Corona-Alarm im Peiner Seniorenheim - 76 Infizierte

Peine.  Im Haus "Zur Peiner Eule" haben sich 52 Bewohner und 24 Mitarbeiter angesteckt: Sie sind nun in Isolation. Der Impfstoff des Kreises ist verbraucht.

Im Senioren- und Pflegeheim "Zur Peiner Eule" in der Südstadt ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

Im Senioren- und Pflegeheim "Zur Peiner Eule" in der Südstadt ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

Foto: Harald Meyer

Alarmstufe Rot im Senioren- und Pflegeheim "Zur Peiner Eule" in der Peiner Südstadt: 52 Bewohner und 24 Mitarbeiter sind positiv auf das Coronavirus getestet worden - das bestätigen die Heimleitung und der Landkreis-Sprecher Fabian Laaß (die Kreisverwaltung ist die Heimaufsichtsbehörde).

Die 52 Heimbewohner sind nach Darstellung der Heimleitung und von Laaß umgehend in dem großen Gebäude isoliert worden - und zwar in den Zimmern auf vermutlich zwei Etagen. Die Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne. "Alle übrigen Heimbewohner und Mitarbeiter werden auf Corona getestet", setzt die Heimleitung auf Nachfrage unserer Zeitung hinzu. Insgesamt gebe es in der Einrichtung derzeit 101 Bewohner und 90 Mitarbeiter.

Ein Corona-Toter ist laut Heimleitung in der "Eule" bislang noch nicht registriert worden: "Wir beten, dass es dabei bleibt." Zehn Soldaten des Panzergrenadierbataillons 33 aus Luttmersen unterstützen laut Laaß die Pflegekräfte vor Ort.

Das Heim "Zur Peiner Eule" gehört zur Argentum-Gruppe, die bundesweit solche Einrichtungen betreibt: Im Kreis Peine unterhält dieses Unternehmen auch das Seniorenheim auf dem Ilseder Hüttengelände.

Kreisweit bislang 35 Corona-Tote unter Heimbewohnern

Seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland vor rund zehn Monaten hat es Laaß zufolge unter den Altenheimbewohnern kreisweit 35 Corona-Tote gegeben. "Betroffen waren sechs Seniorenheime im Landkreis", führt der Sprecher aus - am stärksten das Heim der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Vechelde mit zehn Toten und "Brockenblick" in Gadenstedt mit sieben Toten. Unter den übrigen vier Heimen befinde sich auch das CMS Pflegewohnstift in Vechelde mit zwei Toten.

Landkreis: Wir haben zehn Heime durchgeimpft

Zudem verkündet der Sprecher: "Bislang konnten wir zehn Alten- und Pflegeheime im Landkreis komplett mit einem Corona-Impfstoff durchimpfen." Dabei geht es um die Bewohner und das Personal. Zudem haben nach den Worten von Laaß "mehr als 200 Mitarbeiter des Klinikums Peine eine Impfung" erhalten (ingesamt knapp 700 Beschäftigte).

Allerdings: "Damit ist der erste in den Landkreis Peine gelieferte Impfstoff auch aufgebraucht", bedauert Laaß. Insgesamt seien rund 1100 Impfdosen verabreicht worden: "Wir sind mit unserem Impfzentrum in Peine und den mobilen Teams sehr gut aufgestellt und könnten schnell vorankommen. Leider fehlt es uns an weiterem Impfstoff." Um welche zehn Alten- und Pflegeheime es sich handelt, die komplett durchgeimpft worden seien, verrät Laaß nicht: Gemeldet hat der Landkreis aber bereits Impfungen in einer Hohenhamelner und einer Edemisser Einrichtung.

"Wenn in einem Heim vermehrt ,Corona' auftritt, können wir dort erst impfen, wenn die Fallzahlen zurückgegangen sind", informiert Laaß. Die nächsten rund 1100 Impfdosen sollen am Montag, 18. Januar, in den Landkreis Peine geliefert werden. "Dann werden die mobilen Teams die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen fortsetzen", verspricht der Sprecher.

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