Rad-Enthusiast: Trekkingrad ist der Alleskönner

Braunschweig.  Tobias Kreussel kennt die verschiedenen Fahrradtypen – und ihre Vor- und Nachteile. Er stellt sie in unserer Serie Fahrradwochen vor.

Tobias Kreussel aus Braunschweig hat acht Fahrräder.

Tobias Kreussel aus Braunschweig hat acht Fahrräder.

Foto: Susann Gebbert

Acht Fahrräder stehen in seinem Keller. Als nächstes soll noch ein Klapprad dazukommen. Tobias Kreussels Hobby ist Fahrradfahren. Dabei gilt: Für jeden Weg das passende Rad. Auf etwa 7000 Kilometer kommt der Elektrotechnik-Student im Jahr. Das entspricht der Strecke von hier bis nach Islamabad, der Hauptstadt Pakistans. Weil er so begeistert vom Radeln ist, arbeitet er seit 2014 neben dem Studium in einem Fachgeschäft für – Fahrräder. Er erklärt, welche Typen es gibt und für wen sie am besten geeignet sind.

Komfortabler Begleiter: das Stadtrad

Bei den Stadträdern steht nicht das Gewicht, sondern die Bequemlichkeit im Vordergrund. So bringen sie gut 16 Kilo auf die Waage. Ein gemütlicher Sattel, Platz für die Wochenendeinkäufe oder einen Shopping-Sprint und eine Narbenschaltung, die sich im Stand schalten lässt, das macht die Stadträder aus. Ein beliebtes City-Rad ist zum Beispiel das Hollandrad, das mit bis zu 25 Kilogramm noch einmal deutlich schwerer ist. Dafür liegt es ruhig auf der Straße – der Elefant unter den Rädern. Sein Fahrer sitzt aufrecht, was die Nackenmuskulatur entspannt. Für Sportler ist die gerade Haltung eher unangenehm.

Alleskönner: das Trekkingrad

Wer nicht nur mit dem Rad zum Bummeln fahren, sondern auch im Gelände unterwegs sein möchte, sollte auf ein Trekkingrad setzten. Es ist ein Alleskönner. Die Reifen haben mehr Profil, die Haltung ist sportlicher als beim Stadtrad. Außerdem sind sie meist mit hellerem Licht ausgestattet, etwas leichter und haben eine Kettenschaltung mit vielen Gängen, damit der Fahrer auch im Gebirge besteht. Auch das Trekkingrad bietet Stauraum.

Praktisch: das Faltrad

Von wegen Klappräder sind uncool. Vielmehr sind sie Kult und total praktisch für Pendler. Dadurch, dass sie sich zusammenklappen lassen, kann man sie sogar mit ins Büro nehmen. Es ist sehr leicht, liegt dadurch aber etwas wackliger auf der Straße. Einen kleinen Abzugspunkt bekommt das Faltrad hinsichtlich des Komforts.

Agil: das Sportrad

Zu den Sporträdern gehören zum Beispiel die Gravelbikes und Cyclocross-Räder. Die sind im Trend. Es sind quasi Rennräder, die sich aufgrund ihrer etwas breiteren Reifen auch im Winter fahren lassen. Im Sommer kann man einfach dünnere Reifen draufziehen und hat ein Rennrad. Wer den gebogenen Lenker bei Rennrädern nicht mag, sollte sich mit Fitnessrädern bekannt machen. Zu den Sporträdern gehört auch das Mountainbike, das fürs Gelände gedacht ist, mit dem aber auch Sprünge möglich sind.

Schneller, weiter, höher: E-Pedelec

Fast alle Radtypen gibt es auch mit Motor. Etwa ein Drittel der Räder, die verkaufen werden, sind Pedelecs und die Nachfrage steigt immer weiter. Auch das Angebot wird immer vielfältiger. Sie sind optimal, um weite Strecken zu fahren und auch Anstiege zu meistern. Ein E-Pedelec ist allerdings auch eine Investition, so Kreussel in seinen persönlichen Empfehlungen..

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