wochen Pause“, erklärt der Grizzlys-Manager.

Argumente für einen erneut verschobenen Start Mitte November sind laut Medienberichten, dass die Klubs auf die Weise noch einmal für einen halben Monat Gehaltseinsparungenverzeichnen. Wenn nicht gespielt wird, müssen sie nur maximal 2900 Euro pro Profi zahlen.

Termin als Orientierungshilfe

Nun müssen sich die Verantwortlichen der DEL und des DEB in dieser Woche auf einen Starttermin einigen. Bis Ende Oktober gelten in einigen Bundesländern noch strenge Zuschauerverbote. Die DEL hatte von Anfang an klargemacht, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen nur eine kurze Zeit ohne substanzielle Zuschauereinnahmen spielen könne. Geisterspiele sind auf Dauer keine Alternative, weil die TV-Gelder im Vergleich zum Fußball nur einen kleinen Teil des Budgets ausmachen. Deshalb arbeiten alle DEL-Klubs daran, das kürzlich vorgestellte Hygiene-Konzept bestmöglich umzusetzen, um bald wieder vor Fans spielen zu dürfen. Ein endgültiger Starttermin wäre auch dafür eine gute Orientierungshilfe.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder