Europol warnt vor Betrug mit Corona-Schutzprodukten

Brüssel/Den Haag.  Ein neuer Report der EU-Polizeibehörde schlägt Alarm: Die Corona-Krise befördert das Organisierte Verbrechen und Cyber-Kriminalität.

So trage ich den Mundschutz richtig

Masken sind wegen des Coronavirus überall. Aber wie trage ich die Gesichtsmaske? Wir zeigen im Video, wie Atemschutz geht und wie nicht.

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Die EU-Polizeibehörde Europol warnt angesichts der zweiten Corona-Welle vor dem Angebot von minderwertigen Corona-Schutzmasken, gefälschten Medikamenten und mangelhaften Schutzausrüstungen in Europa. Kriminelle machten mit dem Vertrieb solcher Produkte weiter, warnt Europol in einem neuen Bericht zur Corona-Kriminalität.

So kämen in Europa noch immer große Lieferungen mangelhafter Masken an - vor allem aus China, Bangladesh, Malaysia, Singapur und der Türkei. Europol nennt als Beispiel einen Fall, bei dem europäische Zollbehörden mehr als 8,5 Millionen medizinischer Masken beschlagnahmt hätten, die Mängel hatten und keine Zertifizierung trugen. Kriminelle böten auch zunehmend Infrarot-Thermometer, minderwertiges Desinfektionsgeld oder angebliche Corona-Test-Kits an - sowohl im Internet auf Webseiten, die nach ersten Beschwerden schnell wieder abgeschaltet würden, als auch offline, etwa bei Besuchen an der Haustür.

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Corona-Krise stärkt die organisierte Kriminalität

Der Verkauf von gefälschten Medikamenten habe erheblich zugenommen, was auch aus medizinischer Sicht besorgniserregend sei. Die Sicherheitsbehörden beobachten zugleich auch anhaltende Cyber-Kriminalität im Zusammenhang mit Corona und eine Reihe von Betrugsmaschen : So gäben sich Kriminelle bei Telefonanrufen als Gesundheitsbeamte aus und forderten unverzüglich Geldzahlungen, damit ein schwer an Corona erkrankter Verwandter weiter behandelt werden könne.

Besorgt ist Europol wegen der Ausbreitung der organisierten Kriminalität als Folge der Corona-Pandemie. Verbrecher-Gruppen seien in den Schmuggel und Handel mit gefälschten Schutzprodukten und Medikamenten ebenso verwickelt wie etwa in Cyberkriminalität . „Wirtschaftliche Krisen sind ein fruchtbarer Boden für das Erstarken organisierter Kriminalität“, warnen die Experten in Den Haag.

Die zunehmende Arbeitslosigkeit könne außerdem den Einstieg von Personen in solche Gruppen befördern. Die Gewalt zwischen organisierten Verbrechergruppen habe in diesem Jahr zugenommen, was ein Zeichen für die Ausweitung ihrer kriminellen Aktivitäten und Gebietsansprüche sei.

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