Traditionelle Hubertusmesse der Jägerschaft Peine fällt aus

Peine.  Der Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Hubertus, Schutzpatron der Jäger, sollte eigentlich am Sonntag, 1. November, stattfinden.

Bläser des Parforcehorn-Corps „Die Jagdfanfare“ gestalteten in den Vorjahren die Peiner Hubertusmesse, die in diesem Jahr abgesagt ist.

Bläser des Parforcehorn-Corps „Die Jagdfanfare“ gestalteten in den Vorjahren die Peiner Hubertusmesse, die in diesem Jahr abgesagt ist.

Foto: ARCHIV / Jägerschaft Peine

Die traditionelle ökumenische Hubertusmesse der Jägerschaft des Landkreises Peine fällt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie aus. Das teilt die Jägerschaft Peine mit. Der Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Hubertus, Schutzpatron der Jäger, sollte eigentlich am Sonntag, 1. November, stattfinden und war erst in der Peiner St. Jakobi-Kirche und zuletzt unter freiem Himmel im Schlosspark des Rittergutes Oberg geplant.

Die Peiner Jäger haben den viele Jahrhunderte alten Brauch vor fast 30 Jahren wiederaufleben lassen und danken seither in einer Messe ihrem Schutzpatron im Wechsel in der evangelischen und der katholischen Kirche. Gedenktag des Heiligen Hubertus ist der 3. November.

Hubertus entsagte der Jagd und wurde Bischof

Der Legende nach war er im 7. und 8. Jahrhundert ein wilder Jäger, bis ihm eines Tages ein Hirsch erschien, der zwischen den Stangen seines Geweihes das Zeichen des Kreuzes trug. Hubertus entsagte von nun an der Jagd und wurde Bischof von Lüttich, bis er 727 nach Christus starb.

Hierauf gründet sich die Forderung an die Jäger, die Jagd nicht wild und zügellos, sondern waidgerecht auszuüben. Schon im Mittelalter wurde die Kirche am Hubertustag mit Waldgrün geschmückt und die Jäger brachten ihre Hunde sowie Jagdhörner mit.

Musik sorgt für besinnliche Atmosphäre

„Die liturgische Musik war zunächst die Aufgabe von Priester, Chor und Orgel. Doch das Jagdhorn hatte sich im Laufe der Zeit vom Signal- zum Musikinstrument entwickelt und eignete sich nun auch zur Intonation anspruchsvoller Musikstücke“, sagt Hagen Lange, Vorsitzender der Jägerschaft Peine. „Die Ursprünge lagen in Frankreich und Belgien, wo sich im Laufe des 19. Jahrhunderts eine spezielle Liturgie für Parforcehörner entwickelt hat.“

In den 50er Jahren gründete sich in Deutschland die Tradition, Musikstücke auf dem Parforcehorn in „Es“ zu blasen. „Die Klangfacetten der Jagdhörner und die stimmungsvolle Atmosphäre bieten Besuchern Raum für Besinnung, auch ein Grund, dass in den vergangenen Jahren immer weit über 300 Besucher zu unseren Hubertusmessen kamen und von der Atmosphäre sehr berührt waren“, betont Lange.

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