Grizzlys-Neuzugang Strahlmeier: „Ich würde kotzen, wenn ...“

Wolfsburg.  Hier erklärt der neue Grizzlys-Torwart, warum er zum Wolfsburger Eishockey-Erstligisten wechselte und was er mit diesem erreichen möchte.

Wiedersehen zweier Ex-Schwenninger in Wolfsburg: Torwart Dustin Strahlmeier (rechts) und Stürmer Anthony Rech (links) spielen wieder gemeinsam.

Wiedersehen zweier Ex-Schwenninger in Wolfsburg: Torwart Dustin Strahlmeier (rechts) und Stürmer Anthony Rech (links) spielen wieder gemeinsam.

Foto: mago/Beautiful Sports

Dustin Strahlmeier hatte auch andere Angebote, darunter wohl auch lukrativere, doch er entschied sich für die Grizzlys. Warum, erklärt der neue Torwart des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten hier.

„Das habe ich vergessen“, antwortet der 27-Jährige schlagfertig auf die Frage nach den Offerten, die ihm vorgelegen hatten. Er erinnert sich im Folgenden nur noch an die der Grizzlys. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit Manager Charly Fliegauf. Meine Entscheidung fiel nicht gegen andere Klubs, sondern für Wolfsburg. Auch mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich bei den Grizzlys gut reinpasse. Sie boten mir ein komplettes Paket. Ich kann mich mit dem Klub sehr gut identifizieren“, begründete er seinen Schritt. Nicht immer sei das bestdotierte Angebot auch das beste.

Eine Rolle habe auch gespielt, dass er Trainer Pat Cortina und dessen Assistenten Petteri Väkiparta bereits aus Schwenningen kennt. „Man muss als Spieler mit der Art des Trainers zurechtkommen. Pat ist ein super ehrlicher und offener Typ und ein sehr respektvoller Mensch. Er gab mir damals in Schwenningen die Chance, die ich gebraucht hatte.“

Aus gemeinsamen Wild-Wings-Zeiten kennt Strahlmeier auch bereits seine künftigen Grizzlys-Kollegen Dominik Bittner und Anthony Rech. Deren Meinung über Wolfsburg bestätigten ihn zusätzlich. „Außerdem habe ich mich bei der Nationalmannschaft auf Anhieb hervorragend mit Gerrit Fauser verstanden und kenne von dort auch Fabio Pfohl“, nennt er weitere Gründe für die Wahl seines neuen Klubs. Mit dem hat er große Ziele. „Natürlich erst einmal, dass wir die Play-offs erreichen. Um ehrlich zu sein: Ich würde kotzen, wenn wir das nicht schaffen würden.“

Dafür hat er zu Hause bereits die individuelle Vorbereitung begonnen. Aus seinem derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Stamm-Fitnessstudio hat er sich ein Spinning Bike und Gewichte abholen dürfen und trainiert nun im Garten seiner Eltern. Auch Yoga steht auf dem Programm. Die Sorge, wie es im Eishockey weitergeht, treibt ihn – wie viele andere – um: „Eishockey ist mein Beruf, den möchte ich gern weiter ausüben. Wenn die Saison nicht stattfinden würde, wäre es schon ein kleines Drama. Vor allem auch aus finanzieller Sicht für die Vereine. Aber ich mache mich nicht selbst verrückt, sondern bereite mich weiter vor.“

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