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Corona: Long-Covid-Expertin warnt vor schlechter Versorgung

| Lesedauer: 17 Minuten
Corona-Folgen: Risiko für neurologische Erkrankungen erhöht

Corona-Folgen: Risiko für neurologische Erkrankungen erhöht

Eine der bislang größten Studien zeigt, welche Schäden und Probleme eine Covid-Erkrankung zu Folge haben kann.

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Eine Lungen-Expertin fordert eine bessere Versorgung bei Long-Covid. Die Corona-Proteste in China drohen zu eskalieren. Mehr im Blog.

  • BBC: Reporter in China festgenommen und misshandelt
  • Demonstrierende in China fordern den Sturz von Xi Jinping
  • Lungen-Expertin fordert ein Umdenken bei der Versorgung von Menschen mit Long Covid
  • BGH bestätigt Urteil: Falscher Impfarzt bleibt in Haft
  • China verhängt einen fünftägigen Lockdown für mehr als sechs Millionen Menschen

Berlin. Das Coronavirus breitet sich derzeit in Deutschland nicht allzu stark aus. An Montagen gibt es keine belastbaren Zahlen durch verzögerte Meldungen an die Gesundheitsämter, sonntags meldet das Robert Koch-Institut (RKI) keine Zahlen. Am Samstag gab das RKI die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 24.687 an. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Freitag leicht, auf 189,5 (Vorwoche: 192,0; Vormonat: 528,0). Unterdessen ist die Zahl der Todesfälle derzeit relativ hoch. Die Daten lassen aufgrund des Test- und Meldeverhaltens nur eingeschränkt Vergleiche zu. Viele Gesundheitsämter melden keine Zahlen mehr an das RKI, die Testbereitschaft in der Bevölkerung nimmt ab. Expertinnen und Experten rechnen daher mit einer hohen Dunkelziffer.

In China zieht die Null-Covid-Strategie der Regierung indes Protestierende auf die Straßen. Am Wochenende fanden die größten Proteste seit Jahrzehnten in der Volksrepublik statt. In mehreren Millionenstädten, darunter Shanghai und Peking, riefen die Demonstranten "Nieder mit Xi Jingping!" Wiederholte Lockdowns, Massentests und Zwangsquarantäne erzürnten viele Chinesen. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen, darunter offenbar auch ein BBC-Reporter.

Corona-News von Montag, 28. November: BBC-Reporter in China festgenommen - Misshandlungen durch Polizei?

4.23 Uhr: Ein über regierungskritische Demonstrationen in Shanghai berichtender BBC-Reporter ist festgenommen und nach eigenen Angaben von der chinesischen Polizei misshandelt worden. "Die BBC ist extrem besorgt über die Behandlung unseres Journalisten Ed Lawrence, der festgenommen und in Handschellen gelegt wurde, während er über die Proteste in Shanghai berichtete", sagte ein Sprecher des britischen Senders. Lawrence sei bei der Festnahme von Polizisten geschlagen und getreten worden, obwohl er als Journalist akkreditiert gewesen sei. Erst Stunden später sei er wieder freigelassen worden.

Seitens der chinesischen Behörden habe es keine offizielle Erklärung oder Entschuldigung für den Vorfall gegeben, sagte der Sprecher weiter. Dass die Polizei bei der Freilassung behauptet habe, Lawrence sei bloß in Gewahrsam genommen worden, um ihn vor einer Corona-Infektion in der Menschenmenge zu schützen, sei "keine glaubwürdige Erklärung". Im Internet waren Fotos und Videos zu sehen, auf denen ein von der Polizei abgeführter Mann ruft, jemand möge sofort das Konsulat anzurufen. Auf seinem Twitter-Account hatte Lawrence kurz zuvor noch Eindrücke von den in China extrem ungewöhnlichen Protesten geschildert, an denen sich nach seiner Schätzung mehrere hundert Menschen beteiligten.

Corona-News von Sonntag, 27. November: Keine Nahaufnahmen von maskenlosen WM-Zuschauern in Chinas Staats-TV zu sehen

18.52 Uhr: Chinas staatlicher Fernsehsender schneidet bei der Übertragung der WM-Spiele in Katar Nahaufnahmen von Stadionbesuchern ohne Maske heraus. Während der Vorrundenbegegnung zwischen Japan und Costa Rica zeigte der Sender CCTV Sports am Sonntag stattdessen Aufnahmen von Spielern und Offiziellen oder Bilder des Stadions, wie AFP-Reporter berichteten.

Die Zuschauer bekamen lediglich entfernte Aufnahmen der Menge zu sehen, auf denen einzelne Gesichter nur schwer zu erkennen waren. Insgesamt waren die Fans auf den Tribünen bei CCTV Sports seltener im Bild als bei der Live-Übertragung des Spiels auf dem Portal Douyin und anderen chinesischen Streaming-Plattformen.

Frühere Aufnahmen feiernder Fans bei der Fußball-WM in Katar hatten in China für Unmut gesorgt, wo Millionen Menschen weiterhin von Lockdowns betroffen sind. China ist die letzte große Volkswirtschaft, die eine sehr strenge Null-Covid-Politik verfolgt. Selbst kleine Corona-Ausbrüche können zu Lockdowns bis hin zur Abriegelung ganzer Städte und zu Betriebsschließungen führen, was die Wirtschaft und den Alltag der Menschen massiv belastet.

Nach Corona: China spendet Kuba 100 Millionen Dollar

5.57 Uhr: Kuba erhält nach Regierungsangaben eine Spende von China von rund 100 Millionen US-Dollar (96 Millionen Euro). Das sei bei Gesprächen zwischen den Präsidenten der beiden Länder, Xi Jinping und Miguel Díaz-Canel, herausgekommen, sagte Kubas Wirtschaftsminister Alejandro Gil am Samstag zum Abschluss eines China-Besuchs nach einer Mitteilung des kubanischen Präsidialamtes.

Die Delegation des sozialistischen Karibikstaates, zu der auch Außenminister Bruno Rodríguez gehörte, hatte auf der Reise zuvor Algerien, Russland und die Türkei besucht. Unter anderem wegen US-Sanktionen, den Folgen der Corona-Pandemie und Verwaltungsproblemen steckt Kuba in einer tiefen Wirtschaftskrise, die auch zur massenhaften Auswanderung beiträgt.

Allein zwischen Oktober 2021 und September 2022 wurden nach Zahlen des US-Grenzschutzes mehr als 220.000 Kubanerinnen und Kubaner – etwa zwei Prozent der Bevölkerung des Inselstaates – an der Grenze mit Mexiko aufgegriffen. Bei dem Besuch wurden Gil zufolge auch verschiedene mögliche chinesische Investitionen in Kuba besprochen, darunter im Energiesektor.

Anti-Regierungsproteste gegen Corona-Maßnahmen in Shanghai

4.18 Uhr: Aus Protest gegen die strengen Corona-Maßnahmen der chinesischen Regierung sind in Shanghai in der Nacht zu Sonntag Hunderte junge Menschen auf die Straße gezogen. Wie in Online-Videos zu hören war, riefen die Demonstranten unter anderem: "Nieder mit der kommunistischen Partei! Nieder mit Xi Jinping!". Laut den Aufnahmen wurden mehrere Personen von der Polizei abgeführt. Solche offenen Proteste sind in der autoritär regierten Volksrepublik mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern extrem ungewöhnlich.

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Auslöser der Demonstrationen war ein Wohnungsbrand in der nordwestchinesischen Stadt Ürümqi vom Donnerstagabend, bei dem mindestens zehn Menschen getötet und weitere neun verletzt wurden. Etliche Anwohner kritisierten in sozialen Netzwerken, dass die rigiden Corona-Maßnahmen den Kampf gegen das Feuer erschwert hätten. Bewohnern sei die Flucht ins Freie durch abgeschlossene Wohnungstüren erschwert worden. Die Stadt mit 3,5 Millionen Einwohnern hatte sich zuvor über drei Monate im Lockdown befunden.

Seither kam es in mehreren Landesteilen zu Protesten gegen die rigiden Corona-Maßnahmen. Auch in der Hauptstadt Peking durchbrachen die Bewohner in mehreren Nachbarschaften Zäune ihrer Wohnanlagen und forderten ein Ende der Lockdowns.

Corona-News von Samstag, 26. November: Wachsende Wut über Corona-Politik nach tödlichem Wohnhausbrand in Xinjiang

22:00 Uhr: Ein tödlicher Brand in einem Wohnkomplex der chinesischen Stadt Urumqi hat heftige Proteste gegen die anhaltenden Corona-Ausgangssperren ausgelöst. Nutzer von Online-Diensten im In- und Ausland warfen den Behörden vor, mit ihren Lockdown-Anordnungen die Rettung der Bewohner behindert zu haben. Online-Videos zeigten unter anderem eine nächtliche Kundgebung vor der Stadtverwaltung, bei der hunderte Demonstranten ein Ende der Lockdowns forderten. Die Proteste scheinen bei der Stadtverwaltung Wirkung zu zeigen.

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Im Lockdown: Mindestens zehn Tote bei Wohnungsbrand in Xinjiang

18.00 Uhr: Bei einem Wohnungsbrand in der nordwestchinesischen Stadt Ürümqi sind mindestens zehn Menschen getötet und weitere neun verletzt worden. Das teilten die Behörden am Samstag mit. Auf im Internet kursierenden Videos war zu sehen, wie im 15. Stock eines Appartementhaus riesige Flammen aus den Fenstern loderten. Der Brand war bereits am Donnerstag ausgebrochen.

Große Teile der Region Xinjiang, dessen Hauptstadt Ürümqi ist, befinden sich bereits seit mehr als 100 Tagen im Corona-Lockdown. Etliche Chinesen kritisierten in sozialen Netzwerken, dass die rigiden Maßnahmen beim Wohnungsbrand die Rettung erschwert hätten. Anwohner schrieben, den Bewohnern sei die Flucht ins Freie durch abgeschlossene Wohnungstüren erschwert worden. Darüber hinaus seien einige aus Furcht, die vorgeschriebenen Ausgangssperren zu verletzen, zu spät oder gar nicht aus ihren Wohnungen geflüchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr seien wegen Gitterzäunen und im Weg stehender Autos deutlich verspätet eingetroffen.

Frommhold fordert Umdenken bei Behandlung von Corona-Langzeitfolgen

11.34 Uhr: Die Geschäftsführerin des Long-Covid-Instituts Rostock, Jördis Frommhold, hat neue Wege bei der Versorgung von Patienten mit Long Covid gefordert. "Das Gesundheitswesen ist nicht auf die Behandlung und Beratung dieser Patienten vorbereitet", sagte Frommhold am Samstag. Für deren aufwendige Behandlung seien ergänzende Strukturen nötig. Bei der Wiedereingliederung müssten Unternehmen und Behörden hinzugezogen werden.

Das von der renommierten Lungenfachärztin geleitete Institut wurde Anfang Oktober mit einem Symposium eröffnet. Es bietet auch Hilfen für sogenannte Post-Vac-Patienten an, die Probleme nach einer Impfung haben. Wie bei Long Covid können Patienten dabei laut Institut unter Erschöpfung, permanenter Müdigkeit oder Leistungseinschränkungen leiden. "Deren Zahl ist unbekannt, sie werden – vergleichbar mit der früheren Situation bei Long-Covid-Patienten – nicht konstant erfasst", sagte Frommhold. Es handele sich um eine seltene Nebenwirkung.

Vom ersten Quartal 2023 an will die Innovationskasse mit Sitz in Lübeck für Long-Covid-Patienten ihren 240.000 Versicherten eine besondere Versorgung anbieten, bei der Behandlungskosten übernommen werden können. "Wir stellen uns vor, dass Hausärzte die Patienten an das Long-Covid-Institut überweisen", sagte Vorstand Ralf Hermes. "Vielen Ärztinnen und Ärzten, im stationären oder auch ambulanten Bereich, fehlt das Wissen um die Krankheit, die Erfahrung im Umgang damit und die Bedeutung für die Patienten."

Kindermedizingesellschaft warnt vor hoher Belastung durch Atemwegsinfektionen

7.30 Uhr: Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hat vor einer wachsenden Belastung der Kinderkliniken durch Atemwegserkrankungen gewarnt. "Wir sehen aktuell eine deutliche Zunahme der Atemwegsinfektionen", sagte DGKJ-Präsident Jörg Dötsch unserer Redaktion. Dabei sei das Coronavirus nur eines von vielen Viren. Den größten Anteil würden derzeit Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) ausmachen.

"An einem Großteil der Tage sind die Klinken so voll, dass keine Kinder mehr aufgenommen werden können und neue Fälle in andere Kliniken verlegt werden müssen", warnte Dötsch. Eltern müssten sich auf lange Wartezeiten, Verlegungen oder Absagen von verschiebbaren Behandlungen einstellen.

Ein Grund für die hohen Infektionszahlen ist laut Dötsch ein "Aufholeffekt" bei den RSV-Infektionen nach den Corona-Schutzmaßnahmen. Eine Entspannung der Lage ist demnach nicht in Sicht. "Wir erwarten, dass die Situation noch eine ganze Weile so bleiben wird", sagte der DGKJ-Präsident.

34 Polizisten in Thüringen bei Demonstrationen verletzt

6.10 Uhr: In Thüringen sind nach Angaben des Innenministeriums in diesem Jahr immer wieder Polizisten bei Einsätzen rund um Demonstrationen verletzt worden. Allein bis Ende Oktober hätten 34 Beamte dabei Verletzungen erlitten, teilte das Innenministerium auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Raymond Walk mit. In 16 Fällen sei es bei Demonstrationen zu Angriffen oder Widerstand gegen Beamte gekommen.

Innenminister Georg Maier (CDU) hatte die Zahl der Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Corona-Politik, gegen die Preissteigerungen oder die Russland-Sanktionen kürzlich im Landtag auf insgesamt rund 2750 seit Jahresbeginn beziffert. Davon seien etwa 80 Prozent nicht angemeldet gewesen. Auftrag der Polizei sei es, bei Stress und Panik zu deeskalieren, aber auch eine Störung der öffentlichen Ordnung zu verhindern. Oft habe die Polizei dabei schwierige Situationen meistern müssen, so Maier.

RKI registriert 24 687 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 189,5

5.05 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 189,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 190,8 gelegen (Vorwoche: 192,0; Vormonat: 528,0). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 24.687 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 25.328) und 107 Todesfälle (Vorwoche: 203) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Corona-News von Freitag, 25. November: Mehrere Jahre Haft für falsche Impfnachweise aus der Apotheke

  • Wegen mehr als 1000 Fällen falscher Corona-Impfnachweise ist eine Mitarbeiterin einer Münchner Apotheke zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Für einen ebenfalls angeklagten Bekannten der Frau, der die Impfzertifikate verkauft haben soll, verhängte das Landgericht München I am Freitag eine Haftstrafe von vier Jahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Duo im Jahr 2021 über mehrere Monate hinweg im großen Stil Impfzertifikate gefälscht hatte.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 190,8 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 186,9 gelegen (Vorwoche: 194,3; Vormonat: 570,2).

Corona-News von Donnerstag, 24. November: BGH bestätigt Urteil gegen falschen Impfarzt

  • Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat das Urteil des Landgerichts Traunstein gegen einen falschen Impfarzt bestätigt. Das Landgericht hatte den inzwischen 51-jährigen Theologen im Mai dieses Jahres zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt, weil er sich als Arzt ausgegeben und unter anderem in Impfzentren Schutzimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht und Impfungen überwacht hatte.
  • Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) nochmals fortgesetzt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor erneut um 17 Prozent gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie. Die höchsten Inzidenzen betrafen demnach Menschen über 90 Jahren, für die auch der geringste Rückgang der Inzidenzwerte seit der Woche davor vermerkt wurde.
  • China hat einen Rekordanstieg bei den Corona-Fällen gemeldet und erneut zu drastischen Maßnahmen gegriffen: Rings um die größte iPhone-Fabrik des Landes in der Stadt Zhengzhou, an der es zuletzt zu gewaltsamen Protesten gekommen war, wurde am Donnerstag ein Lockdown für mehr als sechs Millionen Menschen verfügt. Zuvor war die Zahl der landesweiten Neuinfektionen auf den höchsten Wert seit Beginn der Corona-Pandemie vor fast drei Jahren geklettert. Lesen Sie auch: Chinas Null-Covid-Strategie schlägt in Frust und Gewalt um
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts von Aussichten auf eine baldige Entspannung der Corona-Lage vor zu früher Sorglosigkeit gewarnt. Es gebe "Hinweise auf eine Entschärfung der Situation", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. Das hänge damit zusammen, dass die Art der Virus-Weiterverbreitung in eine Sackgasse zu geraten scheine, indem nur noch geringe Veränderungen für das Virus möglich seien, noch ansteckender zu werden.
  • In der Debatte um die Corona-Schutzregeln kommt aus den Ländern eine Initiative für ein koordiniertes Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Vorsitzende der Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister, Bremens Senatorin Maike Schaefer (Grüne), sagte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Mein Ziel ist es, dass sich die Bundesländer hier auf ein einheitliches Vorgehen einigen."
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit steigenden Corona-Infektionszahlen im Winter. "Ich glaube, dass wir noch einmal eine Winterwelle bekommen werden", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Er verstehe daher die Eile der Bundesländer bei den Lockerungen nicht. "Jetzt gibt es hier einen Überbietungswettbewerb: Welches Land kann zuerst lockern? Das ist ein Stück weit populistisch."

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Alle Corona-News von Donnerstag, dem 17. November finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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