Merkel zum Corona-Winter: „Wird uns noch viel abverlangen“

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Merkel- Der Winter wird uns allen noch viel abverlangen

Merkel: "Der Winter wird uns allen noch viel abverlangen"

Die Deutschen müssen sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitere Monate mit Corona-Beschränkungen einstellen: "Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen", sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.

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Berlin.  Angela Merkel bespricht am Montag mit den Länderchefs die Corona-Strategie. Zuvor stimmte sie die Deutschen auf harte Wintermonate ein.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland auf harte Wintermonate eingeschworen. „Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen“, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast.

„Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können“, sagte Merkel. Regierungssprecher Steffen Seibert hat bereits am Freitag betont, dass die Regierung noch keine Möglichkeiten für Lockerungen der aktuellen Maßnahmen sieht.

Freizeiteinrichtungen und Restaurants sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Am Montag treffen sich Merkel und die Chefinnen und Chefs der Bundesländer , um nach zwei Wochen Teil-Lockdown eine Zwischenbilanz zu ziehen. Lesen Sie auch: Was bringt der Teil-Lockdown in Deutschland wirklich?

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Merkel: Mir fehlen in der Corona-Pandemie persönliche Kontakte

Die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel könnten in dieser Situation helfen, so Merkel, sie seien aber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen. Auch „mir persönlich fehlt am meisten der direkte Kontakt mit Menschen – privat und als Bundeskanzlerin“, sagte die Kanzlerin.

Sie verwies auf die neue Reihe von Bürgerdialogen im Netz unter dem Titel „Die Bundeskanzlerin im Gespräch“: „Den Bürgerinnen und Bürgern zu begegnen, zuzuhören, das ist mir in meinem Amt sehr wichtig“, sagte Merkel. In den Videokonferenzen wolle sie erfahren, wie Menschen mit den Herausforderungen des Lebens in der Pandemie umgehen, was sie beschwert, welche Sorgen und Wünsche an die Politik sie haben.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) nach Angaben von Samstagmorgen 22.461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist der Wert erstmals seit Monaten im Vergleich zu einem Samstag der Vorwoche gesunken. Vor einer Woche hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23.399 gelegen. Auch wenn solche Daten statistische Ausreißer sein können, so gibt es doch Lichtblicke in der Corona-Pandemie. Schon vor Samstag war die Geschwindigkeit des Zuwachses der Neuinfektionen gesunken.

Auch die 7-Tage-Inzidenz stieg zuletzt nicht mehr so schnell wie Anfang November und lag am Freitag bei 140,4 Fällen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Bis sich die Wirkung des seit dem 2. November greifenden Teil-Lockdowns bei den Infektionszahlen zeigt, dauert es nach RKI-Angaben zwei bis drei Wochen. Ziel der Bundesregierung ist es, an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 heranzukommen. Erst dann sei es wieder möglich, dass die Gesundheitsämter einzelne Kontakte von Infizierten nachvollziehen könnten.

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(dpa/afp/ba)

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