Erneuter Angriff – RKI wieder Ziel von Cyberattacke

Berlin.  Innerhalb weniger Tage hat es offenbar zwei Angriffe auf das Robert Koch-Institut (RKI) gegeben. Erneut fielen daher die Server aus.

RKI-Präsident: Corona-Maßnahmen "konsequent beherzigen"

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat die Corona-Situation in Deutschland als "sehr ernst" bezeichnet. Es bestehe jedoch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte Wieler in Berlin. "Wir sind nicht machtlos", sagte er mit Blick auf das Verhalten aller Bürger.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) ist am Mittwoch offenbar erneut Opfer einer Cyberattacke geworden – bereits das zweite Mal in wenigen Tagen.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte in Berlin, dass es am Morgen einen sogenannten Überlastungsangriff gegeben habe. Die Attacke habe zu einer vollständigen Auslastung der RKI-Server geführt. Daher sei die RKI-Webseite zeitweise nicht verfügbar gewesen.

Der Sprecher bezog sich auf eine entsprechende Meldung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Behörde habe dem RKI deswegen Unterstützung angeboten. Der Angriff habe aber auch ohne solche Unterstützung vom Betreiber der Webseite abgewehrt werden können.

RKI: Angriff auf Server schon vergangenen Donnerstag

Die Bekanntgabe der aktuellen Daten zu Corona-Neuinfektionen durch das RKI im Internet hatte sich am Morgen erheblich verzögert. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, die Übermittlungsprobleme bei Corona-Daten an das RKI vom vergangenen Donnerstag seien auf eine weitere Cyberattacke zurückzuführen gewesen.

Hier wurde offenbar die Seite so lange mit Hilfe von Bot-Netzen mit Anfragen bombardiert, bis sie zusammenbrach. In der Nacht zum Sonntag hatte es zudem einen Brandanschlag auf das RKI-Gebäude in Berlin gegeben. (dpa/les)

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